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Zierfische, Familie Acipenseridae

Sternhausen Acipenser stellatus

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Acipenser stellatus, im Deutschen als „Sternhausen“ bezeichnet, ist ein markanter Stör mit langgestrecktem, torpedoförmigem Körperbau und einer sehr langen, schmalen Schnauze (Rostrum). Für Heimaquarien ist er nicht geeignet: Der Stör wird ausgewachsen meist um 125 cm lang, im Höchstfall 250 cm und 80 kg, und findet nur in sehr großen Teichanlagen, Schauaquarien oder Aquakulturbetrieben Platz.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • 250 cmEndgröße

  • bis ca. 29 JahreLebenserwartung

  • 10-18 °CTemperatur

  • 6,5-8pH-Wert

  • 8-20 °dGHGesamthärte

  • ab 13500 lAquariengröße

Beschreibung

Die Rückenfärbung reicht von bläulich-schwarz bis rostbraun; die Flanken sind heller und tragen die namensgebenden, sternförmigen, weißlich-gelben Knochenplatten (Scutes), die bei dieser Art besonders markant sind. Die Bauchseite ist cremeweiß und bildet einen deutlichen Kontrast zur dunkleren Rückenpartie. Insgesamt wirkt die Art äußerlich archaisch und robust, die Körperoberfläche ist mit deutlichen Knochenplatten versehen, die einen starken, panzerähnlichen Eindruck vermitteln. Wichtiger Hinweis: Acipenser stellatus wird in der Natur bis zu 220–250 cm lang und ist für Heimaquarien nicht geeignet. Die Haltung ist nur in sehr großen Gartenteichen oder spezialisierten Einrichtungen vertretbar. Der Sternhausen ist eine anadrome Art und lebt als Adulttier im Meer und in Brackwasserbereichen; zur Fortpflanzung wandert er in die Unter- und Mittelläufe großer Flüsse. Diese Lebensweise prägt seine physiologischen Ansprüche, sein Verhalten und seine Fortpflanzungsbiologie grundlegend.

Haltung und Pflege

Für Heimaquarien ist der Sternhausen nicht geeignet: Ausgewachsene Tiere werden meist um 125 cm lang und brauchen Teichanlagen ab 13.500 Litern. Die folgenden Angaben gelten für solche Anlagen. Wasserwerte (empfohlen für Teichhaltung): Temperatur 10–18 °C (Toleranz bis ca. 20 °C), pH 6,5–7,5, GH k. A. (hartes Wasser verträglich).

Beckengröße/Teichwasser: Die Haltung im Aquarium ist nicht praktikabel. Für eine artgerechte Teichhaltung bis zur Endgröße werden 13.500–27.000 Liter (ca. 3.000–6.000 Gallonen) empfohlen. Für Jungtiere sind mindestens 4.500–10.000 Liter als Untergrenze anzusehen; mit zunehmendem Wachstum ist auf ein deutlich größeres Volumen zu wechseln. Die Teichtiefe sollte mindestens 1,5 m betragen, um auch im Sommer kühlere Wasserschichten zu bieten. Einrichtung, Strömung, Substrat: Der Sternhausen benötigt großen Freischwimm-Raum ohne viele Einbauten. Als Substrat sind Kies, Geröll und Sand passend. Starke, gleichmäßige Strömung und eine leistungsfähige Belüftung/Filterung sind erforderlich; besonders im Sommer muss die Sauerstoffversorgung gesichert sein. Scharfkantige Dekorationselemente sollten vermieden werden, da die empfindliche Unterseite verletzt werden kann. Fütterung: Der Sternhausen ist ein Fleischfresser (karnivor/benthivor). Empfohlen werden spezielle, sinkende Störpellets mit hohem Proteinanteil, ergänzt durch lebende oder tiefgekühlte Nahrung wie Würmer, Insektenlarven, kleine Krebstiere und Mysis. Pflanzliche Nahrung wird nicht angenommen. Technik und Wartung: Leistungsfähige Filtertechnik, regelmäßige Wasserwechsel und zuverlässige Sauerstoffversorgung sind essenziell. Temperaturstabilität im angegebenen Bereich ist wichtig; kurzfristige Absenkungen auf ca. 10 °C können saisonal simuliert werden. Trotz niedriger Springneigung empfehlen sich gesicherte Teichabdeckungen oder Netze.

