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Chromaphyosemion bitaeniatum 5/5 (1)

Bitaeniatum Zweistreifen Prachtkärpfling
Projekt beendet

Art

Aphyosemion (Chromaphyosemion) bitaeniatum (Bitaeniatum Zweistreifen Prachtkärpfling) Synonyme: Fundulus bitaeniatus, Fundulopanchax bitaeniatus, Fundulopanchax multicolor, Aphyosemion multicolor Aphyosemion (Fundulopanchax) nigri Aphyosemion bivittatum

Zuchtgrund

Werden wenig in Zoohandlung angeboten

Zuchttiere

1 Paar Chromaphyosemion bitaeniatum (Bitaeniatum Zweistreifen Prachtkärpfling)

Zuchtaufbau

Ein Becken: 20x30x20 (12 Liter) Filterung: Luftfilter (Dreiecksfilter) angeschlossen an die Luftanlage, Luftpumpen von Hi Blow. Wassertemperatur 24°C : Wird über die Raumtemperatur geregelt. Einrichtung: Fasertorf kurz aufkochen und gewässert aufbewahren Statt Pflanzen Sera biofibres (Filtermaterial)

Wasserwerte

pH-Wert etwa 6,5 bis 7° Leitwert 200 bis 300 µs. Wasser bestehend aus Osmose und Stadtwasser. Gereinigtes Regenwasser mit Stadtwasser ist möglich.

Futter

Erstfutter: Essigälchen, Artemia-Nauplien Futter: Lebendfutter (Mückenlarven, Daphnien, Drosophila, Grindal, Springschwänze und Tubifex) eventuell Frost- und Trockenfutter Gefüttert wird im Zuchtansatz nur Lebendfutter einmal täglich rote oder weiße Mückenlarven, aber auch Ersatzfutter Drosophila und Artemia.

Futtertierzucht

Futtertierzuchten: Drosophila, Grindal, Essigälchen und Artemia https://my-fish.org/zuchtprogramm/futtertierzuchten/

Weitere Beschreibungen

Weitere Infos über Chromaphyosemion:http://www.killifische.info/aphyosemion-group/chromaphyosemion/
Zuchtansatz Wasserlagerung
22.10.2016

Tag 1
Für den Zuchtansatz eignet sich ein Becken von 20 x 30 x 20 cm, gut abgedeckt mit einem Innenfilter. Das Becken wird mit einem Teil Aquariumwasser und einem Teil weichen Wasser gefüllt, so dass etwa eine Wasserhärte von 200 bis 300 µs erreicht wird.
Als Ablaichmaterial eignet sich eine Handvoll gewässerter Fasertorf. Zusätzlich kommt noch etwas Sera biofibres hinzu, das locker im oberen Drittel des Aquariums schwimmt.
In diesen Zuchtansatz setze ich nun ein Pärchen Chromaphyosemion bitaeniatum. Tiere im Zuchtansatz sollten grundsätzlich mit Lebendfutter versorgt werden.

Tag 6
Etwa ein Viertel des Wassers wird gewechselt.
Vorsicht beim Wasserwechsel, Chromaphyosemion sind gute Springer und flüchten gerne aus dem Aquarium. Spätestens nach einer halben Stunde "Landgang" sollten sie wieder zurück ins Aquarium. Diese trockene Phase hat ein Chromaphyosemion ohne Probleme bei mir überlebt.

Tag 14
Das Zuchtpaar wird aus dem Zuchtansatz heraus gefangen. Beim Wechseln des Zuchtpaares zurück ins andere Aquarium müssen die Wasserwerte beachtet und angepasst werden. Der Ansatz mit dem Fasertorf und einem Teil des Wassers wird in einen neuen Behälter (eine etwa 7 Liter Kühlschrankdose) gegossen. Auf den Ansatz kommen 2 Liter weiches Wasser, etwa 100 μs. In den Ansatz gebe ich etwa eine Spritze 20 ml Essigälchen. (siehe Futtertierzuchten) Inkubationszeit dieser Chromaphyosemion: 16 Tage

Tag 18
Am Morgen entdecke ich die ersten Laven an der Oberfläche des Wassers, sie sind aber kurz darauf im Torf verschwunden. Sie schwimmen in den Ecken des Behälters und werden nun sofort mit Essigälchen und frisch geschlüpften Artemia gefüttert.

