Corydoras aff. acutus (C 24)

Deutscher Name: Spitzkopf-Panzerwels

Quelle: aqua-global - Dr. Jander & Co. OHG
Herkunft:
Brasilien, Südamerika
Farben:
schwarz, silber, weiß
Schwierigkeit:
Einfach (Fortgeschrittene Anfänger)
Art: Corydoras acutus
Gattung: Corydoras
Familie: Callichthyidae

Beschreibung

Der Spitzkopf-Panzerwels ist ein gedrungen gebauter Bodenbewohner aus der Familie der Panzer- und Schwielenwelse (Callichthyidae). Die Art zeigt eine beige bis hellbraune Grundfärbung mit einem netzartigen, hellbraun-grauen Rumpfmuster und einem sehr markanten, tiefschwarzen Fleck im oberen Teil der Rückenflosse (Dorsale), der ihm den englischen Namen Blacktop Cory eingebracht hat. Die Körperflanken zeigen oft eine feine, dunkle Sprenkelung oder einen zarten Längsstreifen. Kopf und Schnauze sind etwas heller, der Bauch ist hell. Jungtiere zeigen oft ein kontrastreicheres Muster, während adulte Tiere breiter im Körperprofil wirken. Die Art lebt demersal und ist an weiche Substrate und Blattstreu angepasst. Auffällig sind die kurzen Barteln und die robuste Panzerung der Flanken. In Gruppen ab sechs Tieren zeigt der Spitzkopf-Panzerwels mehr Selbstvertrauen und ist häufiger im Freien sichtbar.
Sozialverhalten: Schwarm
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: gut

Besonderheiten

Corydoras aff. acutus ist ein typischer Gründler, der seine Barteln aktiv zur Nahrungssuche im Substrat einsetzt. Die Art nimmt gelegentlich Oberflächenluft zur Darmatmung auf und kehrt dann zum Bodengrund zurück. Sie bevorzugt feinen Sand oder sehr feinen Kies sowie Verstecke wie Moospolster und Blattstreu. Die C-Nummer C 24 dient der Zuordnung dieser noch nicht eindeutig bestimmten Art innerhalb der Gattung Corydoras. Der Spitzkopf-Panzerwels ist weitgehend verträglich mit Wirbellosen, wobei sehr kleine Junggarnelen gelegentlich gefressen werden können.

Vergesellschaftungshinweise

Der Spitzkopf-Panzerwels ist ein scharenbildender, friedlicher Bodenfisch, der in Gruppen von mindestens sechs Tieren, besser acht bis zehn, gehalten werden sollte. Die Art zeigt ein ruhiges, zurückhaltendes Temperament ohne territoriales Verhalten und eignet sich gut für ruhige Gemeinschaftsbecken. Geeignete Beifische sind kleine Salmler, Zwergbärblinge oder andere friedliche Corydoras-Arten. Stark territoriale oder große räuberische Fische sind ungeeignet, da diese den Spitzkopf-Panzerwels stressen oder verletzen können. Offene Schwimmbereiche sowie ausreichende Deckung durch Wurzeln, Moospolster und Pflanzen werden geschätzt.

Geschlechtsdimorphismus

Weibchen werden tendenziell etwas größer und breiter im Bauchbereich als Männchen, besonders wenn sie trächtig sind. Männchen bleiben schlanker und stromlinienförmiger. Die Geschlechtsreife tritt meist ab etwa zehn Monaten ein.
Größe: Männchen: bis 6,5 cm, Weibchen: bis 7 cm (Weibchen werden größer und fülliger)

