Cherax destructor albidus
Beschreibung
Cherax destructor albidus ist ein großer Flusskrebs aus Südostaustralien. Ausgewachsen wird er 15 bis 25 cm groß. Die Unterart albidus zeigt eine helle, weißlich-blaue Färbung. Das Becken muss mindestens 150 Liter fassen, ausbruchsicher abgedeckt sein und zahlreiche Verstecke wie Höhlen und Tonröhren bieten. Cherax ist territorial und kann Artgenossen, Garnelen und langsame Fische verletzen. Einzelhaltung oder Paarhaltung in großem Becken empfohlen. Als Allesfresser frisst er Herbstlaub, Gemüse, Frostfutter und Krebsfutter. Pflanzen werden oft gefressen oder ausgegraben. Calcium in Form von Sepiaschale ist für den Panzeraufbau unverzichtbar. Die Fortpflanzung erfolgt im Süßwasser mit direkter Entwicklung. Kupferhaltige Medikamente sind tödlich. Die Lebenserwartung liegt bei 3 bis 6 Jahre.
Besonderheiten
- Cherax: australisch-neuguineischer Flusskrebs, oft mit auffälliger Färbung
- Territorial – Einzelhaltung oder Paar in großem Becken
- Ausbruchskünstler – Becken muss absolut dicht verschlossen sein
- Frisst und zerstört Pflanzen – KEIN Pflanzenaquarium
- Direkte Entwicklung im Süßwasser (kein Brackwasser nötig)
- Kupferempfindlich – keine kupferhaltigen Medikamente verwenden
- Calcium zwingend nötig (Sepiaschale dauerhaft anbieten)
- Empfindlich während der Häutung – Verstecke sind lebenswichtig
- Seit dem 7. August 2025 steht Cherax destructor auf der EU-Unionsliste invasiver Arten (Durchführungsverordnung (EU) 2025/1422). Haltung, Zucht, Abgabe, Verkauf und Freisetzung sind seitdem verboten. Vor der Listung privat erworbene Tiere dürfen unter Auflagen bis zum natürlichen Tod weitergepflegt werden, eine Vermehrung ist unzulässig
Vergesellschaftungshinweise
Territorial! NICHT mit Garnelen, langsamen Bodenfischen (Panzerwelse, Schmerlen) oder anderen Krebsen vergesellschaften. Am besten einzeln oder als Paar in großem Becken mit vielen Sichtbarrieren. Kann Pflanzen zerstören und grabt im Bodengrund.
Erscheinungsbild
Flusskrebs, 15 bis 25 cm Körperlänge. Kräftiger Körperbau mit großen Scheren. Männchen haben größere Scheren und schmaleren Schwanzfächer. Weibchen besitzen breitere Schwanzklappe zum Eiertragen.
Zucht und Fortpflanzung
Fortpflanzung im Süßwasser. Weibchen trägt 50 bis 200 Eier (artabhängig) unter dem Schwanz. Direkte Entwicklung – Miniaturkrebse schlüpfen nach 4 bis 8 Wochen bei der Mutter. Erst nach einigen Tagen werden die Jungtiere selbstständig. Geschlechtsreif nach 6 bis 12 Monaten.
Ernährung/Futterbedarf
Allesfresser und GelegenheitsRäuber. Frisst Herbstlaub (Eiche, Buche, Walnuss), Gemüse (Gurke, Zucchini, Karotte), Frostfutter, Krebsfutter, abgestorbene Pflanzen und kleine Wirbellose. Frisst und zerstört häufig lebende Pflanzen. Calcium zwingend nötig – Sepiaschale oder Mineralblöcke dauerhaft anbieten.