Tag 21
An der Wasseroberfläche hat sich eine kleine Kahmschicht gebildet. Sie wird vorsichtig mit einem Wasserglas abgeschöpft. In den vorderen Ecken des Behälters (zum Licht) entdecke ich abgestorbene Reste von Artemia. Diese werden mit einem dünnen Wasserschlauch abgesaugt.
Abhilfe für die Futterreste bietet eine Posthornschnecke, die nun zum Einsatz kommt.

Tag 24 bis 34
Etwa alle 2-3 Tage wird die Kahmschicht vorsichtig mit einem Wasserglas abgeschöpft und ein Wasserwechsel durchgeführt.
Gefüttert wird einmal täglich Artemia.
Einen Teil der etwas später schlüpfenden Larven (die sich nicht schnell genug im Torf verstecken) werden von den Jungtieren gefressen.

Tag 35
Der Zuchtansatz wird in ein größeres Becken 40x50x30 überführt und etwa innerhalb einer Woche langsam mit frischem Wasser aufgefüllt. Zu schneller Wasserwechsel kann zu Oodinium führen. Nun kommt wieder ein Luftfilter zum Einsatz. Gutes Lebendfutter bei regelmäßigem Wasserwechsel fördern das Wachstum dieser Fische, so dass sie nach etwa nach 6 Monaten die Geschlechtsreife erreichen.

Tag 60
Die Wasserwerte können jetzt problemlos an das Stadtwassers angepasst werden. Auch ist es möglich, diese Fische an Trockenfutter zu gewöhnen.

Diese beschriebene Methode bringt etwa 40 bis 50 Jungtiere

Anmerkung
22.10.2016

Anmerkung:

Mehr Arbeitsaufwand erfordert die Verwendung eines schwimmenden Wollmops. In einem 60 Liter Becken mit einer kleinen Gruppe Chromaphyosemion werden nach einigen Tagen guter Fütterung zwei bis drei Wollmöpse eingebracht. Sie sollten nach Möglichkeit in einer etwas geschützten Ecke, aber weit voneinander entfernt, zwischen den Pflanzen des Aquariums platziert werden. Die Fadenlänge des Wollmopps beträgt etwa 15 cm bis 20 cm. Er wird an einem Korken befestigt. Nach zwei bis drei Tagen lassen sich etwa 50 Eier und nach weiteren zwei bis drei Tagen noch einmal ca. 40 Eier entnehmen. Sie lege ich nun auf "tabackfeuchten" Torf. Ca. ein Drittel der Eier verpilzen nach den ersten 2-3 Tagen. Auch Antipilzmittel im Torf ergeben keine Besserung. Die verpilzten Eier müssen entfernt werden. Der Torf wird nach etwa 14 bis 17 Tagen aufgegossen und wenige Stunden später sind die meisten Larven geschlüpft. Die Eier können statt im Torf auch in Wasser gelagert werden. Vorteile: Die klebrigen Eier kann man besser vom Finger lösen und die verpilzten Eier werden von einer Schnecke vernichtet. Es gib auch die Möglichkeit den Fasertorf trocken zu legen. Spätesten nach zwei Wochen wird der Fasertorf aus dem Aquarium entfernt, ausgedrückt und kurz angetrocknet. Danach kommt er in eine verschlossene Plastiktüte. Nach etwa zwei bis drei Wochen wird der Ansatz aufgegossen. Zusammenfassung: Ich habe jahrelang bei allen Chromaphyosemion-Arten mit der erst beschriebenen Zuchtmethode mit sehr gutem Erfolg gearbeitet. Das Absuchen der Eier aus dem Wollmop ist mir zu zeitaufwendig. Zudem bin ich der Meinung, dass Fasertorf als Ablaichmaterial gerade bei Wildfängen durch die bessere Absenkung des pH - Wertes vorteilhafter ist.

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