Clithon oualanensis

Deutscher Name: Zwergdiamant Schnecke

Quelle: www.wirbelloseandmore.de
Herkunft: Indonesien, Malaysia, Philippinen, Südostasien
Farben: Gold, Schwarz
Schwierig: Anfängerfreundlich
Gattung: Clithon
Gruppe: Schnecken

Beschreibung

Clithon oualanensis gehört zur Familie der Neritidae und wird oft als Zwergdiamant Schnecke bezeichnet. Die Art weist eine robuste, meist rundliche Schale mit einem glänzenden, oft schillernden Muster auf. Im Durchschnitt erreicht die Schale einen Durchmesser von ca. 2 cm. Die Oberfläche zeigt oft feine Linien und unregelmäßige Farbschattierungen, die im Licht metallisch wirken. Diese äußere Form bietet Schutz vor Fressfeinden und minimiert den Wasserverlust. Die natürliche Verbreitung dieser Schnecke erstreckt sich über tropische Flussläufe und Küstengebiete in Südost-Asien. In diesen Gebieten herrschen im Mittel Temperaturen von 24 bis 28 Grad Celsius und ein dicht bewachsener Uferraum, der reich an Algen und Detritus ist. Clithon oualanensis besiedelt meist das Substrat von Flussufern, wo sie sich an Steinen und Wurzeln festsetzt. Dies wird als epibenthische Lebensweise bezeichnet. Es gibt Unsicherheiten in den Quellen bezüglich der genauen Salzgehalte, da manche Fundorte in Brackwasserbereichen liegen. Die Schnecke zeigt besondere Anpassungen an wechselnde Umweltbedingungen. Sie besitzt einen kräftigen Fuß, der ein schnelles Kriechen über rutschige Oberflächen ermöglicht. Zudem kann sie bei drohendem Austrocknen in ihre Schale zurückziehen, um Feuchtigkeitsverluste zu minimieren. Diese Verhaltensweisen sichern ihr Überleben in dynamischen Lebensräumen. Im Aquarium eignen sich ähnliche Bedingungen wie in der Natur. Eine Wassertemperatur um 26 Grad Celsius, eine gut bepflanzte Anlage mit Steinen und einer leichten Brackwasserkomponente fördern ihre Aktivität. Trotz guter Quellenlage existieren teils widersprüchliche Angaben zu exakten Temperatur- und Salzgrenzwerten, weshalb weitere Studien zu dieser Art nötig sind.

Besonderheiten

Clithon oualanensis, bekannt als Zwergdiamant Schnecke, zeigt außergewöhnliche Eigenschaften. Das Tier besitzt eine robuste Kalkschale mit markanter Marmorierung. Diese besondere Schalenstruktur dient als Schutz vor Fressfeinden und erleichtert das Verstecken in dichtem Algenbewuchs. Die Art ist zudem ein effektiver Algenreduzierer, was das ökologische Gleichgewicht in Becken unterstützt. Im Vergleich zu verwandten Gruppen zeigt sie eine bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit an wechselnde Wasserbedingungen. Dennoch bestehen noch Forschungslücken zu Details ihrer Fortpflanzung und Lebensweise, die weitere Studien erfordern.

Vergesellschaftungshinweise

Dieses Tier passt oft gut in ein Gemeinschaftsaquarium. Es verträgt sich meist mit kleinen, friedlichen Fischen und anderen Wirbellosen. Die Zwergdiamant Schnecke, Clithon oualanensis, hilft bei der Algenbekämpfung und fördert das Gleichgewicht im Becken. Am besten lebt sie in Gruppen, um sich wohlzufühlen. Größere oder aggressive Fische können sie jedoch als Beute betrachten. Passende Tankpartner sind kleine Garnelen und unauffällige Krebse. Eine behutsame Einrichtung mit vielen Verstecken verhindert Konflikte und bietet Schutz vor unerwünschtem Beißverhalten.
Größe: Bis zu 1,5 cm

Erscheinungsbild

Die Schale dieses Tieres ist etwa 15 Millimeter groß. Sie zeigt einen abgeflachten, geringen Spiralstock und eine ovale Form. Die Oberfläche weist feine, spiralförmige Riffelungen auf, die an fossile Strukturen erinnern. Farblich dominiert ein dunkler Grundton, auf dem helle, diamantförmige Flecken verteilt sind. Clithon oualanensis zeigt prägnante Muster, die als verlässlicher Identifikationspunkt gelten. Die Augen sitzen an kurzen Fühlern und wirken reduziert und unaufdringlich.

Zucht und Fortpflanzung

Die Tiere legen Eier an festen Oberflächen ab. Sie legen kleine, schalenartige Eier ab, die den Nachwuchs schützen. Die Entwicklung verläuft ohne freie Larvenphase. Junge schlüpfen direkt aus den Eiern, wenn sie reif sind. Clithon oualanensis zeigt damit eine direkte Entwicklung ohne Zwischenschritt. Die Tiere brauchen klares und hartes Wasser. Dabei sollte der pH-Wert zwischen 7 und 8 liegen und die Temperatur ideal zwischen 22 und 26 Grad betragen. Als Futter nehmen sie Algen und Biofilm, der sich auf Felsen und Pflanzen bildet. Ein glattes Substrat ist wichtig, damit sie sich unbeschadet bewegen können. Anders als Krebstiere häuten sie sich nicht. Ihre Schale wächst stetig mit ihnen, ohne dass sie alte Teile abwerfen. Junge beginnen mit einer kleinen, aber voll ausgebildeten Schale. Durch fortlaufenden Schalenaufbau und konstante Nahrungsaufnahme vergrößern sie sich langsam. Ein stabiles Umfeld fördert diesen Wachstumsvorgang. Im Aquarium kriechen sie auf Oberflächen und suchen Futter auf den Dekorationsobjekten. Sie klettern auf Steine und Pflanzen, wo sich Algen angesiedelt haben. Dabei suchen sie auch schattige Plätze, um sich vor Helligkeit zu schützen. Dieses Verhalten hilft ihnen, Stress zu vermeiden und das Futter besser zu nutzen. Die beschriebenen Aspekte hängen eng zusammen. Stabile Wasserwerte und passendes Futter sind wichtig für ein gutes Wachstum und natürliche Verhaltensweisen. Clithon oualanensis benötigt so ein Umfeld, das seiner natürlichen Lebensweise nahekommt und ihnen eine gesunde Entwicklung ermöglicht.
Beckengröße:
Mindestens 50 Liter, idealerweise mit vielen Versteckmöglichkeiten.
Wasserhärte: mittelhart
PH-wert
7,0-8,0
Temperatur:
24-28 °C
Alterserwartung
Zurzeit haben wir keine weiteren Informationen zur Lebenserwartung dieses Tiers.

Ernährung/Futterbedarf

Diese Schnecke wird regelmäßig mit kleinen Portionen Biofilm, Algen und pflanzlichen Resten gefüttert. Frisches Blattgemüse wie Salat, Spinat oder Zucchini ergänzt die Nahrung, während Calcium-Präparate den Schalenbau fördern. In Aquarien kratzen die Tiere ihre Nahrung ab und fressen behutsam von Futterresten.

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