Betta unimaculata

Deutscher Name: Schlanker Riesenkampffisch

Herkunft:
Indonesien
Farben:
grau, transparent
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Betta unimaculata
Gattung: Betta
Familie: Osphronemidae

Beschreibung

Betta unimaculata, der Schlanke Riesenkampffisch, ist ein schlank gebauter, großwüchsiger Vertreter der Kampffische aus der Familie Osphronemidae mit langgestrecktem Körperprofil. Die Grundfärbung liegt im olivbraun bis braunen Bereich; bei Männchen sind irisierende blau-grüne Glanzschuppen auf Kiemendeckeln und Flanken sichtbar. Der namensgebende Einzelfleck an der Schwanzwurzel ist nicht bei allen Populationen deutlich ausgeprägt. Die Art erreicht ca. 12-13 cm TL. Im Aquarium zeigt B. unimaculata ein relativ ruhiges, zurückhaltendes Schwimmverhalten in der mittleren bis oberen Schwimmzone. Die Tiere nutzen Verstecke im Bereich von Wurzelwerk und Totholz und bleiben in Kontakt zur Wasseroberfläche (Labyrinthorgan). Besonderheit: B. unimaculata ist ein paternaler Maulbrüter. Das Männchen nimmt die Eier nach der Befruchtung ins Maul und trägt sie bis zum Schlupf. Die Art ist ein guter Springer; eine dicht schließende Abdeckung ist notwendig. Populationen aus verschiedenen Einzugsgebieten zeigen Farbunterschiede; Mischhaltung verschiedener Lokalformen sollte vermieden werden.
Sozialverhalten: Paarweise
Temperament: territorial
Verträglichkeit mit Wirbellosen: mittel

Besonderheiten

  • Paternaler Maulbrüter: Männchen tragen Eier/Larven im Maul; extrem stressanfällig während Brutpflege
  • Labyrinthfisch: benötigt Zugang zur Wasseroberfläche zum Luftholen
  • Guter Springer: dicht schließende Abdeckung notwendig
  • Bevorzugt Uferstrukturen mit Falllaub und Totholz; naturnahe Beckengestaltung förderlich
  • Neigt zur Verfettung bei zu üppiger Fütterung
  • Aktiv in mittleren bis oberen Wasserschichten
  • Populationen aus verschiedenen Einzugsgebieten zeigen Farbunterschiede; Mischhaltung vermeiden
  • Zwerggarnelen gefährdet; Schnecken meist toleriert

Vergesellschaftungshinweise

B. unimaculata wird einzeln oder als Harem (ein Männchen, mehrere Weibchen) gehalten; Haremshaltung nur für erfahrene Aquarianer in großen Becken mit genügend Raum, Versteckmöglichkeiten und Sichttrennung. Außerhalb der Brutzeit überwiegend friedlich bis leicht territorial. Während der Brutzeit übernimmt das Männchen als Maulbrüter die Brutpflege und reagiert auf Störungen sehr sensibel; in gestressten Situationen kann es die Brut verschlucken. Das Weibchen kann das Männchen bedrängen und muss ggf. entfernt werden. Zwerggarnelen werden als Beute betrachtet; Junggarnelen sind besonders gefährdet. Schnecken werden meist toleriert. Geeignete Beifische: südostasiatische Arten wie Rasboras (Boraras, Trigonostigma), kleine SEA-Panzerwelse (Akysis, Hara) und friedliche Grundelarten. Keine südamerikanischen Arten (Corydoras). Keine afrikanischen Buntbarsche.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen sind generell größer und schlanker als Weibchen und zeigen intensivere irisierende Blau- und Grüntöne an Kiemendeckeln und Flanken. Die unpaaren Flossen des Männchens sind etwas verlängert und eleganter geformt. Weibchen bleiben gedrungener, sind blasser und tragen häufig zwei dunkle horizontale Längsstreifen. Männchen können bis ca. 12-13 cm TL erreichen; Weibchen bleiben kleiner.
Größe: ca. 12-13 cm TL

