
Buntbarsche
Borellis Zwergbuntbarsch
Apistogramma borellii
- Endgröße: bis 8 cm
- Aquarium: ab 112 l
- Temperatur: 20-26 °C
- pH-Wert: pH 6-8
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Einfach
Haremshaltung, friedlich
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Zierfische, Familie Cichlidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Apistogramma sp. ‚Xingu‘, der Vielfleck-Zwergbuntbarsch, ist eine wissenschaftlich noch unbeschriebene Zwergbuntbarsch-Form aus dem Einzugsgebiet des Rio Xingu in Brasilien. Die Maximalgröße liegt bei etwa 7 cm TL (Männchen); Weibchen bleiben mit rund 4–5 cm deutlich kleiner.

bis 7 cmEndgröße
3-5 JahreLebenserwartung
26-28 °CTemperatur
6,5-7,5pH-Wert
4-10 °dGHGesamthärte
ab 100 lAquariengröße
Der Körperbau ist kompakt und seitlich abgeflacht; Männchen fallen durch verlängerte Strahlen in Rücken- und Afterflosse sowie intensive Farbpracht auf, die Gelb-, Rot- und Blautöne mit kontrastreichen Musterungen vereint. Weibchen sind deutlich schlichter gefärbt, überwiegend gelblich-braun, und entwickeln während der Brutzeit eine leuchtend gelbe Färbung mit schwarzen Flecken. Im Aquarium verbringt die Art die meiste Zeit nahe dem Bodengrund und durchsucht Feinsandsubstrat und strukturierte Bereiche nach Kleinstlebewesen. Außerhalb der Fortpflanzungsperiode wirken die Tiere ruhig und zurückhaltend; in Revierkonkurrenzsituationen zeigen sie territoriales Verhalten. Im Gegensatz zu vielen schwarzwasserbewohnenden Apistogramma-Arten stammt diese Form aus dem Rio Xingu, einem klaren, sauerstoffreichen Fluss mit vergleichsweise moderaten Wasserwerten. Die Art ist empfindlich gegenüber abrupten Wasserwertänderungen.
Wasserwerte: Temperatur 26–28 °C, pH 6,5–7,5, GH 4–10 °dGH. Im Gegensatz zu Schwarzwasser-Apistogramma benötigt diese Art klares Wasser mit moderaten Werten. Beckengröße: Mindestens 100 Liter; für die empfohlene Haremshaltung mit einem Männchen und zwei bis drei Weibchen ist entsprechend mehr Grundfläche nötig. Einrichtung: Feiner Sand als Substrat, mehrere Bruthöhlen (Tonröhren, Kokosnussschalen, Tontöpfe), Wurzeln und Holz. Eine starke Laubschicht ist für diese Xingu-Form nicht nötig, schadet aber nicht. Wichtig ist eine klare Beckenführung ohne starke Trübung. Ruhige bis moderate Strömung. Gedämpfte Beleuchtung. Regelmäßige, gleichmäßige Wasserwechsel sind wichtig – immer mit aufbereitetem, temperiertem Wasser. Chemikalien im Aquarium mit Vorsicht einsetzen. Apistogramma sp. ‚Xingu‘ ist eine anspruchsvolle Art für erfahrene Aquarianer.
Apistogramma sp. Xingu lebt in einer Haremsstruktur; empfohlen wird ein Männchen mit zwei bis drei Weibchen, um innerartlichen Stress zu verringern. Außerhalb der Brutzeit sind die Tiere ruhig und zurückhaltend, während der Fortpflanzung verteidigen sie ihr Revier. Geeignete Beifische sind ruhige, friedliche Schwarmfische ähnlicher Größe wie kleine Salmler und Panzerwelse, die die mittleren und unteren Wasserzonen nutzen, ohne mit den Revieransprüchen zu konkurrieren. Bei Zuchtabsicht sind Panzerwelse allerdings ungünstig: Sie durchsuchen den Bodengrund ohne Rücksicht auf Reviergrenzen und stören das bewachte Gelege, was die Elterntiere dauerhaft in Alarmbereitschaft hält. Sehr kleine Beutefische wie Junggarnelen oder Zwergbärblinge werden als Nahrung angesehen. Aggressive oder sehr lebhafte Arten sowie langflossige Fische sind ungeeignet.
Apistogramma sp. ‚Xingu‘ ist karnivor mit Tendenz zum Allesfresser. Bevorzugt werden Lebend- und Frostfutter: Artemia, Mückenlarven (weiß und schwarz), Daphnien, Cyclops. Hochwertiges Granulat mit hohem Tierprotein-Anteil wird von eingewöhnten Tieren akzeptiert. Rote Mückenlarven und Tubifex nur in Maßen verfüttern.
Apistogramma sp. Xingu ist ein Höhlenbrüter. Für die Zucht eignen sich weiche, leicht saure Wasserwerte und stabile Temperaturen um 26 bis 28 °C. Das Weibchen legt die Eier an geschützten Stellen wie Höhlen oder Spalten ab und betreibt intensive Brutpflege, während das Männchen das umgebende Revier verteidigt. Ein harmonierendes Paar ist Voraussetzung. Als Erstfutter der Jungfische dienen feine Lebend- und Frostfuttergrößen wie Artemia-Nauplien. Ein separates Aufzuchtbecken kann die Überlebensrate erhöhen.
Apistogramma sp. Xingu stammt aus dem Einzugsgebiet des Rio Xingu im östlichen Amazonasgebiet Brasiliens. Anders als viele Schwarzwasser-Apistogramma bewohnt diese Form klare, sauerstoffreiche und langsam bis mäßig fließende Gewässer mit moderaten Wasserwerten. Typisch sind sandiger Bodengrund, Totholz, Wurzelwerk und Falllaub, die zahlreiche Verstecke und Laichplätze bieten.
Männchen zeigen ein intensiveres Farbenspiel und einen schlankeren, etwas gestreckteren Körperbau mit verlängerten Rücken- und Afterflossenstrahlen. Weibchen sind rundlicher, gedämpfter gefärbt und haben kürzere Flossen; zur Brutzeit färben sie sich leuchtend gelb mit schwarzen Flecken.
Empfohlen sind eine Temperatur von 26 bis 28 °C, ein pH-Wert von 6,5 bis 7,5 und eine Gesamthärte von 4 bis 10 dGH. Anders als Schwarzwasser-Apistogramma benötigt diese Xingu-Form klares Wasser mit moderaten Werten.
Empfohlen wird ein Becken ab 100 Litern; für die Haremshaltung mit einem Männchen und zwei bis drei Weibchen sollte entsprechend mehr Grundfläche zur Verfügung stehen. Wichtig sind feiner Sand, mehrere Bruthöhlen sowie Wurzeln und Holz als Strukturen.
Ja, mit ruhigen, friedlichen Schwarmfischen ähnlicher Größe wie kleinen Salmlern und Panzerwelsen. Sehr kleine Beutefische, aggressive Arten und langflossige Fische sind ungeeignet.
Ja, als Höhlenbrüter bei weichen, leicht sauren Werten und 26 bis 28 °C. Das Weibchen bewacht die Eier in einer Höhle. Ein harmonierendes Paar und feines Erstfutter für die Jungfische sind entscheidend.
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