Neocaridina heteropoda

Deutscher Name: Sakura-Garnele

Neocaridina heteropoda Sakura
Quelle: Herbert Nigl, Aquarium Dietzenbach
Herkunft: Asien, China, Taiwan
Farben: Rosa, Rot
Schwierig: Anfängerfreundlich
Gattung: Neocaridina
Gruppe: Garnelen

Beschreibung

Neocaridina heteropoda gehört zur Familie der Kleingarnelen. Ihr wissenschaftlicher Name lautet Neocaridina heteropoda. Die Garnelen haben einen schlanken Körper mit einem leicht gewölbten Kopf. Die durchschnittliche Körperlänge liegt bei etwa 2,5 Zentimetern. Ihre Fellfärbung zeigt meist ein warmes Rot, das sich in Schattierungen von Rosa bis Kupfer äußert. Die garnele weist klare Streifen und Augen auf, die gut sichtbar sind. In freier Natur lebt die Sakura-Garnele in klaren, langsam fließenden Gewässern in Ostasien. Dort findet man sie in schattigen Bachläufen und an Uferzonen. Es herrschen moderate Wassertemperaturen um 24 Grad Celsius. Der pH-Wert des Wassers liegt im natürlichen Habitat meist im neutralen Bereich. Diese Bedingungen helfen, das ökologische Gleichgewicht zu erhalten. Die Sakura-Garnele zeigt interessante Verhaltensweisen. Sie sucht tagsüber Schutz in dichten Pflanzenteppichen und versteckten Bereichen. Dabei gräbt sie gelegentlich durch den Bodengrund, was als Nahrungssuche dient. Eine weitere Anpassung ist die Fähigkeit, kleine Körperteile bei Gefahr abzutrennen. Dies hilft, Fressfeinde zu verwirren und zu entkommen. Einige Beobachter bemerken auch ein soziales Verhalten, wenn Garnelen in Gruppen auftreten. Diese Hinweise werden teilweise diskutiert, da unterschiedliche Quellen variierende Daten präsentieren. Im Aquarium werden ähnliche Wasserwerte angestrebt. Es gilt, Wassertemperaturen um 24 Grad Celsius einzuhalten und einen neutralen pH-Wert zu bewahren. Eine dichte Bepflanzung mit Sitzplätzen ermöglicht den Garnelen Rückzug und Nahrungssuche. Solche Bedingungen fördern die Gesundheit der Neocaridina heteropoda und sichern ein stabiles Wohlbefinden.

Besonderheiten

Diese Art, Neocaridina heteropoda – Sakura-Garnele, zeigt einen auffallend roten Farbton. Die leuchtende Färbung beruht auf genetisch bedingten Prozessen, die sie von verwandten Garnelenarten unterscheidet. Zudem ist das Tier für seine robuste Natur bekannt und passt sich gut an unterschiedliche Wasserbedingungen an. Forscher vermuten, dass diese Eigenschaften als Schutzmechanismen gegen Umweltstress wirken. Dabei bleiben einige Details der genetischen Steuerung der Pigmentierung noch unklar, was Anknüpfungspunkte für weitere Untersuchungen bietet.

Vergesellschaftungshinweise

Diese kleinen Wasserbewohner leben in Gruppen und fühlen sich in einer artgerechten Gemeinschaft wohl. Sie bevorzugen ein bewohntes Becken mit vielen Rückzugsmöglichkeiten und Pflanzen. Neocaridina heteropoda – Sakura-Garnele – ist meist friedlich. Sie verträgt sich gut mit kleinen, ruhigen Fischen wie Zwergfadenfischen und Guppys. Auch ähnliche Garnelen und kleine Wirbellose gelten als geeignete Mitbewohner. Größere oder sehr aggressive Fische können jedoch zur Gefahr werden. Eine sinnvolle Becken-Strukturierung und regelmäßige Pflege fördern ein stabiles Ökosystem.
Größe: Bis zu 3 cm

Erscheinungsbild

Das attraktive Außensehen zeigt eine glänzende und leuchtend rote Färbung. Die Körperform ist kompakt und segmentiert, mit klar abgegrenztem Cephalothorax und Hinterleib. Neocaridina heteropoda – Sakura-Garnele erreicht im Schnitt etwa 2,5 cm Länge. Kleine, facettenreiche Augen sitzen fest seitlich am Kopf. Fein unauffällige Härchen dienen als sensorische Fortsätze. Deutliche stachelartige Erhebungen treten in diesem Tier kaum auf. Die glänzende, glatte Schale vermittelt stets einen stabilen Eindruck. Diese äußeren Merkmale verbinden Struktur und Farbe und machen die Garnele zu einem beliebten Exemplar in der Aquaristik.

