Gastromyzon borneensis

Deutscher Name: Borneo-Flossensauger

Gastromyzon borneensis
Gastromyzon borneensis
Herkunft:
Myanmar
Farben:
braun, grau
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Gastromyzon borneensis
Gattung: Gastromyzon
Familie: Gastromyzontidae

Beschreibung

Gastromyzon borneensis ist ein gedrungener, bodenbewohnender Flossensauger aus der Familie Gastromyzontidae, der auf Borneo in Südostasien beheimatet ist. Die dokumentierte Maximalgröße liegt bei 10 cm SL, im Aquarium bleiben die Tiere in der Regel deutlich kleiner bei 4-6 cm. Der Körper ist stark abgeflacht mit einer kräftigen Bauchscheibe, die als Haftorgan an glatten Flächen in schnell fließendem Wasser dient. Im Aquarium zeigt G. borneensis ein ruhiges, unaufdringliches Verhalten. Die Tiere kleben an Steinen, Wurzeln oder Scheiben und suchen aktiv nach Aufwuchs und Biofilm. Sie meiden offene Schwimmzonen und bewegen sich bevorzugt entlang von Strömungskanten. Die starke Spezialisierung auf sauerstoffreiche, kühle Bäche macht die Art in der Haltung empfindlich gegenüber Temperaturen über 24 °C und Sauerstoffmangel.
Sozialverhalten: Gruppenhaltung
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: gut

Besonderheiten

  • Bauchscheibe als Haftorgan zum Festhalten an glatten Flächen
  • Obligate Bewohner schnell fließender, kühler, sauerstoffreicher Bäche
  • Temperaturen über 24 °C unbedingt vermeiden
  • Aufwuchsfresser: bevorzugt Algen und Biofilm
  • Geselliger Bodenbewohner, Gruppe ab 4 Tieren
  • Sprungrisiko gering

Vergesellschaftungshinweise

Gastromyzon borneensis ist ein friedlicher Bodenbewohner, der in Gruppen ab 4 Tieren gehalten werden sollte. Rangordnungskämpfe und territoriales Verhalten sind gering ausgeprägt. Einzelhaltung fördert Stress. Die Vergesellschaftung mit ruhigen, strömungsliebenden Arten aus Südostasien ist möglich. Geeignet sind kleine Rasboras, friedliche Schmerlen und ähnliche bodenorientierte Arten. Schnecken werden toleriert, adulte Garnelen sind meist sicher, Junggarnelen können gefährdet sein.

Geschlechtsdimorphismus

Bei adulten Tieren sind Weibchen typischerweise etwas kräftiger und breiter gebaut als Männchen. Diese Unterschiede sind insbesondere aus der Draufsicht erkennbar. Die Unterscheidung erfolgt überwiegend anhand der Körperform und -fülle.
Größe: bis 10 cm SL (im Aquarium 4-6 cm)

Haltungstipps / Pflege

Wasserwerte: Temperatur 20-24 °C (max. 24 °C), pH 6,5-8,0, GH 2-12 °dGH. Die Art ist empfindlich gegenüber Wärme und Sauerstoffmangel. Hohe Wasserqualität mit sehr guter Sauerstoffversorgung ist Pflicht. Beckengröße: Ab 60 cm Kantenlänge (54 Liter) für eine kleine Gruppe. Glatte, stabile Steine und Felsplatten als Weideflächen. Feiner Kies oder Sand als Substrat. Filterung und Strömung: Kräftige, gleichmäßige Strömung ist unbedingt nötig. Filterdurchsatz von 10-15-fach des Beckenvolumens pro Stunde empfohlen. Sprungrisiko: Gering. Der Borneo-Flossensauger eignet sich für erfahrene Aquarianer, die strukturierte Becken mit starker Strömung und kühlem Wasser pflegen können.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
pH-Wert
6,5-8,0
Temperatur:
20-24 °C
Beckengröße:
ab 60 cm, 54 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Für Gastromyzon borneensis liegen keine gesicherten Zuchterfolge im Aquarium vor. Die Art ist ein Substratlaicher. Aus Berichten zu verwandten Gastromyzon-Arten gibt es Hinweise auf freie Eiablage mit sinkenden Eiern, jedoch sind keine reproduzierbaren Zuchtprotokolle für diese Art bekannt.

Ernährung/Futterbedarf

Gastromyzon borneensis ist ein Aufwuchsfresser. Die Hauptnahrung besteht aus Algen, Biofilm und Aufwuchs auf harten Oberflächen. Im Aquarium eignen sich Spirulina-Algenwafer, blanchiertes Gemüse (Zucchini, Spinat) sowie gelegentlich kleine Portionen Frostfutter (Artemia, Daphnien) als Ergänzung. Ein zu hoher Proteinanteil kann Verdauungsprobleme verursachen. Mehrmals täglich kleine Portionen anbieten.
Ernährungstyp: Aufwuchsfresser (Limnivore)
Alterserwartung
keine gesicherten Angaben

Natürlicher Lebensraum

Gastromyzon borneensis stammt aus Borneo in Südostasien (Sarawak, Kalimantan). Die Art besiedelt schnell fließende, flache Bäche mit klarem, sauerstoffreichem Wasser in Höhenlagen bis etwa 1350 m. Typische Habitate weisen Fels- und Steinbänke mit dichtem Biofilmbewuchs auf. Wilde Wasserwerte können lokal stark variieren und weichen von optimalen Aquariumwerten ab.

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