Lepidiolamprologus hecqui

Deutscher Name: Hecqs Tanganjikasee-Buntbarsch

Quelle: G. Höner - Zierfischgroßhandel
Herkunft:
Ostafrika, Tansania
Farben:
braun, gelb
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Neolamprologus hecqui
Gattung: Neolamprologus
Familie: Cichlidae

Beschreibung

Lepidiolamprologus hecqui ist ein schlanker, langgestreckter Buntbarsch aus dem Tanganjikasee (Ostafrika) und wird bis zu 8 cm groß (Männchen). Die Art gehört zur Gruppe der Schneckenhaus-Buntbarsche („Shell Dwellers“) und zählt zu den mittelgroßen Vertretern dieser Gruppe. Der Körper ist spindelförmig mit gelblich-bräunlicher bis olivfarbener Grundfärbung und teils irrisierenden Schuppensäumen. Im Aquarium ist Lepidiolamprologus hecqui ein aktiver und neugieriger Bodenbewohner. Die Tiere graben intensiv im Feinsand und organisieren ihren Lebensraum um leere Schneckenhäuser, die sowohl als Schutzraum als auch als Laichplatz dienen. Die Art gilt als einer der aggressivsten Schneckenhaus-Buntbarsche und hat unter Aquarianern den Spitznamen „Pitbull der Shellies“ erhalten. Männchen verteidigen ihr Revier vehement, auch gegenüber deutlich größeren Fischen. Der Geschlechtsdimorphismus ist deutlich: Männchen werden 7–8 cm, Weibchen nur 4–5 cm. Empfohlen wird ein Harem mit einem Männchen und 2–4 Weibchen.
Sozialverhalten: Harem
Temperament: territorial
Verträglichkeit mit Wirbellosen: mittel

Besonderheiten

  • Schneckenhaus-Brüter: Laich wird tief im Schneckenhaus abgelegt
  • Intensives Grabverhalten im Feinsand
  • Haremsstruktur empfohlen: 1 Männchen mit 2–4 Weibchen
  • Einer der aggressivsten Shell Dwellers („Pitbull der Shellies“)
  • Starker Geschlechtsdimorphismus: Männchen bis 8 cm, Weibchen nur 4–5 cm
  • