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Zierfische, Familie Sisoridae

Teufelswels

Bagarius bagarius

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Bagarius bagarius, im Englischen als Goonch oder Giant Devil Catfish bekannt, ist einer der größten Raubwelse der Welt. Ausgewachsene Tiere erreichen Körperlängen von 130 bis 200 cm. Die Körperform ist abgeflacht und stark für das Leben in Strömungen adaptiert.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Einzelgänger
  • Territorial
  • Kupferempfindlich
Teufelswels (Bagarius bagarius)
Bild: Enrico Richter
  • 130-200 cm TLEndgröße

  • 12 JahreLebenserwartung

  • 18-25 °CTemperatur

  • 6-7,5pH-Wert

  • 2-12 dGHGesamthärte

  • ab 8000 lBeckengröße

Beschreibung

Charakteristisch sind der breite, abgeflachte Kopf, die kräftig ausgebildeten Brustflossen sowie die markante Musterung aus hellen und dunklen Flecken auf gelblich-braunem Grundton. Das Maul ist weit und mit kleinen, rauen Zähnen besetzt. Diese Art ist für normale Heimaquarien nicht geeignet. Die artgerechte Haltung ist ausschließlich in öffentlichen Schauaquarien oder sehr spezialisierten Großanlagen möglich.

Haltung und Pflege

Bagarius bagarius erreicht über 130 cm und ist für private Aquarien NICHT geeignet. Die Art benötigt Becken in öffentlichen Schauaquarien. Wasserwerte: Temperatur 18 bis 25 Grad Celsius, pH 6,0 bis 7,5, GH 2 bis 12 dGH. Mindestens 600 cm Kantenlänge und 8.000 Liter (öffentliches Aquarium). Artgerechte Haltung nur in öffentlichen Schauaquarien oder sehr spezialisierten Großanlagen. Das Becken muss der enormen Körperkraft standhalten. Großflächige, stabil gesicherte Steinpackungen und Boulder bilden die Grundeinrichtung. Starke Strömungspumpe obligatorisch. Wöchentliche Wasserwechsel von 50 bis 70 Prozent empfohlen.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Bagarius bagarius wird einzeln gehalten. Die Art ist gegenüber artfremden Fischen territorial; kleinere Fischarten werden als Beute angesehen. In der Natur sind Schwarmbewegungen während saisonaler Laichwanderungen beschrieben. Garnelen und Schnecken sind ungeeignet (Beute). Kleine Beifische aller Art sind gefährdet. Eine Vergesellschaftung ist nur in extrem großen Anlagen mit ähnlich großen Raubfischen denkbar.

Ernährung

Obligater Prädator. In der Natur: kleinere Fische, Amphibien, Krebstiere und andere Wirbellose. In Gefangenschaft: Fischstreifen, ganze Garnelen, Muscheln, Regenwürmer und große Chironomiden-Larven. Keine Futterfische aus unbekannter Herkunft (Parasitenrisiko). Kein Säugetier- oder Vogelfleisch (ungeeignetes Fettsäuremuster).

Zucht

Nicht dokumentiert. In der Natur vollzieht die Art saisonale Laichwanderungen bei ansteigendem Wasserstand und erhöhter Trübung. Die Sexualreife tritt erst nach mehreren Jahren ein. Die Endgröße und die extremen Raumanforderungen machen eine Aquarienzucht praktisch unrealisierbar.

Natürlicher Lebensraum

Bagarius bagarius ist in großen Flusssystemen Süd- und Südostasiens verbreitet: Indus-System (Pakistan), Ganges und große Flüsse der indischen Halbinsel, Nepal, Bangladesch, Irrawaddy und Salween (Myanmar), Mekong-System (Laos, Kambodscha), Chao Phraya (Thailand), Malaiische Halbinsel sowie Borneo und Sumatra. Adulte Tiere bewohnen turbulente Stromschnellen und Wildwasserzonen, wo sie zwischen Felsblöcken auf Beute lauern. Das Wasser ist klar, kalt und stark sauerstoffreich bei hoher Fließgeschwindigkeit.

Geschlechtsunterschiede

Äußerlich kaum unterscheidbar. Keine gesicherten Angaben zur äußeren Geschlechtsbestimmung verfügbar.

