Bild: Rudolf Pohlmann
Bild: Rudolf Pohlmann

Mikrowürmer sind kleine, etwa 2 mm große Fadenwürmer. Sie leben im gärenden Zuchtansatz, der mit Bakterien durchsetzt ist. Die Mikrowürmer sind in den ersten Tagen ein gutes Futter für die Jungtieraufzucht. Man sollte aber bedenken, dass diese Würmer sich schnell im Torf verkriechen. Für Jungtiere, die sich viel im Torf versteckt aufhalten, oder ihr Futter vom Boden entnehmen, ist dieses Futter gut geeignet. Als Zuchtbehälter eignet sich eine Margarinedose mit Deckel. Noch besser sind höhere Gläser mit Verschlussdeckel, der nur leicht verschlossen wird. Der Kulturansatz besteht aus einer guten Handvoll Haferflocken, einem halben Päckchen Trockenhefe und einem kleinen Schuss Obstessig. Nun drückt man alles mit einer Gabel zu einem Brei. Auf den Brei kommen Zuchttiere aus einem alten Ansatz.

Da immer einige Würmer an den Wänden hoch kriechen, kann man sie mit einem kleinen Pinsel dort abstreifen. Der Pinsel wird in einem Wasserglas ausgespült. Am Glasboden krabbeln nun die kleinen Würmer, die man dort mit einer Pipette oder einer 20 ml Einwegspritze entnehmen kann.

Einige Züchter sind gegen Mikrowürmer, da schnell ein geringer Teil der stark bakterienhaltigen Kultursubstanz mit ins Wasser gerät.

Es gibt aber noch eine Möglichkeit diese kleinen Würmer zusätzlich zu reinigen. Man benötigt dafür eine 10 ml Spritze, einen etwa 6 bis 10 cm langen Luftschlauch und etwas Filterwatte. Die Filterwatte wird mit einem Gegenstand in den Schlauch gestopft, dabei drücke ich an einer Seite etwa 2-3 cm der Watte ziemlich fest. Der Schlauch wird mit der festen Watteseite auf die Spritze geschoben. Nun ziehe ich die kleinen Würmchen, die sich im Wasserglas am Boden befinden, in die Spritze. Der Schlauch wird abgezogen und die Flüssigkeit aus der Spritze ins Spülbecken gespritzt. Das locker gestopfte Schlauchende wird nun auf die Spritze geschoben. Alle in der Watte befindlichen Würmchen werden nun mit sauberem Wasser in die Spritze gezogen. Diese Flüssigkeit mit den Würmchen kann man nun problemlos auf die jeweiligen Aquarien verteilen.

 

Quelle: Rudolf Pohlmann

One Comment

  1. Dieter

    Bei mir schimmelt der Ansatz immer. Was mache ich falsch?

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