Hemiloricaria sp. Amazonas

Deutscher Name: Hemiloricaria sp. Amazonas

hemiloricaria sp amazonas paar
sp. Amazonas Paar Foto: Aquarium Glaser
Herkunft:
Brasilien
Farben:
braun, grau, schwarz
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Hemiloricaria sp.
Gattung: Hemiloricaria
Familie: Loricariidae

Beschreibung

Hemiloricaria sp. Amazonas ist ein schlanker, bodenbewohnender Hexenwels von bis zu 14 cm Länge aus der Familie der Harnischwelse (Loricariidae). Er zeigt eine gelblich-braune bis olivbraune Grundfärbung mit dunklen, oft unregelmäßigen Flecken oder Bändern und ist von flachen Panzerplatten bedeckt. Der Kopf ist abgeflacht, das ventral liegende Maul mit Barteln dient dem Abweiden von Biofilm und Detritus. Männchen entwickeln Odontoden an Kopfseiten und Brustflossen, Weibchen bleiben glatter und bauchfülliger. Die Art wird im Handel gelegentlich auch unter dem Gattungsnamen Rineloricaria angeboten.
Sozialverhalten: Gruppenhaltung
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: gut

Besonderheiten

  • Hexenwels mit dezentem Fleckenmuster
  • Kupferempfindlich wie alle Loricariidae
  • Feiner Sand als Substrat empfohlen
  • Höhlenbrüter mit paternaler Brutpflege
  • Herkunft: Amazonasbecken (Region Tefé/Barcelos), Brasilien
  • Lebenserwartung ca. 5 bis 8 Jahre (Gattungsschätzung)

Vergesellschaftungshinweise

Hemiloricaria sp. Amazonas wird paarweise oder in kleinen Gruppen (3 bis 5 Tiere) gehalten. Die Art ist ruhig und friedlich. Geeignete Mitbewohner sind friedliche, bodennah oder ruhig schwimmende Arten. Zwerggarnelen der Gattungen Neocaridina und Caridina sowie Aquarienschnecken sind unproblematisch. Stark räuberische oder sehr aggressive Großfische sind ungeeignet.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen entwickeln spitz zulaufende Odontoden an Kopfseiten und Brustflossen, wodurch sie rauer wirken. Weibchen bleiben glatter und erscheinen besonders bei Gonadenfüllung fülliger am Bauch. Beide Geschlechter erreichen etwa 14 cm.
Größe: ca. 14 cm

Haltungstipps / Pflege

Hemiloricaria sp. Amazonas benötigt ein ruhiges Aquarium ab 100 cm Kantenlänge und mindestens 200 Litern mit feinem Sand als Substrat. Totholz, Wurzeln und Höhlen aus Ton- oder Bambusröhren bieten Rückzugsmöglichkeiten. Feinlaub und ruhige Strömungsverhältnisse entsprechen dem natürlichen Habitat. Moderate Strömung und gedämpftes Licht sind ideal. Kupferhaltige Medikamente und Dünger sind zu vermeiden. Kurzfristige Absenkung auf 22 bis 24 °C kann natürliches Verhalten und Laichbereitschaft fördern (Regenzeit-Simulation). Die Wasserwerte sollten bei 24 bis 28 °C, pH 6,0 bis 7,5 und GH 2 bis 15 °dGH liegen.
Wasserhärte:
weich bis hart
pH-Wert
6-7,5
Temperatur:
24-28 °C
Beckengröße:
ab 100 cm, 200 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Hemiloricaria sp. Amazonas ist ein Höhlenbrüter mit Brutpflege durch das Männchen. Einseitig offene Ton- oder Bambusröhren (nur minimal größer als der Körperdurchmesser) dienen als Bruthöhlen. Das Männchen bewacht die abgelegten Eier und fächelt sie mit den Brustflossen an. Die Larven schlüpfen nach ca. 5 bis 7 Tagen und sind nach weiteren 2 bis 3 Tagen freischwimmend. Auslöser: Großzügige, kühlere Wasserwechsel zur Simulation der Regenzeit (Temperaturabsenkung auf 22 bis 24 °C) und reichhaltige Fütterung mit Frostfutter. Zuchtwasser: pH 6,0 bis 7,0, GH bis 10 °dGH, 26 bis 28 °C.

Ernährung/Futterbedarf

Hemiloricaria sp. Amazonas ist ein Aufwuchsfresser mit Neigung zu detritivorer Kost und nimmt bevorzugt Biofilm, Detritus sowie tierische Komponenten auf. Sinkende Tabletten, Spirulina sowie regelmäßig Frostfutter (Artemia, Cyclops, Mückenlarven) sind geeignet. Futter sollte zum Grund sinken und bevorzugt in Dämmerungs- oder Abendstunden angeboten werden. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Aufwuchsfresser (Limnivore)
Alterserwartung
ca. 5-8 Jahre (Gattungsschätzung)

Natürlicher Lebensraum

Hemiloricaria sp. Amazonas stammt aus dem Amazonasbecken, häufig als Beifang aus Regionen um Tefé und Barcelos in Brasilien. Die Art bewohnt langsam bis mäßig fließende Uferzonen mit sandigem bis schlammigem Grund, Totholz und Falllaub, die reich an Biofilm und organischem Detritus sind.

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