Haltungstipps / Pflege

Wasserwerte: Temperatur 21-26 °C, pH 5,0-7,5, GH 1-10 dGH. Weiches bis mittelhartes Wasser. Beckengröße: Mindestens 100 cm Kantenlänge (200 Liter) für ein Paar oder kleinen Harem. Naturnahe Einrichtung mit viel Totholz, verwachsenem Wurzelwerk und ausgedehnten Falllaubschichten. Pflanzen am Rand, überhängende Pflanzen und submerse Holzstrukturen schaffen Schattenzonen. Feiner Sand oder feine Kies-Sand-Mischungen als Substrat. Langsam bis mäßig fließendes Wasser; keine starke Strömung. Dicht schließende Abdeckung notwendig (guter Springer), mit Luftspalt über der Wasseroberfläche (Labyrinthorgan). Regelmäßige Wasserwechsel; Art reagiert empfindlich auf schlechte Wasserqualität. B. unimaculata ist eine Art mit mittlerem Schwierigkeitsgrad für erfahrene Aquarianer.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
pH-Wert
5,0-7,5
Temperatur:
21-26 °C
Beckengröße:
ab 100 cm, 200 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp: Paternaler Maulbrüter mit mittlerem Schwierigkeitsgrad. Dokumentiert, erfordert Erfahrung und ruhige Bedingungen. Zuchtwasserwerte: Temperatur 24-25 °C, pH 5,5-7,0, GH maximal 5 dGH. Weiches Wasser begünstigt den Zuchterfolg. Ruhige Paarhaltung mit geeigneten Verstecken. Konditionierung mit hochwertigem Lebendfutter (Artemia, Mückenlarven). Das Männchen nimmt die Eier nach der Befruchtung ins Maul und trägt sie bis zum Schlupf. Inkubation 10-14 Tage bei 24-25 °C. Das Männchen ist während der Maulbrutpflege extrem stressempfindlich; Störungen können zum Ausspucken oder Verschlucken der Brut führen. Das Weibchen ggf. entfernen. Jungfische sind beim Freischwimmen bereits selbstständig und fressen Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen. Geschlechtsreife ab ca. 6 Monaten.

Ernährung/Futterbedarf

Karnivor. In der Natur überwiegend Insekten und kleine Wirbellose. Im Aquarium: hochwertiges Lebendfutter und Frostfutter wie Artemia-Nauplien, Mückenlarven, Daphnien und Cyclops. Trockenfutter wird meist akzeptiert; manche Exemplare verweigern Pellets. Die Art neigt zur Verfettung bei zu üppiger Fütterung. Kleine, häufige Fütterungen sind vorteilhaft. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Fleischfresser (Carnivore)
Alterserwartung
5 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Betta unimaculata ist endemisch für Borneo, Indonesien. Das Verbreitungsgebiet umfasst das obere Einzugsgebiet des Kayan (Kajan) sowie den Howong-Fluss, der zum Mahakam-Einzugsgebiet in Ost-Kalimantan gehört. Die Art besiedelt klare bis mäßig trübe Fließgewässer und isolierte Höhenpools in Wäldern, häufig mit dichter Randvegetation, Totholz, versunkenen Baumwurzeln und Falllaubzonen. Stark beschattete Biotope mit weichem Wasser und organischen Huminstoffen. Strömung schwach bis mäßig.

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Interessant beschrieben.
Ich halte seit 3 Tagen Betta imbellis, eine 6er Gruppe und suche deshalb Infos in allen Ecken des Indernetzes. Sie scheint da ja ne Art Institution zu sein.
Eigentlich wollte ich ja klären, was für ne Rolle Frau Stanzel auf ihrer gut gemachten Seite (wenn auch mit recht vielen Rechtschreibfehlern, die ich ihr aber vergebe) dazu genau spielt, also ob z.B. geschäftliche Interessen bestehen in Bezug auf Werbung für Produkte, oder sowas. Offenbar ist sie ne recht Betta-kompetente Laiin, wenn man das so sagen kann.
Freundl. Grüße, N. Oppermann.

Hallo Matthias, ja den Eindruck hatte ich auch, besonders die guten Fotos fallen mir auf, aber auch die interessanten fachlichen Beiträge. Ich habe ihren Rat gleich mal beherzigt, und habe das empfohlene Söll Granulat Futter bestellt, was den Bettas zu munden scheint, wenns grad kein Lebendfutter gibt. Ich habe inzwischen etwa 50 Imbellis als Nachwuchs fast großgezogen und versuche nun diese an die Leute zu bringen, nicht einfach. Seit 3 Wochen halte ich nun zusätzlich 6 rote Kampffische, also Betta Rubras, die aber noch nicht brüten, jedenfalls soweit ich sehe. Es sei denn, die 2 derzeit unsichbaren Männchen tun es… Weiterlesen »

Bevor man andere mit Rechtschreibfehler aufmerksam macht sollte man selbst auf dem Text achten (es heißt internet) und nicht indernetz

Danke für die versuchte Retourkutsche, Wer bin ich. ich meinte aber genau das, was iuch sagte: Indernetz. Es war also Absicht, kein Fehler.
J die Dame scheint Ahnung zu haben, denke ich.

Version 2:
Danke für die versuchte Retourkutsche, Robert Lembke?,…ich meinte aber genau das, was ich schrieb: „Indernetz“. Hättst Du nicht gedacht, gelle?
Es war ein versteckter WORT-WITZ.
…Und dein Kommentar scheint mir, nebenbei gesagt, auch reichlich mängelbehaftet, was mich aber nicht weiter stört

Es ist aber doch ein großer Unterschied, ob ich nen Kommentar schreibe, oder ne rechtschreibfehlerübersähte Hompage verfasse, wie Jessica, die tausende lesen, oder findest Du das egal und vergleichbar?
Und sollte man das der Person gegenüber verschweigen, wie etwa eine offene Hose mit der jemand öffentlich rumläuft?
Ich finde nicht.

zuletzt bearbeite 4 Jahre zuvor von NickNolte

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