Acipenser stellatus ist aufgrund seiner Größe, seiner spezifischen Lebensraumansprüche und der schwierigen Zucht ein Tier für spezialisierte Einrichtungen oder sehr erfahrene Halter mit Zugang zu außergewöhnlich großen Gartenteichen. Für private Aquarianer ist die Haltung dieser Art nicht praktikabel. Vor einer Anschaffung sind rechtliche und artenschutzrelevante Fragen zu klären: Acipenser stellatus ist nach CITES Anhang II gelistet und gilt als kritisch gefährdet. Die im Handel angebotenen Tiere sind Aquakultur-Nachzuchten; beim Kauf ist auf einen gültigen Herkunftsnachweis (CITES-Dokumente) zu achten. Eine gesonderte Haltungsgenehmigung ist für Privatpersonen in Deutschland nicht erforderlich.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Im Meer hält sich Acipenser stellatus vor allem küsten- und ästuarnah über Sand und Schlamm auf, tagsüber eher bodennah und nachts auch höher in der Wassersäule zur Nahrungssuche. Die Art unternimmt saisonale Laichwanderungen in große Flüsse. Wegen Endgröße und Wanderaktivität ist eine Vergesellschaftung keine normale Aquarienfrage, sondern Teil professioneller Anlagenplanung.

Ernährung

Der Sternhausen ist ein bodennaher Räuber, der vor allem Fische sowie Mollusken, Krebstiere und Würmer frisst. In der Haltung werden sinkende Störpellets mit hohem Proteinanteil eingesetzt, ergänzt durch lebende oder tiefgekühlte Nahrung wie Würmer, Insektenlarven, kleine Krebstiere und Mysis. Menge und Häufigkeit richten sich nach Lebensstadium, Größe und Anlagentechnik.

Zucht

Zucht-Status: Im Hobbybereich nicht möglich. Dokumentierte Nachzuchten finden vorwiegend in kommerziellen Aquakulturen unter Einsatz spezialisierter Technik statt. Dokumentierte Fakten zur Fortpflanzung:
• Fortpflanzungstyp: Eierlegend, anadrom. Adulte Tiere wandern zum Laichen in die Unter- und Mittelläufe großer Flüsse mit starker Strömung und kiesig-gerölligem Substrat. – Geschlechtsreife: Männchen nach ca. 6–12 Jahren, Weibchen nach ca. 8–14 Jahren. Die im Profil genannte Angabe von einheitlich „6 Jahren“ gibt nur den frühestmöglichen Wert für Männchen wieder. – Laichintervall: Männchen laichen alle 2–3 Jahre, Weibchen alle 3–4 Jahre. – Laichtemperatur: 15–25 °C. – Gelegegröße: Durchschnittlich 150.000–300.000 Eier, in der Literatur werden Extremwerte von 20.000–360.000 angegeben. – Inkubationszeit: Für die Art liegen keine gesicherten aquaristischen Angaben vor; bei verwandten Störarten werden 7–10 Tage bei 13–15 °C dokumentiert. Die Angabe von 2–5 Tagen in Aquakulturanlagen bei 18–20 °C ist möglich, aber nicht breit belegt. – Bekannte Zuchtmethodik: Hormonelle Stimuli (Hypophysenextrakte oder Hormoninjektionen) und Simulation der Frühjahrswanderung (progressive Temperaturerhöhungen, starke Strömung). Für Heimhaltung nicht praktikabel. – Aufzucht (kommerziell): Larven beginnen mit Artemia-Nauplien und feinem Lebendfutter, später Umschulung auf Aufzuchtfutter. Jungfische sind sehr empfindlich gegenüber schlechter Wasserqualität und Sauerstoffmangel. Zusammenfassung: Für Heimhalter sind Zuchtversuche nicht praktikabel. Es existieren dokumentierte kommerzielle Methoden, die jedoch aufwändig und für Hobbybedingungen ungeeignet sind.

