Danio dangila
Beschreibung
Danio dangila, der Bartbärbling (englisch Moustached Danio), ist der größte Vertreter der echten Danio-Arten aus der Familie Danionidae mit einer Maximalgröße von ca. 15 cm TL. Der Körper ist schlank und stromlinienförmig. Die Grundfärbung ist goldgelb mit einem Muster aus dunkelgrünen bis bläulichen Linien und ringartigen Zeichnungen entlang der Flanken. Namensgebend sind die zwei Bartelnpaare am Maul, von denen eines besonders lang ist.
Im Aquarium fällt Danio dangila vor allem durch seine hohe Aktivität und Schwimmfreude auf. Die Tiere sind ständig in Bewegung und durchstreifen mittlere bis obere Wasserzonen. Das Schwarmverhalten ist stark ausgeprägt; einzelne Tiere wirken in zu kleinen Gruppen gestresst. Trotz ihrer Lebhaftigkeit gelten sie als grundsätzlich friedlich, können aber durch ihr Temperament unruhige Verhältnisse für ruhige Beifische schaffen.
Die Art ist an sauerstoffreiche, schnell fließende Bergbach-Habitate angepasst und zeigt saisonale Verhaltensanpassungen.
Besonderheiten
- Größter Vertreter der echten Danio-Arten (bis 15 cm TL)
- Zwei Bartelnpaare, eines besonders lang (Moustached Danio)
- Goldgelbe Grundfärbung mit dunkelgrün-blauem Ketten- oder Ringmuster
- Starker Schwarmtrieb, artgerecht nur in Gruppen von mindestens 8 bis 10 Tieren
- Angepasst an sauerstoffreiches, schnell fließendes Wasser
- Springer: lückenlose Abdeckung erforderlich
Vergesellschaftungshinweise
Danio dangila ist ein Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 8 bis 10 Tieren gehalten werden. Das Temperament ist allgemein friedlich, jedoch sehr aktiv. Beim Fressen kann das Verhalten stürmisch werden. Während der Brutzeit treiben Männchen die Weibchen aktiv. Laichräuber.
Geeignete Beifische sind andere südasiatische, ähnlich temperierte und robuste Fische: Rasboras, Schmerlen (Botia, Yasuhikotakia), Bachschmerlen, Schistura-Schmerlen. Afrikanische Buntbarsche und Corydoras sind bioregional ungeeignet. Junggarnelen sind gefährdet, adulte Garnelen und Schnecken werden toleriert.
Geschlechtsdimorphismus
Weibchen sind fülliger, besonders während der Laichzeit, mit oft etwas blasserer Färbung. Männchen sind schlanker, wirken athletischer und zeigen intensivere Farben mit stärker ausgeprägten rötlichen Anteilen in den Flossen.
Haltungstipps / Pflege
Wasserwerte: Temperatur 16 bis 24 °C, pH 6,5 bis 7,5, GH 2 bis 15 dGH.
Mindestens 120 cm Beckenlänge (ca. 240 Liter) für eine Gruppe. Die Art ist sehr aktiv und benötigt ausgedehnte Schwimmstrecken. Kies- oder Steinsubstrat, größere abgerundete Steine und vereinzelt Totholz. Offene mittlere Wasserzone mit strukturgebenden Randbereichen. Moderate bis starke Strömung mit guter Sauerstoffversorgung. Lückenlose Abdeckung Pflicht.
Danio dangila ist die größte Danio-Art und verlangt ein ausreichend langes Aquarium mit guter Strömung und Sauerstoffversorgung. Bei der Vergesellschaftung sind südasiatische Arten zu bevorzugen.
Zucht und Fortpflanzung
Dokumentiert, schwer. Zuchtwasserwerte: 22 bis 24 °C, pH 6,5 bis 7,0, GH maximal 10 dGH.
Freilaicher. Gelegegröße ca. 100 bis 300 Eier. Inkubationszeit ca. 48 Stunden bei 24 °C. Zuchtbecken mit Marmorsubstrat oder Javamoos. Elterntiere nach Ablaichen entfernen. Konditionierung mit hochwertigem Lebendfutter. Laichauslöser: kräftiger Wasserwechsel mit kühlerem Wasser; in einem dokumentierten Fall auch durch Gewitter ausgelöst. Erstfutter: Infusorien, später Artemia-Nauplien.
Ernährung/Futterbedarf
Allesfresser mit mikropredatorischen Anteilen. Hochwertiges Trockenfutter (Flocken, Granulat) als Basis, ergänzt durch Lebend- und Frostfutter (Mückenlarven, Daphnien, Artemia, Mysis). Abwechslungsreiche Fütterung fördert Vitalität und Farbausprägung.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Danio dangila stammt aus Südasien, vornehmlich aus dem Ganges-Brahmaputra-Becken in Indien, Bangladesch, Nepal und Teilen Myanmars. Die Art bewohnt klare, sauerstoffreiche Fließgewässer mit mäßiger bis starker Strömung. Typische Fundorte sind Randbereiche schneller Flüsse mit strukturreichem Substrat aus Felsen, Kies und Steinen.