Geophagus harreri

Deutscher Name: Maroni-Erdfresser

Bild: Aquarium Glaser
Herkunft:
Südamerika, Surinam
Farben:
braun, gelb, silber
Schwierigkeit:
Schwierig (Sehr erfahrene Aquarianer)
Art: Geophagus harreri
Gattung: Geophagus
Familie: Cichlidae

Beschreibung

Geophagus harreri, der Maroni-Erdfresser, ist ein mittelgroßer Erdfresser-Buntbarsch aus dem Marowijne-/Maroni-Flusssystem an der Grenze zwischen Suriname und Französisch-Guayana. Die Art erreicht bis zu 25 cm TL. Der seitlich abgeflachte bis ovale Körper mit leicht nach unten gerichtetem Maulbereich ermöglicht das typische Sieb-Verhalten beim Wühlen im Substrat. Charakteristisch ist ein dunkles, zentrales vertikales Körperband sowie zahlreiche helle Flecken. Im Aquarium zeigt G. harreri aktives Verhalten beim Absuchen des Bodengrundes. Die Art gilt im Vergleich zu anderen Geophagus-Arten als etwas aggressiver, was in ausreichend großen Becken mit robusten Mitbewohnern gut handhabbar ist. Im natürlichen Habitat bewohnt die Art sonnige, flache Kanalabschnitte mit mittlerer bis starker Strömung unterhalb von Kaskaden.
Sozialverhalten: Gruppenhaltung
Temperament: territorial
Verträglichkeit mit Wirbellosen: mittel

Besonderheiten

  • Typisches Substrat-Siebverhalten (Erdfresser-Verhalten)
  • Offener Substratlaicher: Eiablage auf Wurzeln oder Steinen
  • Etwas aggressiver als andere Geophagus-Arten
  • Bevorzugt mittlere bis starke Strömung im natürlichen Habitat
  • Geringes Sprungrisiko
  • Endemisch für das Marowijne-/Maroni-Flusssystem (Suriname, Französisch-Guayana)
  • Selten im Aquarienhandel

Vergesellschaftungshinweise

Geophagus harreri hält man am besten in Gruppen ab mindestens 5, empfohlen 6–8 Tiere. Mäßig aggressiv: etwas aggressiver als andere Geophagus-Arten. In ausreichend großen Becken mit robusten Mitbewohnern gut handhabbar. Geeignete Gesellschaft: andere große Südamerikaner wie Mesonauta, Heros, Uaru oder andere Erdfresser. Sehr kleine Wirbellose und Junggarnelen können gefressen werden; Schnecken in der Regel verträglich.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen werden größer und sind schlanker elongiert; Weibchen bleiben etwas kleiner und kompakter. Kräftigere Kopfform und intensivere Färbung der Männchen als Orientierung.
Größe: bis 25 cm TL

Haltungstipps / Pflege

Wasserwerte: Temperatur 27–32 °C, pH 6,0–7,0, GH 1–10 dGH. Warme, leicht saure bis neutrale Bedingungen. Beckengröße: Mindestens 200 cm Kantenlänge, ca. 800 L für eine Gruppenanlage. Einrichtung: Feiner Sand als Substrat (grobes Kies ungeeignet). Wurzeln, größere Steine, robuste Pflanzen. Potenzielle Laichplätze bereitstellen. Strömung: Mittlere bis starke Strömung. Filterdurchsatz 10–20-faches Beckenvolumen pro Stunde für ausreichend Strömung und Sauerstoffsättigung.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
pH-Wert
6,0–7,0
Temperatur:
27–32 °C
Beckengröße:
ab 200 cm, ca. 800 L

Zucht und Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp: Offener Substratlaicher. Eiablage auf Wurzeln oder Steinen, Bewachung durch beide Elterntiere. Zuchtschwierigkeit: Schwer. Erste dokumentierte Nachzucht in Gefangenschaft erst 1998. Gelege mit 150 bis über 400 Jungfischen pro Ablaich. Zuchtbedingungen: Temperatur 27–32 °C, pH 6,0–7,0. Mindestens 800 L für Gruppenansätze.

Ernährung/Futterbedarf

Allesfresser mit Schwerpunkt auf tierischer Kost. Hochwertiges Trockenfutter und Granulate als Grundration. Proteinreiches Frostfutter: Mysis, Artemia, Cyclops, Insektenlarven. Pflanzliche Ergänzungen: Spirulina, blanchierte Zucchini. Mehrere kleine Portionen täglich.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
ca. 15 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Geophagus harreri ist endemisch für das Marowijne-Tapanahony-Flusssystem an der Grenze zwischen Suriname und Französisch-Guayana. Die Art bewohnt sonnige, flache Kanalabschnitte mit mittlerer bis starker Strömung unterhalb von Kaskaden und Stromschnellen. Sandiges bis kiesiges Substrat; Wurzelsysteme und Felsbereiche bieten Rückzugs- und Laichmöglichkeiten.

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