Natürlicher Lebensraum

Acipenser stellatus kommt in den Einzugsgebieten des Kaspischen, Schwarzen und Asowschen Meeres vor, mit bekannten Vorkommen in Flusssystemen wie Wolga, Ural und Donau. Adulte Tiere leben im Meer oder Brackwasser der Mündungsbereiche; zum Laichen wandern sie in die Unter- und Mittelläufe großer Flüsse. Bevorzugte Habitate sind schnelle, gut durchlüftete, tiefe Flussabschnitte mit kiesig-gerölligem Substrat, hohem Sauerstoffgehalt und ausgeprägter Strömung. Die Art zeigt stark saisonale Wanderungen: Im Frühjahr und Sommer zieht sie flussaufwärts zu den Laichgebieten, im Winter in tiefere und ruhigere Wasserzonen zurück. Für die Teichhaltung bedeutet dies, dass eine saisonale Temperaturabsenkung auf etwa 10 °C das natürliche Verhalten fördern kann.

Geschlechtsunterschiede

Männchen und Weibchen sind äußerlich kaum zu unterscheiden. Weibchen werden in der Regel fülliger und erreichen oft deutlich größere Endgrößen. Eine zuverlässige Geschlechtsbestimmung gelingt meist nur mittels bildgebender Verfahren (Ultraschall) oder interner Untersuchungen.

Gut zu wissen

  • Nicht für Heimaquarien geeignet: ausgewachsen meist um 125 cm, im Höchstfall 250 cm und 80 kg; nur für sehr große Teichanlagen, Schauaquarien oder Aquakultur
  • Namensgebend: auffällig langes, schmales Rostrum und sternförmige Knochenplatten (Scutes) – daher Sternhausen bzw. englisch „starry sturgeon“
  • Nach CITES Anhang II geschützt; laut IUCN vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)

Häufige Fragen

Kann man den Sternhausen im Aquarium halten?

Im Heimaquarium nicht. Der Sternhausen wird ausgewachsen meist um 125 cm lang, im Höchstfall 250 cm und 80 kg, und ist anadrom (wandert zum Laichen aus dem Meer in die Flüsse). Platz findet er nur in Teichanlagen ab 13.500 Litern, Schauaquarien oder Aquakulturbetrieben; zudem ist die Art vom Aussterben bedroht und nach CITES Anhang II (Washingtoner Artenschutzübereinkommen) geschützt.

Wie groß wird der Sternhausen?

Acipenser stellatus erreicht bis 220-250 cm TL (Wildtier); im Teich häufig 130-150 cm.

Welche Wasserwerte braucht der Sternhausen?

Die empfohlenen Wasserwerte sind Temperatur 10-18 °C (Toleranz bis ca. 20 °C), pH 6,5-7,5, hartes Wasser verträglich.

Kann man den Sternhausen vergesellschaften?

Aufgrund der enormen Endgröße, der starken Schwimmaktivität und des spezialisierten Nahrungsbedarfs empfiehlt sich eine sehr zurückhaltende Vergesellschaftung. Geeignet sind vorwiegend große, robuste, kühle Teichfische ähnlicher Körpergröße (z. B. Sterlet, Welse, große Karpfenarten), die nicht durch Nahrungskonkurrenz beeinträchtigt werden.

Kann man den Sternhausen im Aquarium züchten?

Im Hobbybereich ist eine Nachzucht nicht möglich. Dokumentierte Nachzuchten finden vorwiegend in kommerziellen Aquakulturen unter Einsatz spezialisierter Technik statt. Die Art ist eierlegend und anadrom: Adulte wandern zum Laichen in die Unter- und Mittelläufe großer Flüsse.

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  • Endgröße: 236 cm
  • Aquarium: ab 30000 l
  • Temperatur: 10-20 °C
  • pH-Wert: pH 7-8,2
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Einzelgänger, friedlich

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