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Zierfische, Familie Poeciliidae

Jamaika-Kärpfling

Limia melanogaster

Limia melanogaster ist ein kleiner, lebendgebärender Zahnkarpfen aus der Familie Poeciliidae. Weibchen erreichen eine Körperlänge von bis zu 5 cm, Männchen bleiben mit etwa 4 cm deutlich kleiner. Die Art zeigt eine schwarze Zeichnung am Bauch (melanogaster = schwarzbauchig), die bei Männchen besonders markant ausgeprägt ist. Der Körperbau ist kompakt und leicht hochrückig, typisch für die Gattung.

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
Jamaika-Kärpfling (Limia melanogaster)
Bild: Ingo Seidel
  • bis 5 cmEndgröße

  • 3-5 JahreLebenserwartung

  • 22-28 °CTemperatur

  • 7,5-8,5pH-Wert

  • 20-30 dGHGesamthärte

  • ab 112 lBeckengröße

Beschreibung

Im Aquarium zeigt Limia melanogaster ein lebhaftes, aktives Schwimmverhalten, das vor allem in der oberen Wasserschicht ausgeprägt ist. Die Art ist kaum scheu und häufig gut sichtbar. Männchen zeigen häufiges Verfolgen und Präsentationsverhalten gegenüber Weibchen. Die Art gilt als friedlich und eignet sich für das Gemeinschaftsaquarium mit anderen ruhigen, hartwassertoleranten Fischen.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 22-28 °C, pH 7,5-8,5, GH 20-30 °dGH. Die Art benötigt hartes, alkalisches Wasser; weiches oder saures Wasser wird schlecht vertragen. Mindestgröße: 80 cm Kantenlänge und ca. 112 Liter. Einrichtung: Dichte Bepflanzung in den Randbereichen zur Deckung und Flucht, offene Schwimmbereiche in der oberen und mittleren Wassersäule. Schwimmende Pflanzen schützen trächtige Weibchen und Jungfische. Robuste Hartwasserpflanzen (Vallisnerien, Hornblatt, Java-Moos). Feines bis mittelkörniges Substrat. Moderate Filterung, keine starke Turbulenz in der oberen Wasserschicht. Regelmäßige Wasserwechsel.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Limia melanogaster wird als Gruppentier gehalten und ist für die Gemeinschaftsbecken-Haltung geeignet. Empfohlen wird ein Verhältnis von mindestens zwei bis drei Weibchen pro Männchen, da Männchen Weibchen intensiv verfolgen. Dichte Bepflanzung und Versteckmöglichkeiten sind Pflicht. Schnecken: werden weitgehend toleriert. Garnelen: Junggarnelen können gefressen werden, adulte Garnelen sind meist sicherer. Als Beifische eignen sich friedliche, hartwassertolerante Arten ähnlicher Größe aus der karibischen Region. Aggressive oder räuberische Fische sind zu vermeiden.

Ernährung

Limia melanogaster ist ein Allesfresser und nimmt sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung auf. Geeignetes Futter: Hochwertige Flocken- und Granulate als Basis, ergänzt durch Artemia-Nauplien, Daphnien, Mückenlarven und gefrorene oder lebende Futtertiere. Spirulina-haltige Flocken oder gelegentliches zerkleinertes Gemüse als pflanzliche Ergänzung. Proteinreiche Fütterung unterstützt die Kondition trächtiger Weibchen.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Lebendgebärend (ovovivipar). Zuchtschwierigkeit: einfach. Limia melanogaster vermehrt sich zuverlässig im Aquarium. Empfohlen wird ein Verhältnis von mindestens zwei bis drei Weibchen pro Männchen. Pro Wurf werden typischerweise 20-50 Jungfische geboren; die Tragzeit beträgt 4-6 Wochen. Erwachsene Tiere sind weniger kannibalisch als viele andere Lebendgebärende. Jungfische nehmen von Geburt an frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien oder pulverisiertes Flockenfutter an.

Natürlicher Lebensraum

Limia melanogaster stammt aus Jamaika und Haiti in der Karibik. Die Art lebt in kleinen Bächen mit hartem, alkalischem Wasser. Limia-Arten sind in flachen, vegetationsreichen Süßwasserbereichen verbreitet, wo sie die obere bis mittlere Wassersäule nutzen. Wilde Wasserwerte können lokal stark variieren und weichen von optimalen Aquariumwerten ab.

Geschlechtsunterschiede

Männchen bleiben mit etwa 4 cm deutlich kleiner als Weibchen (bis 5 cm). Männchen weisen das Gonopodium auf und zeigen eine intensivere schwarze Bauchzeichnung. Weibchen sind bei Trächtigkeit an der deutlich gerundeten Bauchpartie erkennbar.

Gut zu wissen

  • Lebendgebärender Zahnkarpfen (ovovivipar)
  • Männchen mit Gonopodium (modifiziertes Analflossenorgan)
  • Schwarze Bauchzeichnung als namensgebendes Merkmal
  • Hartwasser-Art: GH 20-30 °dGH, pH 7,5-8,5
  • Junggarnelen werden als potenzielle Beute betrachtet
  • Schnecken werden in den meisten Fällen toleriert
  • Geringes Sprungrisiko, Abdeckung dennoch empfehlenswert

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Jamaika-Kärpfling?

Temperatur 22-28 °C, pH 7,5-8,5, GH 20-30 °dGH. Die Art benötigt hartes, alkalisches Wasser aus der Karibik.

Kann man den Jamaika-Kärpfling vergesellschaften?

Geeignet sind friedliche, hartwassertolerante Arten ähnlicher Größe. Keine aggressiven oder räuberischen Fische.

Kann man den Jamaika-Kärpfling züchten?

Die Art vermehrt sich zuverlässig im Aquarium. Pro Wurf 20-50 Jungfische, Tragzeit 4-6 Wochen. Lebendgebärend (ovovivipar), Zucht einfach.

Wie groß muss das Aquarium für den Jamaika-Kärpfling sein?

Mindestens 80 cm Kantenlänge und ca. 112 Liter. Dichte Bepflanzung und schwimmende Pflanzen sind wichtig.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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Passt ins Becken dazu

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Papageiplaty (Rio Pantepec)

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Papageiplaty (Rio Pantepec)

Xiphophorus variatus Rio Pantepec

  • Endgröße: bis 7 cm
  • Becken: ab 100 l
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 7-8
  • Wasserhärte: mittelhart bis sehr hart
  • Schwierigkeit: Einfach

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Zahnkarpfen

Variabler Schwertträger

Xiphophorus variatus Rio Nautla

  • Endgröße: bis 8 cm
  • Becken: ab 200 l
  • Temperatur: 24-28 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-8
  • Wasserhärte: mittelhart bis sehr hart
  • Schwierigkeit: Einfach

Aus Mittelamerika, Wasserwerte passen

Javafarn

Rhizompflanzen

Javafarn

Microsorum pteropus ´Petite´

  • Wuchshöhe: 10-15 cm
  • Licht: wenig bis mittel
  • Temperatur: 20-28 °C
  • pH-Wert: pH 5-8
  • Platz im Becken: Aufsitzerpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

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  • Endgröße: bis 5 cm
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Xiphophorus milleri

  • Endgröße: bis 5 cm
  • Becken: ab 54 l
  • Temperatur: 24-28 °C
  • pH-Wert: pH 7-8
  • Wasserhärte: mittel bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

In der Gruppe halten, friedlich

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