Rineloricaria morrowi

Deutscher Name: Ucayali-Hexenwels

Bild: Ingo Seidel
Herkunft:
Brasilien
Farben:
braun, grau
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Hemiloricaria morrowi
Gattung: Rineloricaria
Familie: Loricariidae

Beschreibung

Der Ucayali-Hexenwels (Rineloricaria morrowi) erreicht im Aquarium bis zu 13 cm SL, in der Natur bis 16,5 cm SL. Der Körper zeigt den typischen langgestreckten, abgeflachten Peitschenwels-Habitus mit Knochenplatten und zugespitztem Kopf. Im Aquarium ist R. morrowi überwiegend nachtaktiv.
Sozialverhalten: Gruppenhaltung
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: mittel

Besonderheiten

  • Höhlenbrüter mit väterlicher Brutpflege
  • Nachtaktiv: tagsüber versteckt, abends und nachts aktiv
  • Männchen mit Odontoden an Kopf und Brustflossenstacheln
  • Bodenbewohnend, saugnapfähnliches Maul zum Abweiden von Aufwuchs
  • Wildformen bis 16,5 cm SL, Aquarientiere meist bis 13 cm
  • Kupfer-empfindlich, Holz als Nahrungsquelle

Vergesellschaftungshinweise

Hemiloricaria morrowi ist ein Vertreter der Gattung Hemiloricaria und zeigt im natürlichen Habitat ein eher zurückhaltendes, einzelgängerisches bis paarweises Verhalten, wobei sich die Tiere außerhalb der Fortpflanzungszeit selten in lockeren Gruppen aufhalten. Für die Aquarienhaltung des Ucayali-Hexenwelses empfiehlt sich daher die Pflege als Paar oder in einer kleinen Gruppe von drei bis fünf Tieren, sofern das Becken ausreichend Versteckmöglichkeiten und Struktur bietet, um Stress und Revierstreitigkeiten zu minimieren. Geeignete Vergesellschaftungspartner sind ruhige, friedliche Schwarmfische ähnlicher Größe wie Salmler oder kleine Bärblinge sowie andere friedliche Bodenbewohner wie Panzerwelse (Corydoras) oder kleine Harnischwelse, die keine Revierkonkurrenz darstellen. Zu vermeiden sind sehr kleine Beutefische, die als Nahrung angesehen werden könnten, sowie aggressive oder sehr lebhafte Arten, die den Ucayali-Hexenwels durch hektische Bewegungen oder Revierstreitigkeiten stressen. Ebenfalls ungeeignet sind langflossige Fische, da Hemiloricaria morrowi gelegentlich zum Flossenzupfen neigen kann, insbesondere bei Konkurrenz um Futter oder Verstecke.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen entwickeln Odontoden an Kopf und Brustflossenstacheln, die bei Weibchen fehlen. Dieses Merkmal wird mit zunehmender Reife deutlicher und ist das zuverlässigste Mittel zur Geschlechtsbestimmung.

Größe: Männchen: bis zu 15 cm, Weibchen: 14-15 cm

Haltungstipps / Pflege

Der Ucayali-Hexenwels benötigt ein Becken mit mindestens 160 Litern bei 100 cm Kantenlänge. Die Wasserwerte sollten bei 20 bis 24 °C, pH 6,0 bis 7,0 und GH 2 bis 15 °dGH liegen. Feiner Sand als Bodengrund mit Laubstreu (Buche, Eiche) entspricht dem natürlichen Lebensraum. Wurzeln, Äste und Höhlen aus Stein, Holz oder PVC-Rohren sind als Rückzugs- und Laichplätze unverzichtbar. Eine gute Strömung und Durchlüftung entsprechen den natürlichen Bedingungen. Futter abends anbieten, da die Art nachtaktiv ist. Kupfer-haltige Medikamente vermeiden.

Wasserhärte:
weich bis hart
pH-Wert
6-7
Temperatur:
Subtropisch
Beckengröße:
ab 100 cm, 160 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Rineloricaria morrowi ist ein Höhlenbrüter mit väterlicher Brutpflege. Das Männchen reinigt eine Höhle und bewacht das Gelege allein. Die Inkubation dauert 4 bis 5 Tage. Es empfiehlt sich, mit 6 oder mehr Jungtieren zu starten, damit sich natürliche Paare bilden. PVC-Rohre (Innendurchmesser 3 bis 4 cm) dienen als Laichhöhlen. Große Wasserwechsel (50 bis 70 %) mit etwas kühlerem Wasser können das Ablaichen auslösen. Die Aufzucht der Jungfische erfordert feines Futter und saubere Wasserbedingungen.

Ernährung/Futterbedarf

Diese Art ist ein typischer Omnivor, der sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung benötigt, da eine reine Pflanzenkost zu Mangelerscheinungen und eine ausschließliche Fleischkost zu Verdauungsproblemen führen würde; in ihrem natürlichen Lebensraum frisst sie unter anderem Algen und kleine Wirbellose wie Insektenlarven. Im Aquarium sollte das Hauptfutter etwa 70–80 % der Tagesration ausmachen, wobei hochwertiges Flocken- oder Granulatfutter für omnivore Zierfische zu empfehlen ist. Ergänzend sorgt eine abwechslungsreiche Zufütterung von Lebend- oder Frostfutter wie Artemia und Mückenlarven sowie blanchiertem Gemüse, beispielsweise Zucchini oder Spinat, zwei- bis dreimal pro Woche für eine ausgewogene Ernährung. Die Fütterung sollte idealerweise zwei- bis dreimal täglich in Portionen erfolgen, die innerhalb von drei Minuten vollständig aufgenommen werden; alternativ können pro Fisch vier bis sechs Mückenlarven gereicht werden. Futterreste sind stets zeitnah zu entfernen, da diese Art zu Überfressen neigt und kontrollierte Portionen für die Gesunderhaltung unerlässlich sind.
Ernährungstyp: Aufwuchsfresser (Limnivore)
Alterserwartung
ca. 8-12 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Rineloricaria morrowi stammt aus dem Rio Trombetas in Brasilien. Die Art bewohnt Flussabschnitte mit Bodennähe, Versteckmöglichkeiten und Substratstrukturen. Typische Habitate sind Bereiche mit Wurzelwerk, Unterspülungen und feinem Substrat mit Biofilm und organischem Detritus.

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