Caridina multidentata

Deutscher Name: Amano-Garnelen

Bild: Ingo Seidel
Herkunft: Asien, Japan
Farben: Braun, Grau, Transparent
Schwierig: Anfängerfreundlich
Gattung: Caridina
Gruppe: Garnelen

Beschreibung

Caridina multidentata ist ein Vertreter der Garnelen und gehört zur Familie Atyidae. Der gebräuchliche Name lautet Amano-Garnele. Die Art erreicht im Schnitt eine Länge von etwa 5 bis 6 cm. Ihr durchscheinender Panzer zeigt eine blass schieferfarbene Tönung. Die langen, spitzen Scheren fallen deutlich auf. Durchschnittlich bevorzugt sie Wassertemperaturen zwischen 20 und 26 °C. Die meisten Quellen, etwa my-fish.org, betonen, dass es sich um einen robusten, aber gleichzeitig filigranen Organismus handelt. In der Natur lebt Caridina multidentata in Fließgewässern und Bächen Ostasiens. Dort finden sich schattige Bereiche und klare, sauerstoffreiche Wasserzonen. Diese Bedingungen fördern das Wachstum von Biofilmen und Algen, von denen die Garnelen in der Regel Nahrung beziehen. Ihre feinen Antennen dienen der Nahrungsaufnahme und Orientierung in trübenden Strömungen. Ein bemerkenswerter Verhaltensaspekt ist ihre Fähigkeit, sich in Gruppen zu organisieren, was zur Stabilität des Lebensraums beiträgt. Ein weiterer Aspekt ist die seltene Autotomie, bei der sie im Notfall Gliedmaßen abwerfen kann, um Fressfeinden zu entkommen. Im heimischen Aquarium wird die Amano-Garnele vor allem als Algenfresser geschätzt. Geeignet sind Becken mit weichem bis mittelhartem Wasser und moderatem Strömungsgrad. Hier ist es ratsam, Pflanzen und Felsen als Versteckmöglichkeiten anzubieten. Trotz einiger widersprüchlicher Angaben in verschiedenen Quellen, wie etwa bei genauen Temperaturwerten oder Wasserparametern, weist die Art klare Vorzüge auf. Die enge Verbindung zwischen ihren physiologischen Anpassungen und der ökologischen Funktion im Abbau von Algen unterstreicht ihre Bedeutung. Solche Zusammenhänge zeigen, wie dieser kleine Organismus das Gleichgewicht in natürlichen und künstlichen Wassersystemen unterstützt.

Besonderheiten

Caridina multidentata – Amano-Garnelen besitzen besondere Eigenschaften. Das Tier frisst Algen und verbessert so die Wasserqualität in Aquarien. Diese Art hilft, überschüssiges organisches Material auf natürliche Weise zu kontrollieren. Ihr Algenkonsum wirkt wie ein Filter, der das ökologische Gleichgewicht unterstützt. Im Vergleich zu nahen Verwandten zeigt das Tier eine ausgewogene Ernährungsweise. Wissenschaftliche Studien belegen diese Funktion. Einige Details über Anpassungsmechanismen bleiben jedoch unklar und bedürfen weiterer Forschung.

Vergesellschaftungshinweise

Diese kleinen Wirbellosen leben friedlich in Gruppen und benötigen einen artgerechten Lebensraum. Sie fühlen sich in Aquarien mit vielen Pflanzen und Verstecken besonders wohl. Caridina multidentata ist nützlich bei der Algenreduktion und wird in der Aquaristik geschätzt. Sie vertragen sich mit ruhigen Fischen und weiteren kleinen Wirbellosen wie Zwerggarnelen und Schnecken. Aggressive oder stark räuberische Fische sollten vermieden werden, da sie das Tier stressen oder fressen können. Ein gut strukturierter Lebensraum hilft, Risiken zu minimieren und das ökologische Gleichgewicht zu sichern.
Größe: Bis zu 5 cm

Erscheinungsbild

Das Tier zeigt eine schlanke, halbtransparente Körperform mit leicht bräunlichen Tönen. Es besitzt einen verlängerten Schutzpanzer, der als Carapax bezeichnet wird, und einen meist gestreckten Rostrums mit rund 10 scharfen Zähnen. Die durchschnittliche Gesamtlänge beträgt ca. 3,5 cm, wobei der Rostrumsanteil den Blick auf gut ausgeprägte Augen freigibt. Fortsätze an den Krebstasten unterstützen die Nahrungsaufnahme und dienen der Wahrnehmung von Licht und Bewegung. Caridina multidentata weist insgesamt ein charakteristisches, anpassungsfähiges Erscheinungsbild auf, das überzeugt.

Zucht und Fortpflanzung

Viele Wasserbewohner haben eine komplizierte Fortpflanzung. Diese Tiere legen ihre Eier an festen Stellen ab und schützen sie gut. Bei der betrachteten Garnelenart werden befruchtete Eier am Hinterleib festgeklebt. Nach der Eiablage beginnt ein freier Larvenstadium. Die Larven schwimmen frei im Wasser, benötigen aber einen leichten Anstieg des Salzgehalts, bevor sie sich in Jungtiere wandeln. Gemäß my-fish.org ist diese Larvalentwicklung ein kritischer Punkt der Zucht, da sie spezielle Bedingungen erfordert. Die Zuchtbedingungen bedingen klare Wasserparameter. Ein pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 sowie Temperaturen von 20 bis 26 Grad sind wichtig. Weitere Informationen von interaquaristik.de und garnelio.de zeigen, dass sauberes und sauerstoffreiches Wasser hier Grundvoraussetzung ist. Als Futtermittel werden Algen und feine Flockenmaische genutzt, die das Wachstum unterstützen. Auch der Bodengrund spielt eine Rolle, da feine Substrate und viele Versteckmöglichkeiten Stress mindern. Die Tiere durchlaufen mehrere Häutungsvorgänge, bei denen sie ihre harte Schale ablegen, um zu wachsen. Dieses Häutungsverhalten ist typisch für Krebstiere und erfordert Ruhephasen. Ihre Wachstumsstadien erstrecken sich von den Larven über mehrere juvenile Phasen bis zum Erwachsenenstadium. Im Aquarium zeigen sie ein aktives Grasen und stetige Futtersuche. Sie klettern gern an Pflanzen empor und verstecken sich in kleinen Spalten. Dieses Verhalten spiegelt den natürlichen Lebenszyklus wider, in dem spezialisierte Zuchtbedingungen, Häutung und Nahrungssuche eng verknüpft sind. Caridina multidentata, die Amano-Garnele, ist daher ein Beispiel für die komplexe Verbindung zwischen Umweltparametern und tierischem Verhalten.
Beckengröße:
Mindestens 60 Liter, idealerweise mit vielen Versteckmöglichkeiten, ausreichend Schwimmraum und einer leichten Strömung.
Wasserhärte: weich
PH-wert
6,5-7,5
Temperatur:
18-28 °C
Alterserwartung
1–2 Jahre

Ernährung/Futterbedarf

Diese Garnelen ernähren sich vorwiegend von Algen und kleinen Futterbröseln, die als tägliche Kost dienen. Mehrmals pro Woche erhalten sie kleine Portionen, die der artgerechten Ernährung entsprechen. Frisches Gemüse wie Spinat oder Zucchini wird als Ergänzung angeboten und enthält hilfreiche Vitamine. Gelegentliche Calcium-Zusätze unterstützen den Aufbau der Schale, während sie Futter meist aktiv vom Beckenboden aufnehmen.

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