Hypostomus spec.
Beschreibung
Der Saugmaulwels (Hypostomus spec.) ist ein stark gepanzerter, bodenlebender Saugwels, der je nach Art 15-50 cm groß wird. Die Gattung Hypostomus umfasst über 150 Arten mit sehr unterschiedlichen Endgrößen. Der Körper ist abgeflacht, die Bauchseite heller, und die Flossen robust mit oft kräftigen Pektoralstacheln.
Die Färbung zeigt je nach Art helles Braun bis Grau mit dunklen Punkten, Flecken oder Vermikulationen, die der Tarnung auf Stein- und Holzsubstrat dienen. Fast alle Vertreter sind dämmerungs- bis nachtaktiv und verbringen den Tag in Verstecken. Hypostomus-Welse werden im Handel häufig mit Pterygoplichthys verwechselt.
Besonderheiten
- Gattung mit über 150 Arten und Endgrößen von 15-69 cm
- Häufig mit Pterygoplichthys (Segelschilderwels) verwechselt
- Holz ist für die Verdauung vieler Arten essenziell
- Starke Abfallproduktion: leistungsstarke Filterung nötig
- Kupferempfindlich wie alle Harnischwelse
- Einige Arten sind fakultative Luftatmer
- Zucht im Heimaquarium praktisch nicht möglich
Vergesellschaftungshinweise
Hypostomus-Welse sind territorial, bodenbezogen und als erwachsene Tiere einzelgängerisch. Mit zunehmendem Alter nimmt die Territorialität zu. Einzelhaltung oder paarweise Haltung nur in sehr großen Becken ist empfehlenswert.
Hypostomus lassen sich mit ruhigen bis lebhaften Mittel- und Oberflächenfischen vergesellschaften, sofern diese nicht zu klein sind. Geeignet sind robuste Salmler, größere Buntbarsche und Fadenfische. Vorsicht bei anderen großen Bodenwelsen, da es zu Revierkämpfen kommt. Adulte Garnelen werden in der Regel toleriert, Junggarnelen und kleine Schnecken können gefressen werden.
Geschlechtsdimorphismus
Männchen zeigen bei vielen Hypostomus-Arten eine breitere Kopfpartie und ausgeprägtere Pektoralstacheln sowie stärkeres Territorialverhalten während der Fortpflanzungsphase. Weibchen wirken meist fülliger im Abdomen. Eine sichere optische Unterscheidung ist bei den meisten Arten schwierig und erfordert Erfahrung.
Haltungstipps / Pflege
Hypostomus-Welse benötigen ein großes Aquarium ab 200 cm Kantenlänge (für große Arten; kleinere Vertreter ab 150 cm / 400 Liter). Empfohlene Wasserwerte: 20-28 °C, pH 6,0-8,0, GH 5-25 °dGH. Stabile Verstecke aus Wurzeln und Steinaufbauten, sandiges bis feinkiesiges Substrat und gedämpfte Beleuchtung sind wichtig.
Eine leistungsstarke Filterung ist unverzichtbar, da Hypostomus-Arten viel organische Masse produzieren. Moderate bis kräftige Strömung ahmt den natürlichen Lebensraum nach. Wurzelholz (Moorkienholz, Mangrove) muss dauerhaft im Becken vorhanden sein, da viele Arten Holz abraspeln und für ihre Verdauung benötigen. Pflanzen werden bei größeren Exemplaren häufig entwurzelt oder beschädigt; robuste Arten wie Anubias oder Javafarn auf Holz aufgebunden sind vorzuziehen.
Kupferhaltige Medikamente und Dünger sind für Harnischwelse giftig und dürfen nicht eingesetzt werden.
Zucht und Fortpflanzung
Hypostomus-Arten sind Höhlenbrüter, die in der Natur bis zu einen Meter tiefe Röhren in Lehm- und Uferbänke graben. Das Männchen bewacht Höhle und Gelege. Eine Nachzucht im Heimaquarium ist bislang nicht gelungen und gilt als nicht realistisch. Kommerzielle Vermehrung erfolgt in großen Teichanlagen in Südamerika und Südostasien.
Ernährung/Futterbedarf
Hypostomus sind überwiegend herbivor bis detritivor. Im Aquarium sollten überwiegend pflanzliche Sinkfutter angeboten werden: Spirulina-Tabletten, Algenwafer, blanchierte Zucchini, Gurke, Spinat und Erbsen. Dauerhaft verfügbares Wurzelholz ist essenziell für die Verdauung. Proteinreiches Futter (Frostfutter, Mückenlarven) nur gelegentlich als Ergänzung. Die Fütterung erfolgt abends.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Hypostomus-Arten besiedeln Uferzonen und ruhigere Abschnitte südamerikanischer Flusssysteme mit sandigem bis schlammigem Substrat, reich an Totholz, Wurzeln und Steinen. Sie bevorzugen mäßig bis langsam strömende Bereiche und nutzen Lehmbänke und Spalten als Versteck- und Laichplätze. Einige Arten sind fakultative Luftatmer.
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