Haludaria fasciata
Beschreibung
Haludaria fasciata, die Glühkohlenbarbe, ist eine schlanke Barbenart aus der Familie Cyprinidae mit einer Maximalgröße von ca. 7 cm SL (etwa 8 cm TL). Der Körper ist seitlich abgeflacht und zeigt eine stimmungsabhängige Schwarzzeichnung, deren Intensität je nach Gemütszustand des Tieres variiert. Wildgefangene Exemplare besitzen eine intensive tiefe Rotfärbung als Grundton, die im Aquarium unter guten Bedingungen ebenfalls erreicht werden kann.
Im Aquarium zeigt Haludaria fasciata ein lebhaftes, agiles Verhalten in der Mittelzone. Die Tiere sind gesellige Schwarmfische und bilden harmonische Schulverbände. Zugleich sind sie kräftige Fresser und können scheuere, langsamer fressende Arten bei der Nahrungsaufnahme übertrumpfen.
Haludaria fasciata ist endemisch in den Westghats Südindiens und kommt in den Bundesstaaten Goa, Karnataka, Kerala und Tamil Nadu vor. Die Art besiedelt Fließgewässer, Bäche, Kanäle und Teiche und bevorzugt flache, ruhige Randzonen mit Unterwasservegetation.
Besonderheiten
- Freilaicher ohne elterliche Brutpflege
- Männchen mit Tuberkeln an Schnauze, Augenregion und sägezahnartigen Tuberkeln an den Brustflossen
- Stimmungsabhängige Intensität der Schwarzzeichnung
- Bildet große Schwärme, auch gemeinsam mit anderen kleinen Cypriniden
- Kräftige Futteraktivität, kann bei Futterkonkurrenz dominieren
- Geringes Sprungrisiko, Abdeckung dennoch empfohlen
- Adulte Garnelen meist toleriert, Junggarnelen gefährdet
Vergesellschaftungshinweise
Haludaria fasciata ist ein geselliger Schwarmfisch. Für die Aquarienhaltung wird eine Gruppe von mindestens 8 Tieren empfohlen, da Einzelhaltung und sehr kleine Gruppen Stress und Verhaltensmarkantkeiten begünstigen. Das Temperament ist friedlich; die Tiere eignen sich gut für Gesellschaftsaquarien.
Während der Fortpflanzungszeit können Männchen untereinander aktiver auftreten, ohne gegenüber anderen Arten übermäßig aggressiv zu werden. Geeignete Beifische sind andere kleine bis mittelgroße Süßwasserfische aus Südasien, insbesondere andere Barbenarten aus den Westghats. Große räuberische Fische sollten vermieden werden.
Schnecken werden toleriert und sind weitgehend sicher. Adulte Garnelen werden in der Regel toleriert, Junggarnelen sind gefährdet.
Geschlechtsdimorphismus
Die Geschlechter sind gut unterscheidbar. Männchen tragen Tuberkel an der Schnauze und rund um die Augenregion; an den Brustflossen sind feine, sägezahnartige Tuberkel ausgebildet, die bei Weibchen fehlen. Männchen zeigen intensivere Rot- und Schwarzakzente, insbesondere in der Rückenflosse, und sind tendenziell schlanker. Weibchen haben einen runderen, volleren Körperbau und erscheinen besonders in Brutkondition massiger. Beide Geschlechter erreichen ca. 7 cm SL.
Haltungstipps / Pflege
Wasserwerte: Temperatur 22 bis 26 °C, pH 6,0 bis 7,5, GH 2 bis 10 dGH.
Mindestens 90 cm Beckenlänge (ca. 112 Liter). Ein längeres Becken ist vorteilhaft, da die Tiere vorwiegend die Mittelzone nutzen und viel Schwimmraum benötigen. Feinfiedriges Pflanzendickicht und Schwimmpflanzen schaffen Rückzugsmöglichkeiten und mildern den Lichteinfall. Ein dunkles, feinkörniges Substrat betont die natürliche Farbgebung.
Mäßige Strömung und gute Sauerstoffversorgung, da die Art in Fließgewässern der Westghats lebt. Sprungrisiko gering, Abdeckung dennoch empfohlen.
Zucht und Fortpflanzung
Gut dokumentiert. Freilaicher ohne elterliche Brutpflege. Zuchtschwierigkeit: Mittel.
Ein separater, schwach beleuchteter Zuchtbehälter mit Laichsubstrat (feinfiedrige Pflanzen, Moos oder Laichmopps) wird empfohlen. Adulte Tiere fressen die Eier, deshalb Eltern nach dem Ablaichen entfernen. Die Fische vorab mit proteinreicher Kost konditionieren.
Die Eier schlüpfen innerhalb von 24 bis 48 Stunden. Erstfutter: Infusorien, danach Mikrowürmer und Artemia-Nauplien.
Ernährung/Futterbedarf
Allesfresser mit Tendenz zu tierischer Kost. Lebendfutter und Frostfutter (Mückenlarven, Daphnien, Mysis, Artemia) als Hauptbestandteil, ergänzt durch hochwertige Flocken oder Granulate mit pflanzlichem Anteil. Gelegentlich Spirulina-Flocken oder blanchierter Spinat. Die Art ist ein kräftiger Fresser, deshalb bei scheueren Mitbewohnern auf ausreichende Futterverteilung achten.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Haludaria fasciata ist endemisch in den Westghats Südindiens und kommt in den Bundesstaaten Goa, Karnataka, Kerala und Tamil Nadu vor. Die Art besiedelt klare Gebirgsbäche, Fließgewässer, größere Flussabschnitte, Bewässerungskanäle, Teiche und Gräben. Sie bevorzugt flache, ruhige Randzonen mit reichlich Unterwasservegetation oder Laubschicht. In diesen Habitaten lebt die Art gesellig in größeren Schwärmen, häufig gemeinsam mit anderen kleinen Cypriniden.
Wo kommt denn auf einmal der Gattungsname „Dravida“ her. Kaum hat sich „Haludaria“ durchgesetzt, bringt Ihr wieder was neues, was nicht einmal Google kennt.
Ich bin zwar für Exaktheit bei der Namengebung und bin mir bewusst, dass wegen der neuen Möglichkeiten der Genetik noch einiges an Änderungen bevorsteht. Aber man sollte doch sehr sensible mit diesen Namen umgehen.
Die Diskussion um richtige Namen begleitet die Aquaristik von Anfang an und da einfach mal einen neuen Namen in die Runde werfen, ist da nicht hilfreich.
Du hast vollkommen recht. Wir machen unseren Partner EFS darauf aufmerksam und ändern es hier ab