Gymnothorax tile
Beschreibung
Gymnothorax tile, die Brackwasser-Muräne, ist eine großwüchsige Muräne aus der Familie Muraenidae mit einer Maximalgröße von 60 cm TL. Der Körperbau ist langgestreckt und aalähnlich, im vorderen Bereich zylindrisch und zum Schwanz hin seitlich komprimiert. Die Augen sind klein, die Zähne scharf und nach vorne gerichtet. Die Grundfärbung ist braun-gelblich mit hellen Flecken.
Im Aquarium zeigt Gymnothorax tile typisches Muränenverhalten: tagsüber ruht sie territorial in Spalten und Höhlen, bei Dämmerung und Nacht wird sie zur aktiven Jägerin. Die Tiere verbringen viel Zeit in Verstecken und zeigen bei Störungen scheues oder defensiv-aggressives Verhalten.
Der deutsche Trivialname „Süßwassermuräne“ ist irreführend: Gymnothorax tile ist eine Brackwasserart und benötigt einen obligatorischen Salzzusatz von ca. 15 g/l Meersalz. Dauerhafte Haltung in reinem Süßwasser ist nicht artgerecht.
Besonderheiten
- Brackwasserart: Salzzusatz ca. 15 g/l Meersalz ist Pflicht
- Hohes Sprungrisiko: dicht schließende Abdeckung ist absolut notwendig
- Nachtaktiv, spaltenbewohnend, territoriales Rückzugsverhalten
- Scharfe Kiefer mit nach vorne gerichteten Zähnen, Bissgefahr beim Handling
- Obligater Raubfresser: frisst Fische und Krebstiere
- Zucht im Aquarium nicht möglich (pelagische Larvenentwicklung)
- Kein Säugetier- oder Vogelfleisch füttern (gesundheitsschädlich)
Vergesellschaftungshinweise
Gymnothorax tile ist ein hochgradig piscivorer Räuber, der auch deutlich größere Fische angreift. Einzelhaltung wird dringend empfohlen. Eine Vergesellschaftung ist nur in sehr großen, strukturreichen Becken mit sorgfältiger Planung möglich. Geeignete Mitbewohner wären ausschließlich sehr robuste, großwüchsige Brackwasserfische, die nicht als Beute eingestuft werden.
Garnelen, auch adulte, gelten als potenzielle Beute und sollten nicht vergesellschaftet werden. Schnecken werden tendenziell toleriert, sind jedoch nicht sicher vor dem Fressdrang der Muräne. Kleine Bodenbewohner und kleine Fische sind grundsätzlich ungeeignet.
Geschlechtsdimorphismus
Für Gymnothorax tile sind keine verlässlichen äußeren Geschlechtsunterschiede dokumentiert. Männchen und Weibchen sind äußerlich nicht sicher zu unterscheiden.
Haltungstipps / Pflege
Wasserwerte: Temperatur 20 bis 28 °C, pH 7,5 bis 9,0, GH 10 bis 30 dGH. Obligatorischer Salzzusatz von ca. 15 g/l Meersalz. Die korrekte Brackwasseraufbereitung ist entscheidend.
Mindestens 120 cm Beckenlänge (ca. 432 Liter). Viele tiefe, stabile Verstecke aus Felsformationen, großen Höhlen, Rohrstücken oder schweren Wurzeln. Alle Zugänge zu Filterpumpen und Technik müssen gesichert sein, da Muränen durch engste Spalten schlüpfen. Substrat felsig-strukturiert. Leistungsfähige Filterung und hohe Sauerstoffversorgung. Moderate Strömung.
Dicht schließende Abdeckung ist absolut notwendig. Die Art ist stark ausbruchsgefährdet und kann durch kleinste Öffnungen entkommen. Wöchentliche Teilwasserwechsel von 30 bis 50 % empfohlen.
Zucht und Fortpflanzung
Nicht möglich im Aquarium. Gymnothorax tile folgt dem Reproduktionsmuster der Muraenidae mit pelagischen Eiern und Leptocephalus-Larven, die ozeanische Bedingungen für die Entwicklung benötigen. Eine Nachzucht in Gefangenschaft gilt als nicht realisierbar.
Ernährung/Futterbedarf
Obligater Raubfresser. In der Natur Fische und Krebstiere. Im Aquarium: Fischstücke, Krebstiere (Garnelen, Krabben), Muscheln. Kein Fleisch von Säugetieren oder Vögeln, da dies gesundheitsschädlich für Muränen ist. Anfütterung an totes Futter ist möglich und empfehlenswert. Fütterung 2 bis 3 Mal pro Woche. Größte Vorsicht beim Handling, da die Art fest zubeißt.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Gymnothorax tile kommt im Indopazifik vor und besiedelt primär marine bis brackige Habitate. Die Art lebt demersal in Bodennähe, meist in strukturierten Habitaten wie felsigen Küstenbereichen, Korallenriffen, Spalten und Höhlen. Die Nutzung unterschiedlicher Wasserqualitäten von marin bis brackig deutet auf eine ökologisch flexible Art hin, die jedoch ihre Fortpflanzung in marinen Bedingungen vollzieht.
Gymnothorax tile – Süßwassermuräne Gymnothorax tile auch Goldstaubmuräne gennant braucht zwingend eine Gewisse Salzzugabe es ist zwar richtig dass sie in Süßwasser vorkommt jedoch nur als Jungtier ab einer Körpergröße benötigt sie eine Salzzugabe von 5g/l als ausgewachsenes Tier benötigt sie noch mehr um zu überleben. In reinem Süßwasser wird diese Muräne nicht lange überleben. Bei richtiger haltung kann diese Muräne 30 jahre alr werden. Sie frisst so gut wie alles was in ihr Maul passt, sogenannte „Futterpausen“ gibt es nicht! Wenn sie nicht frisst fühlt sie sich nicht wohl. Dass Aquarium soll 300liter und eine kantenlänge von 150cm nicht… Weiterlesen »
Danke Andre. Baue das gleich so mit ein!
Hallo alle zusammen, ich habe mir vor kurzem eine Süsswassermuräne zugelegt, sie lebt nun mit Skalaren Haibarben, Haiwelsen und Trauermantelsalmler zusammen, sie scheint sich recht wohl zu fühlen allerdings musste ich heute feststellen dass sie einen dicken Bauch bekommen hat 🙁
Was ist los? ist sie Krank oder hat sie vielleicht Steinchen oder sonst was falsches verschluckt?
bitte helft mir
im voraus schon mal danke schön
Hallo Dirk,
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