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Zierfische, Familie Poeciliidae

Platy

Xiphophorus maculatus

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Platy (Xiphophorus maculatus) ist einer der beliebtesten Aquarienfische weltweit und wird als Männchen etwa 4 cm groß, Weibchen erreichen 5 bis 6 cm. Er gehört zur Familie Poeciliidae und stammt aus dem atlantischen Tiefland Mexikos bis nach Belize und Guatemala. Der Körperbau ist kompakt, gedrungen und leicht hochrückig.

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
Platy (Xiphophorus maculatus)
Quelle Willi Heidbrink FA Honer
  • bis 6 cmEndgröße

  • 3-5 JahreLebenserwartung

  • 20-26 °CTemperatur

  • 7-8pH-Wert

  • 7-20 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Im Gegensatz zum Schwertträger (Xiphophorus hellerii) fehlt beim Platy das charakteristische Schwert am Caudallobus. Der Platy ist in einer enormen Bandbreite von Zuchtformen im Handel erhältlich: Mickey Mouse, Wagtail, Tuxedo, Moon, Blue, Red, Hi-Fin und viele weitere Varianten. Viele Formen entstanden durch Kreuzungen mit Xiphophorus variatus oder anderen Xiphophorus-Arten. Männchen besitzen ein Gonopodium zur inneren Befruchtung. Die Art gilt als einer der friedlichsten Schwarmfische und ist hervorragend für Gemeinschaftsbecken geeignet.

Haltung und Pflege

Der Platy benötigt ein Aquarium ab 80 cm Kantenlänge mit mindestens 112 Litern. Die Wassertemperatur sollte bei 20-26 °C liegen, der pH-Wert bei 7-8 und die Gesamthärte bei 7-20 °dGH. Die Art ist erstaunlich tolerant gegenüber unterschiedlicher Wasserhärte. Dichte Bepflanzung ist wichtig, besonders für den Jungfischschutz. Schwimmpflanzen werden gerne genutzt. Die Strömung sollte gering bis moderat sein, passend zu den natürlichen Lebensräumen in ruhigen Gewässern. Feiner Kies oder Sand als Bodengrund. Sprungrisiko mittel – Abdeckung empfohlen. Der Platy ist zurecht einer der meistgehaltenen Aquarienfische. Er ist robust, pflegeleicht und vermehrt sich bereitwillig – ideal für Einsteiger und als zuverlässiger Gemeinschaftsfisch. Die breite GH-Toleranz (7-20 °dGH) macht ihn für die meisten Leitungswässer geeignet.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Der Platy ist einer der friedlichsten Gruppenfische im Aquarium – sogar friedlicher als der verwandte Schwertträger. Ausgeprägte Aggression zwischen Männchen ist unüblich. Für ein gemischtes Becken wird ein Geschlechterverhältnis mit mehr Weibchen als Männchen empfohlen (mindestens 1:2), da Männchen Weibchen dauerhaft zur Paarung animieren. Der Platy verträgt sich mit nahezu allen friedlichen Gemeinschaftsfischen: andere Poeciliiden (Mollys, Schwertträger, Guppys), kleine Barben, Salmler, Panzerwelse, Regenbogenfische und kleine Welse. Sehr kleine Garnelenjungtiere können als Beute betrachtet werden.

Ernährung

Der Platy ist ein Allesfresser, der praktisch alle handelsüblichen Futterarten annimmt: Trockenfutter (Flocken, Granulat), gefrorene und lebende Kleintiere (Artemia, Daphnien, Mückenlarven) sowie pflanzliche Kost (Spirulina-Flocken, Algenbelag, Gemüse). Aufwuchs auf Aquarienglas und Pflanzen wird gerne gefressen. Abwechslungsreiche Ernährung fördert Immunsystem, Farbe und Fortpflanzungsbereitschaft.

Zucht

Der Platy ist lebendgebärend und extrem produktiv. Das Männchen befruchtet über das Gonopodium, Weibchen können Spermien bis zu 3 Monate speichern und ohne erneute Begattung Würfe produzieren. Pro Wurf kommen bis zu 80 Jungfische zur Welt, die Tragzeit beträgt ca. 4-6 Wochen. Jungfische sind bei Geburt groß genug für Artemia-Nauplien oder fein gemahlenes Flockenfutter. Die Elterntiere stellen den eigenen Jungfischen aktiv nach. Für eine Aufzucht im Gesellschaftsbecken ist eine sehr dichte Bepflanzung mit feinfiedrigen Schwimmpflanzen wie Hornkraut oder Nixkraut zwingend nötig, sonst überlebt kaum ein Jungfisch. Die Zucht ist sehr einfach – der Platy vermehrt sich im Aquarium fast ohne Zutun.

Natürlicher Lebensraum

Der Platy bewohnt das atlantische Tiefland von Mexiko bis Nordbelize, von Ciudad Veracruz südwärts über die Atlantikküste. Die Art besiedelt ruhige bis langsam fließende Gewässer wie Gräben, Kanäle, Teiche und Sumpfgebiete mit dichter Wasserpflanzenvegetation und warmem Wasser. Das natürliche Habitat hat häufig schlammigen Untergrund. Die Art ist extrem anpassungsfähig.

Geschlechtsunterschiede

Männchen sind mit rund 4 cm kleiner, besitzen ein Gonopodium und zeigen je nach Zuchtform intensivere oder spezifische Farbzeichnung. Weibchen werden mit 5-6 cm deutlich größer, haben eine fächerförmige Afterflosse und bei Trächtigkeit einen deutlich sichtbaren Trächtigkeitsfleck.

Gut zu wissen

  • Klassiker und Einsteigerfisch – extrem friedlich und robust
  • Keine Schwertbildung beim Männchen (Unterschied zu Xiphophorus hellerii)
  • Enorme Zuchtformvielfalt im Handel; Wildformen selten
  • Weibchen deutlich größer als Männchen (bis 6 cm vs. 4 cm)
  • Sehr produktiver Lebendgebärer: Würfe bis 80 Jungfische möglich
  • Weibchen können Spermien über Monate speichern
  • Sprungrisiko mittel – Abdeckung empfohlen

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Platy?

Der Platy benötigt 20-26 °C, pH 7-8 und GH 7-20 °dGH. Die Art ist sehr tolerant gegenüber unterschiedlicher Wasserhärte und gedeiht in hartem Leitungswasser ebenso wie in mittelhartem Wasser.

Kann man den Platy vergesellschaften?

Ja, der Platy verträgt sich mit nahezu allen friedlichen Gemeinschaftsfischen. Besonders gut passen Mollys, Guppys, Schwertträger, kleine Barben, Salmler und Panzerwelse. Ein Weibchenüberschuss reduziert Stress.

Wie vermehrt sich der Platy?

Der Platy ist lebendgebärend und extrem produktiv. Pro Wurf kommen bis zu 80 Jungfische zur Welt, die Tragzeit beträgt 4-6 Wochen. Weibchen können Spermien über Monate speichern. Die Zucht gelingt fast ohne Zutun.

Ist der Platy für Anfänger geeignet?

Ja, der Platy ist einer der besten Einsteigerfische. Er ist extrem friedlich, robust, pflegeleicht und verzeiht kleine Fehler bei den Wasserwerten. Die einfache Vermehrung macht ihn zusätzlich attraktiv für Anfänger.

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