
Zahnkarpfen
Pamaense Zweistreifen Prachtkärpfling
Aphyosemion pamaense
- Endgröße: 3 cm SL
- Aquarium: ab 54 l
- Temperatur: 22-26 °C
- pH-Wert: pH 6-7
- Wasserhärte: weich
- Schwierigkeit: Mittel
Haremshaltung, friedlich
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Zierfische, Familie Nothobranchiidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Aphyosemion erythron ist ein sehr kleinbleibender, bis zu 3 cm (SL) großer Killifisch aus der Familie Nothobranchiidae (Untergattung Chromaphyosemion). Männchen zeigen eine hellblaue bis blaugraue Grundfärbung mit regelmäßigen Reihen leuchtend roter Punkte entlang der Flanken und gepunkteten Flossen. Der Artname erythron leitet sich vom griechischen Wort für ‚rötlich‘ ab. Weibchen sind deutlich schlichter: bräunlich gefärbt mit zwei markanten dunklen Längsstreifen.

3 cm SLEndgröße
2-3 JahreLebenserwartung
21-25 °CTemperatur
6-7pH-Wert
4-8 °dGHGesamthärte
ab 54 lAquariengröße
Im Aquarium präsentiert sich der Erythron-Prachtkärpfling als ruhiger, überwiegend in den oberen Wasserschichten aktiver Schwimmer. Er nutzt Freiräume oberhalb der Vegetation sowie schattige Bereiche unter hängender Randvegetation. Die Art ist eine der kleinsten Chromaphyosemion-Arten und eignet sich für ruhige Gesellschaftsbecken mit kleineren westafrikanischen Arten.
Wasserwerte: Temperatur 21-25 °C, pH 6,0-7,0, GH 4-8 dGH. Weiches, leicht saures Wasser ist für diese Art wichtig.
Beckengröße: ab 60 cm Kantenlänge, 54 Liter. Dichte Randbepflanzung mit überhängenden Pflanzen, Wurzeln und reichlich Falllaub. Schwimmpflanzen für Deckung und diffuses Licht. Dunkler feiner Sand als Substrat mit Laubmulm (Seemandelbaumblätter). Feinfiedrige Pflanzen, Javamoos oder Laichmopps als Laichsubstrat. Ruhige bis schwache Strömung, feine Filterung.
Der Erythron-Prachtkärpfling ist eine reizvolle Wahl für erfahrene Aquarianer, die ein naturnah eingerichtetes Becken mit weichem, leicht saurem Wasser pflegen. Eine lückenlos schließende Abdeckung ist Pflicht.
Ruhiger kleiner Killifisch für ein gut strukturiertes Artenbecken oder eine sehr zurückhaltende Gesellschaft. Für Chromaphyosemion beschreibt die Fachübersicht Männchen als nicht übermäßig aggressiv, weist aber auf anhaltendes Treiben der Weibchen hin; dichte Rückzugsbereiche sind deshalb wichtig. Nahe verwandte Arten und verschiedene Fundortpopulationen nicht mischen.
Fleischfresser (Karnivor). Hochwertiges Lebend- und Frostfutter: Artemia-Nauplien, weiße Mückenlarven, Daphnien und Grindalwürmer. Hochwertiges Trockenfutter kann nach Gewöhnung akzeptiert werden, sollte aber nicht die alleinige Nahrungsquelle sein. Für die Aufzucht: Infusorien, Pantoffeltierchen und Artemia-Nauplien. Die Futtermenge am Fressverhalten ausrichten und nicht gefressene Reste rechtzeitig entfernen. Auf rote Mückenlarven und Tubifex sollte verzichtet werden: Killifische reagieren empfindlich auf die damit eingetragenen Keime und neigen bei fettreicher Kost zur Verfettung. Weiße und schwarze Mückenlarven, Artemia, Cyclops und Grindalwürmer sind die bessere Grundlage.
Aphyosemion erythron ist ein Pflanzenlaicher (Aphyosemion-Gruppe). Die Eier werden adhäsiv an feinen Pflanzen, Javamoos oder Laichmopps abgelegt. Kein saisonaler Trigger nötig; Dauerlaicher.
Zuchtwasser: Temperatur 22-24 °C, pH 6,0-6,5, GH max. 5 dGH.
Gelegegrößen: 10-30 Eier pro Woche. Inkubation: ca. 14-21 Tage bei 23-24 °C. Konditionierung mit hochwertigem Lebendfutter (Artemia-Nauplien, schwarze Mückenlarven, Grindalwürmer). Erstfutter: Infusorien, Pantoffeltierchen, später Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen. Geschlechtsreife ab etwa vier Monaten. Elterntiere fressen den Nachwuchs und sollten rechtzeitig getrennt werden.
Zuchtschwierigkeit: mittel.
Zuchtwasser: 22 bis 24 °C, pH 6 bis 6,5, bis 5 °dGH
Aphyosemion erythron stammt aus dem südwestlichen Äquatorialguinea und ist im Einzugsgebiet mehrerer kleiner Flusssysteme beheimatet (u. a. Rio Muni, Rio Ecucu, Rio Aye). Stark beschattete Gewässer mit geringer bis langsamer Strömung, Falllaub und organisches Substrat auf dem Gewässerboden. Weiches, leicht saures Wasser mit hohem Huminsäure-Anteil. Dunkler Sand oder feiner Kies, bedeckt von Laubmulm.
M: hellblau bis blaugrau mit regelmäßigen roten Punktreihen, gepunkteten Flossen und ausgezogeneren Flossensäumen. W: blasser und bräunlicher mit zwei markanten dunklen Längsstreifen und runden, weitgehend transparenten Flossen. Beide Geschlechter erreichen etwa 2,9-3,0 cm SL.
Aphyosemion erythron benötigt eine Temperatur von 21-25 °C, einen pH-Wert von 6,0-7,0 und eine Gesamthärte von 4-8 dGH. Weiches, leicht saures Wasser ist für diese Art wichtig.
Geeignet ist ein gut strukturiertes Becken mit ruhigen, ähnlich großen Arten. Eng verwandte Aphyosemion-Arten und unterschiedliche Fundortpopulationen sollten wegen Kreuzungs- und Vermischungsrisiken nicht gemeinsam gepflegt werden.
Die Zucht ist dokumentiert und mittelschwer. Die Art ist ein Pflanzenlaicher, der Eier an feinen Pflanzen oder Laichmopps ablegt. Inkubation 14-21 Tage. Zucht in weichem Wasser (GH max. 5 dGH, pH 6,0-6,5).
Aphyosemion erythron erreicht nur etwa 3 cm Standardlänge und ist damit eine der kleinsten Aphyosemion-Arten. Angaben von 4-5 cm sind durch keine seriöse Quelle belegt.
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