Colisa cf. fasciata

Deutscher Name: Bändergourami

Quelle: Aquarium Glaser
Herkunft:
Indien, Südostasien
Farben:
blau, gelb, grün
Schwierigkeit:
Einfach (Fortgeschrittene Anfänger)
Art: Colisa fasciata
Gattung: Colisa
Familie: Osphronemidae

Beschreibung

Colisa cf. fasciata gehört zur Klasse der Knochenfische und ist Teil der Familie Osphronemidae (Labyrinthfische). Der Fisch misst im Schnitt etwa 10 bis 12 cm und zeigt einen seitlich leicht komprimierten Körper mit eleganten Formen. Er weist ein markantes, bandiges Muster mit hellen und dunklen Längsbändern auf, wobei die Flossen oft rötliche bis orangefarbene Töne aufweisen, die bei guter Beleuchtung leuchtend erscheinen. Männchen präsentieren sich deutlich intensiver gefärbt als Weibchen. In der Natur lebt er in flachen, lauwarmen Gewässern mit dichter Wasserpflanzenvegetation und Schilfrohr. Dort sind die Gewässer meist weich, leicht sauer und ruhig mit moderaten Strömungen. Der Fisch zeigt ausgeprägtes territoriales Verhalten, vor allem die Männchen verteidigen während der Fortpflanzungszeit ihr Revier. Er besitzt ein Labyrinthorgan, das ihm das Atmen von Luftsauerstoff an der Wasseroberfläche ermöglicht. Männchen bauen charakteristische Blasennester an der Wasseroberfläche, um ihre Eier zu schützen und die Jungtiere zu betreuen. Im Aquarium sind dichte Bepflanzungen, Versteckmöglichkeiten und eine Wassertemperatur von etwa 24 bis 28 °C wichtig. Die Haltung erfordert stabile Wasserwerte, eine sanfte Filterung und ruhige Bedingungen, damit sich die Tiere gut entwickeln können.

Sozialverhalten: Paarweise
Temperament: territorial
Verträglichkeit mit Wirbellosen: gut

Besonderheiten

Colisa cf. fasciata besticht durch schimmernde Schuppen, ein filigranes Streifenmuster in Blau-, Gelb- und Grüntönen sowie elegant geschwungene Flossen mit rötlichen bis orangefarbenen Akzenten. Als Labyrinthfisch zeigt er die Fähigkeit, Luftsauerstoff an der Wasseroberfläche zu atmen. Das Männchen baut charakteristische Blasennester zur Brutpflege. Seine Haltung erfordert behutsame Pflege, stabile Wasserwerte und ein etabliertes Paar ohne Stress durch Artgenossen. Seine territoriale Natur während der Fortpflanzung macht ihn zu einem faszinierenden Aquarienbewohner.

Vergesellschaftungshinweise

Colisa cf. fasciata, auch als Gestreifter Fadenfisch im Handel bekannt, zeigt außerhalb der Fortpflanzungszeit friedliches Verhalten, wird aber während der Paarungszeit deutlich territorial. Für die Aquarienhaltung empfiehlt sich die Vergesellschaftung als etabliertes Paar (1 Männchen + 1 Weibchen), da Gruppenhaltung oder Einzelhaltung zu Stress und Verhaltensproblemen führen kann. Bei ausreichend großem Becken (120 cm+) kann auch 1 Männchen mit 2-3 Weibchen probiert werden, allerdings birgt dies ein erhöhtes Stressrisiko. Geeignete Beckenpartner sind ruhige, nicht zu kleine Schwarmfische wie Keilfleckbärblinge, Glühlichtsalmler oder ähnliche Arten sowie friedliche Bodenbewohner wie Panzerwelse oder Schmerlen. Zu vermeiden sind sehr kleine Beutefische (unter 3 cm), die als Nahrung angesehen werden könnten, sowie aggressive oder sehr lebhafte Arten wie große Buntbarsche oder Barben, die den Gestreiften Fadenfisch stressen könnten. Auch langflossige Fische wie Guppys oder Kampffische sind ungeeignet, da es zu Flossenzupfen und Konkurrenzverhalten kommen kann. Während der Fortpflanzungszeit sollten andere Fische aus dem Becken entfernt werden, um die Brutpflege nicht zu stören.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen zeigen eine deutlich intensivere Färbung mit leuchtend roten bis orangefarbenen Flossen, die zudem länger und ornamentiert wirken. Weibchen wirken hingegen insgesamt blasser gefärbt und weisen kürzere, rundlichere Flossen auf. Weibchen können zudem einen rundlicheren Bauch aufweisen, besonders während der Laichzeit.

