Chalinochromis brichardi

Deutscher Name: Chalinochromis brichardi

Quelle: Aquarium Glaser
Herkunft:
Ostafrika
Farben:
blau, gelb, schwarz
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Chalinochromis brichardi
Gattung: Chalinochromis
Familie: Cichlidae

Beschreibung

Chalinochromis brichardi ist ein kompakt gebauter Tanganjikasee-Cichlide mit gedrungenem Koerperbau und deutlicher Lateralkompression. Die Grundfaerbung reicht von hellbeige bis graeulich, ueberzogen mit markanten, dunklen Kopfstreifen, die als dunkle Maske durch das Auge verlaufen. Flossenraender zeigen oft blaeuliche oder gelbliche Toenungen. Im Aquarium nutzt C. brichardi bevorzugt die mittlere bis untere Schwimmzone und haelt sich haeufig nahe Felsaufbauten, Hoehlen und Spalten auf. Die Art ist paarbildend und bildet starke Reviere. Besonderheiten sind die starke Bindung an felsige Strukturen und die Neigung, enge Spalten und Hoehlen als Brutplaetze zu waehlen.
Sozialverhalten: Paarweise
Temperament: territorial
Verträglichkeit mit Wirbellosen: mittel

Besonderheiten

  • Streng felsgebundene Habitatansprueche: bevorzugt Spalten, Hoehlen und Geroell
  • Paarbildend und stark revierbildend, mit intensiver Brutpflege
  • Haftlaicher (substrat-/hoehlenbruetend), kein Maulbrueter
  • Junggarnelen gefaehrdet; adulte Garnelen meist unproblematisch
  • Geringes Sprungrisiko, dennoch Abdeckung empfohlen
  • Endemisch im Tanganjikasee

Vergesellschaftungshinweise

Das Temperament differenziert sich deutlich zwischen Normalzustand und Brutzeit. Ausserhalb der Brutzeit sind die Tiere vergleichsweise gelassen. In der Brutzeit steigt die Aggressivitaet stark an: Brutpaare verteidigen ihren Laichplatz vehement. Junggarnelen sind gefaehrdet, adulte Garnelen werden meist toleriert. Schnecken werden ueberwiegend akzeptiert. Empfohlene Beifische: andere Rift-See-Cichliden aehnlicher Groesse und robuste Synodontis-Arten. Zu vermeiden: Corydoras, Otocinclus, Ancistrus, Neocaridina, Paracheirodon, Apistogramma (inkompatible Wasserchemie).

Geschlechtsdimorphismus

Das sichere Unterscheiden der Geschlechter ist nicht einfach. Maennchen koennen etwas groesser werden und bei manchen Individuen einen leichten Stirnbuckel ausbilden. Weibchen erscheinen zur Laichzeit fuelliger. Sichere Geschlechtsbestimmung haeufig nur anhand der Genitalpapille oder Verhaltensbeobachtung.
Größe: bis 12 cm TL

Haltungstipps / Pflege

Wasserwerte: Temperatur 23 bis 28 Grad Celsius (Optimum 24 bis 27 Grad Celsius), pH 8,0 bis 9,0, GH 10 bis 20 dGH. Mindestens 160 Liter fuer ein Paar im Artenbecken. Ausgedehnter Felsaufbau mit vielen Spalten, Hoehlen und flachen Steinplatten. Feiner Sand als Substrat. Maessige Stroemung. Gute Filterung und regelmaessige Wasserwechsel fuer stabile alkalische Verhaeltnisse. Sprungrisiko: gering.
Wasserhärte:
mittel bis hart
pH-Wert
8,0-9,0
Temperatur:
23-28 °C
Beckengröße:
ab 80cm, 112 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Haftlaicher, Mittel. Gut dokumentiert. Die Art legt ihre Eier in Felsspalten oder unter Steinen ab. Beide Elternteile sind an der Brutpflege beteiligt. Zucht-Wasserwerte: 26 bis 27 Grad Celsius, pH 8,2 bis 9,0. Gelegegroesse: bis zu 120 Eier. Aufzucht mit Artemia-Nauplien und feinem Staubfutter. Intensive Brutpflege durch die Eltern dauert etwa vier Wochen. Konditionierung: hochwertiges Lebend- und Frostfutter (Mysis, Artemia, Krill).

Ernährung/Futterbedarf

Karnivor/insektivor. In der Natur hauptsaechlich Wirbellose aus dem Bioaufwuchs auf Felsen. Im Aquarium: Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Mysis, Krill, Cyclops und Mueckenlarven. Ergaenzend hochwertiges Granulat und Flockenfutter. Rote Mueckenlarven nur sparsam. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Fleischfresser (Carnivore)
Alterserwartung
5 bis 8 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Chalinochromis brichardi ist endemisch im Tanganjikasee (Ostafrika: Burundi, DR Kongo, Tansania, Sambia) und bewohnt dort ueberwiegend die felsigen Kuestenabschnitte. Das Habitat besteht aus dichtem Felssubstrat mit vielen Spalten, Hoehlen und Geroellfeldern. Das Wasser ist klar und gut mit Sauerstoff versorgt.

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