Zucht und Fortpflanzung

Diese Art vermehrt sich durch Eiablage und direkte Entwicklung. Die Eier werden am Körper der Weibchen getragen, bis sie als Miniaturgarnelen schlüpfen. Neocaridina heteropoda – Sakura-Garnele zeigt beim Fortpflanzungsprozess, dass die Embryonen vollständig im Mutterleib reifen. Die Larven durchlaufen keine freie Schwimmphase, sondern entwickeln sich direkt zu Jungtieren. Für die Zucht sind stabile Wasserparameter nötig. Idealerweise liegt die Temperatur zwischen 22 und 26 Grad Celsius. Ein pH-Wert von etwa 6,5 bis 8,0 sowie niedrige Nitratwerte sind ratsam. Weiche, leicht sandige oder kiesige Substrate fördern das natürliche Verhalten. Spezielle Futtermittel wie Algenfutter, Flocken und gelegentlich frisches Gemüse unterstützen die Ernährung. Die Tiere häuten sich regelmäßig, um zu wachsen. Dieser Vorgang, Molting genannt, erlaubt den Tieren, ihren harten Panzer zu erneuern. Während der Häutung ziehen sie sich in geschützte Bereiche zurück, um sich vor Fressfeinden zu schützen. Das Wachstum erfolgt in klar abgrenzbare Stadien, beginnend bei Neonten, gefolgt von Jungries, bis der letzte Übergang zum Erwachsenen erfolgt. Im Aquarium zeigt die Sakura-Garnele ein typisches Grab- und Suchverhalten. Sie durchkämmt den Bodengrund und frisst Algen sowie anhaftende Reste. Die Garnelen sind emsig und reagieren sensibel auf Umweltveränderungen. Dabei greifen sie auch auf Strukturen wie Pflanzen oder feste Dekore zurück, um Verstecke zu nutzen. Dieser Lebensstil ist eng verknüpft mit den idealen Zuchtbedingungen. Die Studien von my-fish.org und anderen Fachportalen bestätigen, dass Stabilität und Regelmäßigkeit im Becken den natürlichen Verhaltensmustern und Wachstumsstadien dieser Tiere zugutekommen.
Beckengröße:
Mindestens 10 Liter, idealerweise mit vielen Versteckmöglichkeiten.
Wasserhärte: mittelhart
PH-wert
6,5-8,0
Temperatur:
22-26 °C
Alterserwartung
1–2 Jahre

Ernährung/Futterbedarf

Diese Garnelen werden regelmäßig gefüttert, meist einmal täglich, mit kleinen Portionen. Geeignet sind immer frische Gemüsesorten wie knackige Gurken und frischer Spinat. Zudem wird häufig eine kleine Menge Calcium als Nahrungsergänzung zum Schalenbau angeboten. Die Tiere fressen ihr Futter gezielt und meiden stark gewürzte Nahrung.

Obwohl wir von my-fish.org uns bemühen, die bereitgestellten Informationen sorgfältig zu sammeln und aktuell zu halten, können wir keine Garantie für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit geben. Unsere Daten stammen von Experten, Züchtern und Partnern aus dem Zierfischgroßhandel und basieren auf deren Beiträgen. Bei Abweichungen oder fehlenden Informationen bitten wir um Verständnis. Wir freuen uns über Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge von der Community, um die Qualität unseres Angebots kontinuierlich zu steigern. Bitte nutzen Sie unser für Ihre Rückmeldungen und Anregungen.

In unserer kollaborativen Arbeit nutzen wir die Quellen my‑fish Content Commons. Wir fassen Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen – unter anderem aus der Datenbank unserer Partner im Zierfischgroßhandel und aus öffentlichen Datenbanken anderer Projekte – um die Richtigkeit unserer Texte zu validieren. Bitte beachten Sie, dass die Genauigkeit von den bereitgestellten Informationen abhängt und lesen Sie dazu unseren Disclaimer. Alle Links finden Sie hier.

Procambarus enoplosternum
Flusskrebs
Cypangopaludina leucythoides
Grüne Torpedo-Schnecke
Cherax hoa
Süßwasserkrebs
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Newsletter

Was beschäftigt die Aquaristik-Community? Der my-fish-Newsletter informiert dich über spannende Inhalte aus der Unterwasserwelt.

my-fish Podcast

Wir haben bei Zierfischgroßhändlern, Aquascapern, Züchtern und Liebhabern nachgefragt:

my-fish TV

Wir haben Ende 2018 dieses neue Format gestartet und werden in Zukunft auf diesem Kanal alles abdecken…

0
Lass uns doch ein Kommentar da!x
Auf my-fish.org Anmelden
Sicherheitsabfrage: Bitte geben Sie die korrekte Nummer für die Anmeldung ein.
Beweisen Sie, das Sie ein Mensch sind: 3   +   3   =  
my-fish logo 2021