Größe: Männchen: bis zu 12 cm, Weibchen: 10-12 cm

Haltungstipps / Pflege

Colisa cf. fasciata benötigt ein behutsam eingerichtetes Aquarium von mindestens 120 Litern für ein etabliertes Paar, das mit üppigen, natürlichen Pflanzen, Wurzeln, Steinen und weiteren Versteckmöglichkeiten ausgestattet wird, um Rückzugsräume zu schaffen und den natürlichen Bedürfnissen des Fisches gerecht zu werden. Eine sanfte, nicht zu starke Filterung (z. B. mit Schwammfilter oder reduzierter Durchflussrate) ist wichtig, da starke Strömungen den Stress erhöhen. Regelmäßige Teilwasserwechsel von etwa 25–30 % pro Woche, unterstützt durch einen leistungsfähigen Filter, sichern stabile Wasserparameter und reduzieren Schadstoffkonzentrationen wie Ammoniak und Nitrit. Eine konstante Wassertemperatur von 24 bis 28 °C sowie ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert (6,0–7,5) bieten die optimale Umgebung. Zur Fütterung empfiehlt sich der Einsatz von hochwertigem Flocken- oder Granulatfutter, ergänzt durch regelmäßiges Lebend- oder Frostfutter (2–3-mal pro Woche), wobei mehrmals täglich in kleinen Portionen gefüttert werden sollte, um Überfütterung zu vermeiden. Die regelmäßige Reinigung des Aquariums mithilfe eines Bodengrundabsaugers und das behutsame Reinigen der Dekoration sind essenziell, um organische Rückstände zu entfernen, ohne das ökologische Gleichgewicht zu stören. Kontinuierliche Beobachtung des Verhaltens und regelmäßige Wassertests helfen, frühzeitig auf Anzeichen von Stress oder Krankheit zu reagieren und so eine artgerechte Pflege und langfristige Gesundheit von Colisa cf. fasciata sicherzustellen.

Wasserhärte:
weich bis mittelhart
PH-wert
6,0-7,5
Temperatur:
24-28 °C
Beckengröße:
80-100 cm Breite und mindestens 120 Liter für ein stabiles Paar

Zucht und Fortpflanzung

Colisa – Züchter sollten beim ausgewählten Exemplar, Colisa cf. fasciata, auf eine stabil temperierte Umgebung mit konstanten Wassertemperaturen zwischen 24 und 28 °C und einem leicht sauren bis neutralen pH-Wert achten, da diese Bedingungen entscheidend für eine erfolgreiche Fortpflanzung sind. Die Zucht erfordert ein gut bepflanztes Aquarium mit zahlreichen Versteckmöglichkeiten, um Stress abzubauen und territoriales Verhalten zu minimieren. Während der Paarungsphase zeigt das Tier ein ausgeprägtes Balzverhalten, bei dem das Männchen durch intensive Farbintensität und auffällige Flossen seine Partnerin anlockt. Es baut ein Nest aus Pflanzenfasern, in dem die Eier abgelegt werden; nach einer Inkubationszeit von einigen Tagen, abhängig von der Wassertemperatur, schlüpfen die Jungtiere. Die Aufzucht erfolgt idealerweise in einem separaten Aufzuchtbecken, in dem eine feine Fütterung und sorgfältige Wasserwertkontrolle eine hohe Überlebensrate der Brunnen sicherstellen. Besonders hervorzuheben ist, dass beim Laich eine spezielle Brutpflege stattfindet, bei der das Männchen oft den Großteil der Verantwortung übernimmt, was im Vergleich zu anderen Zierfischen eine besondere Herausforderung und zugleich Chance für Züchter darstellt.

Ernährung/Futterbedarf

Diese Art ist ein typischer Omnivor, der sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung benötigt, da eine reine Pflanzenkost zu Mangelerscheinungen und eine ausschließliche Fleischkost zu Verdauungsproblemen führen kann; in der Natur werden unter anderem kleine Krebstiere wie Daphnien sowie Insektenlarven gefressen, während auch pflanzliche Bestandteile wie Algen aufgenommen werden. Im Aquarium sollte hochwertiges Flocken- oder Granulatfutter etwa 70–80 % der täglichen Ration ausmachen, ergänzt durch abwechslungsreiche Gaben von Lebend- oder Frostfutter wie Artemia und rote Mückenlarven sowie gelegentlich blanchiertes Gemüse wie Zucchini oder Spinat, wobei diese Ergänzungen idealerweise 2- bis 3-mal pro Woche angeboten werden. Die Fütterung erfolgt optimal 2- bis 3-mal täglich in Portionen, die innerhalb von 3 Minuten vollständig aufgenommen werden, wobei Futterreste stets zeitnah zu entfernen sind, da diese Art zu Überfressen neigt und daher eine kontrollierte Portionierung unerlässlich ist.

Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
Im Aquarium können Colisa fasciata 5–8 Jahre alt werden, bei optimalen Bedingungen auch länger.

Natürlicher Lebensraum

Colisa cf. fasciata ist in tropischen bis subtropischen Süßwasserhabitaten beheimatet, vorwiegend in langsam fließenden, vegetationsreichen Gewässern wie Gräben, Flussarmen, Teichen und kleineren Sümpfen. In diesen natürlichen Lebensräumen herrschen meist weiche, leicht saure bis neutrale Wasserparameter mit Temperaturen zwischen etwa 24 und 28 °C vor, wobei ein moderater Sauerstoffgehalt, teils bedingt durch dichte Wasserpflanzenvegetation, typisch ist. Die Umgebung ist häufig von dichtem Uferbewuchs, organischem Schlick und reichlich Versteckmöglichkeiten geprägt, was ein stabiles Ökosystem mit vielfältiger Mikrofauna unterstützt und den Ansprüchen dieses Zierfischs in der Natur gerecht wird.

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