Gut zu wissen

  • Einer der größten Süßwasser-Raubwelse (130 bis 200 cm)
  • Nicht für Heimaquarien geeignet; nur öffentliche Anlagen oder Spezialisten
  • Obligater Prädator; kein Allesfresser
  • Einzelhaltung empfohlen
  • Saisonale Laichwanderungen in der Natur
  • Zucht im Aquarium nicht dokumentiert
  • Strömungsliebend: Lebt in turbulenten Stromschnellen
  • Kupferempfindlich: Schuppenlose Welse nehmen Kupfer besonders rasch über die Haut auf – kupferhaltige Medikamente und Dünger sind zu vermeiden.

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Teufelswels?

Temperatur 18 bis 25 Grad Celsius, pH 6,0 bis 7,5 und GH 2 bis 12 dGH. Die Art benötigt kühles, sauerstoffreiches Wasser mit starker Strömung.

Wie groß wird der Teufelswels?

Bagarius bagarius erreicht 130 bis 200 cm und ein Gewicht von bis zu 100 kg. Die Art ist für normale Heimaquarien nicht geeignet; artgerechte Haltung nur in öffentlichen Schauaquarien.

Kann man den Teufelswels vergesellschaften?

Nur in extrem großen Anlagen mit ähnlich großen Raubfischen. Alle kleinen Fische, Garnelen und Schnecken werden als Beute betrachtet. Einzelhaltung wird empfohlen.

Kann man den Teufelswels züchten?

Nein, eine Nachzucht im Aquarium ist nicht dokumentiert. In der Natur vollzieht die Art saisonale Laichwanderungen, die in geschlossenen Anlagen nicht reproduzierbar sind.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

Obwohl wir von my-fish.org uns bemühen, die bereitgestellten Informationen sorgfältig zu sammeln und aktuell zu halten, können wir keine Garantie für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit geben. Unsere Daten stammen von Experten, Züchtern und Partnern aus dem Zierfischgroßhandel und basieren auf deren Beiträgen. Bei Abweichungen oder fehlenden Informationen bitten wir um Verständnis. Wir freuen uns über Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge von der Community, um die Qualität unseres Angebots kontinuierlich zu steigern. Bitte nutzen Sie unser Formular für Ihre Rückmeldungen und Anregungen.

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Fragen und Erfahrungen

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Passt ins Becken dazu

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Labeo boga

Karpfenfische

Labeo boga

Labeo boga

  • Endgröße: bis 250 cm
  • Becken: ab 900 l
  • Temperatur: 18-24 °C
  • pH-Wert: pH 6-8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Aus Südasien, Wasserwerte passen

Rita-Wels

Salmler

Rita-Wels

Rita rita

  • Endgröße: bis 150 cm TL
  • Becken: ab 5000 l
  • Temperatur: 18-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Aus Südasien, Wasserwerte passen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Rhizompflanzen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Echinodorus bleheri

  • Wuchshöhe: 20-60 cm
  • Licht: mittel bis viel
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Platz im Becken: Hintergrundpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Echinodorus

Javafarn

Rhizompflanzen

Javafarn

Microsorum pteropus ´Petite´

  • Wuchshöhe: 10-15 cm
  • Licht: wenig bis mittel
  • Temperatur: 20-28 °C
  • pH-Wert: pH 5-8
  • Platz im Becken: Aufsitzerpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Javafarn

Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Welse, ähnlich groß.

Alle Zierfische
Dourada

Welse

Dourada

Brachyplatystoma rousseauxii

  • Endgröße: bis 192 cm
  • Becken: ab 10000 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Einzelgänger, friedlich

Bagarius suchus WF Burma 27-30cm

Welse

Krokodilwels

Bagarius suchus WF Burma

  • Endgröße: bis 70 cm
  • Becken: ab 3000 l
  • Temperatur: 18-23 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Einzelgänger, aggressiv

Breitmaul-Spatelwels

Welse

Breitmaul-Spatelwels

Sorubimichthys planiceps

  • Endgröße: bis 180 cm
  • Becken: ab 8000 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,2
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Einzelgänger, aggressiv

Afrikanischer Raubwels

Welse

Afrikanischer Raubwels

Clarias gariepinus

  • Endgröße: bis 170 cm
  • Becken: ab 7000 l
  • Temperatur: 24-28 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-8,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittelschwer

Einzelgänger, friedlich

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