Crossocheilus reticulatus
Beschreibung
Der Netz-Pinselalgenfresser (Crossocheilus reticulatus) ist ein schlank gebauter, stromlinienförmiger Aufwuchsfresser mit silbrig-grauer bis olivbrauner Grundfärbung und einem netzartigen Schuppenmuster aus dunkel umrandeten Schuppen. Ein dunkler Fleck an der Schwanzwurzel ergänzt die Zeichnung. Die Art erreicht bis zu 17 cm.
Im Aquarium zeigt die Art sehr aktives, schwarmorientiertes Verhalten mit bodennaher Suche nach Algen und Aufwuchs. Das spezialisierte Maul ermöglicht effektives Abschaben hartnäckiger Algenbeläge. Die Art bevorzugt kühleres Wasser (16–24 °C) und benötigt deutliche Strömung.
Besonderheiten
- Netzmuster aus dunkel umrandeten Schuppen
- Spezialisiertes Maul zum Abschaben von Pinselalgen
- Benötigt kühleres Wasser (16–24 °C) und starke Strömung
- Hoher Bewegungsdrang, mindestens 180 cm Beckenlänge
- Intolerant gegenüber organischen Belastungen
- Junggarnelen können gefährdet sein
Vergesellschaftungshinweise
Ausgeprägter Schwarmfisch, mindestens sechs Tiere. Friedlich und lebhaft. In einer Gruppe ausgeglichenes Sozialverhalten. Schnecken werden toleriert, Junggarnelen können gefährdet sein.
Geeignete Beifische: friedliche südostasiatische Schwarmfische und mittelgroße Barben. Große räuberische oder aggressive Arten vermeiden.
Geschlechtsdimorphismus
Schwach ausgeprägt. Weibchen im Adultstadium fülliger und robuster, besonders bei Laichbereitschaft. Männchen schlanker und stromlinienförmiger.
Haltungstipps / Pflege
Wasserwerte: 16–24 °C, pH 6,0–7,5, GH 1–12 °dGH. Kühleres bis gemäßigtes Wasser bevorzugt. Mindestens 180 cm Kantenlänge (ca. 370 L). Deutliche Strömung (4–5x Beckenvolumen/Stunde). Kies und größere Steine, versunkenes Treibholz. Robuste Pflanzen. Exzellente Wasserqualität notwendig.
Fütterung überwiegend pflanzlich: Algen-Tabs, Spirulina, blanchiertes Gemüse. Proteinreiche Fütterung vermeiden wegen Verfettungsgefahr.
Crossocheilus reticulatus benötigt makellos sauberes Wasser mit hohem Sauerstoffgehalt und viel Schwimmraum.
Zucht und Fortpflanzung
Freilaicher, Zuchtschwierigkeit schwer. Im Heimaquarium kaum dokumentiert. Saisonale Wanderungen in der Natur.
Ernährung/Futterbedarf
Aufwuchsfresser mit stark pflanzenbetonter Nahrung. Algen, Diatomeen, Biofilm. Spirulina-Tabs, Algen-Tabs, blanchiertes Gemüse (Zucchini, Gurke, Erbsen, Spinat). Proteinreiche Kost zwingend vermeiden.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Aus Mekong- und Chao-Phraya-Einzugsgebieten: Thailand, Kambodscha, Laos, Vietnam und Südchina. Klare, fließende Gewässer mit deutlicher Strömung und steinigem Substrat. Saisonale Wanderungen während der Regenzeit.
Hi, Crossocheilus reticulatus sind tolle Tiere! Eure angegebenen Haltungstemperaturen stimmen so jedoch nicht ganz. Die Art kann im Sommer bei 20-26°C gehalten werden, im Winter sollte die Temperatur zeitweise unter 20°C (16-18°C) betragen. Damit scheiden sie für die meisten Gesellschaftsbecken aus. Zudem sind es absolute Strömungsfanatiker. Im Becken sollte sich eine separate Strömungspumpe ab ca. 10000l/h befinden. Dass sie gesellig sind stimmt komplett. Es sollten wenigstens ca. 12 Tiere sein. Aufgrund der Bewegungsfreudigkeit und der Endgröße der Tiere sollten sie dauerhaft in Becken ab ca. 250x80cm Grundfläche gehalten werden. Um euer genanntes „größeres“ Becken mal zu definieren 😉 Das Becken… Weiterlesen »
Danke für den Hinweis. Es ist schön, dass Steckbriefe durch Usererfahrungen immer weiter wachsen.
Hallo, mich würde es interessieren ob jemand Erfahrungen in Gesellschaft mit Krebsen oder Garnelen hat???
Vor knapp 14 Tagen legte ich mir einen kleinen Schwarm (10 Stück) zu. Hatte erst gezögert, da die Jungfische etwa 3 – 4 cm groß sind und somit für meine ausgewachsenen Skalare die passende „Leckerli“ Größe haben. Die Fischchen zeigten sich aber so flink und wendig, dass ich meine Bedenken verwarf. Es ging, für sie, auch alles gut, obwohl die Skalare in den ersten Tagen immer wieder versuchten, einen zu erwischen. Dann jedoch kam die Wende. Obwohl mein Becken mit 320/70/70 cm eigentlich groß genug sein müsste,das jeder Konflikten ausweichen kann, wurde ein Skalar Männchen so massiv von einem oder… Weiterlesen »
Das finde ich sehr interessant. Kann es sein, daß dieser Skalar Ihnen am häufigsten nachstellte und das Ganze eine späte ‚Rache‘ war? Wie sonst ist es zu erklären, daß sie nur genau den einen Fisch attackierten? Aber vielleicht betrachte ich das Ganze zu sehr aus menschlicher Sicht…🙂