Haltungstipps / Pflege

Für die Haltung des Spitzkopf-Panzerwelses empfiehlt sich ein artenverträgliches Gesellschaftsbecken mit feinem Sand oder sehr feinem Kies als Substrat, da scharfkantige Böden die empfindlichen Barteln verletzen können. Reichlich Versteckmöglichkeiten durch Moospolster, Laubstreu, Wurzeln und Pflanzen schaffen eine naturnahe Umgebung. Als Schwarmfisch benötigt die Art eine Gruppe von mindestens sechs Tieren, ideal sind acht bis zehn. Regelmäßige, sorgfältige Wasserwechsel von 20 bis 30 Prozent wöchentlich sind wichtig, da die Art empfindlich auf schlechte Wasserqualität reagiert. Die Wassertemperatur sollte zwischen 22 und 28 Grad Celsius liegen, der pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5, die Gesamthärte zwischen 2 und 12 Grad dGH. Eine gute Filterung mit mäßiger Strömung wird bevorzugt.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
PH-wert
6,0-7,5
Temperatur:
22–28 °C
Beckengröße:
Mindestens 100 cm Kantenlänge und 122 Liter, artgerecht empfohlen ab 100 cm Kantenlänge und 160 Liter. Gruppe ab 6 Tieren empfohlen, ideal sind 8 bis 10 Tiere.

Zucht und Fortpflanzung

Der Spitzkopf-Panzerwels ist ein Substratlaicher mit mittlerer Zuchtschwierigkeit und wird gelegentlich erfolgreich nachgezüchtet. Zur Konditionierung werden die Zuchttiere zwei bis drei Wochen intensiv mit eiweißreicher Nahrung gefüttert, darunter lebende und gefrorene Wirbellose wie Mückenlarven, Artemia, Daphnien und Grindalwürmer. Mehrere kleine Fütterungen pro Tag verbessern die Kondition der Tiere. Eine Zuchtgruppe mit Männchenüberschuss von zwei bis drei Männchen pro Weibchen hat sich bewährt. Als Zuchtauslöser dienen große Wasserwechsel von 40 bis 60 Prozent mit weicherem Wasser, das etwa zwei bis vier Grad kühler ist als das Beckenwasser und die Temperatur auf etwa 22 bis 24 Grad Celsius senkt. Gleichzeitig werden Belüftung und Strömung erhöht, um Regenzeit zu simulieren. Dieser Vorgang wird über ein bis drei Tage wiederholt, bis das typische T-Position-Paarungsverhalten sichtbar wird. Hierbei stimuliert das Weibchen das Männchen zur Spermaabgabe und fängt die Eier in einer Tasche aus ihren Bauchflossen auf, wo sie befruchtet werden. Die Weibchen kleben die Eier einzeln an glatte Flächen wie Glas, Moospolster oder Pflanzen, bis insgesamt etwa 80 bis 120 Eier abgelegt sind. Da keine Brutpflege stattfindet und die Eltern die Eier fressen können, sollten die Eier in ein separates Aufzuchtbecken überführt werden. Die Inkubationszeit beträgt drei bis vier Tage bei etwa 25 bis 26 Grad Celsius. Die Jungfische sind nach etwa fünf bis sieben Tagen frei schwimmend und benötigen zunächst Infusorien oder sehr feines Pulverfutter, danach frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien und Mikrowürmer. Sauberes, gut belüftetes Wasser und häufige kleine Wasserwechsel sind für eine erfolgreiche Aufzucht wichtig.

Ernährung/Futterbedarf

Der Spitzkopf-Panzerwels ist ein Allesfresser mit fleischbetonter Ernährung und starkem Fokus auf tierische Bodenorganismen. Im Aquarium nimmt er sinkende Tabletten und Granulate sowie lebende und gefrorene Wirbellose wie Mückenlarven, Artemia, Daphnien, Tubifex und Grindalwürmer an. Auch feines Flockenfutter, das zum Boden sinkt, wird akzeptiert. Häufige kleine Fütterungen und sinkendes Futter sind empfehlenswert. Die Art sollte nicht ausschließlich auf Futterreste anderer Aquarienbewohner angewiesen sein.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
8–10 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Der Spitzkopf-Panzerwels stammt aus dem oberen Amazonasbecken in Nord-Peru und Ecuador, insbesondere aus dem Einzugsgebiet des Río Ampiyacu und zugehöriger Nebenflüsse. Die Art bewohnt demersale Zonen in kleinen bis mittleren Flüssen und randlichen Bereichen größerer Flussläufe. Das Substrat besteht überwiegend aus feinem Sand und weichen Sedimenten mit Blattstreu und Detritus. Die Strömung ist langsam bis mäßig. Mit Beginn der Regenzeit treten kühlere, weichere Zuflüsse auf, die vermehrt Laichaktivität auslösen.

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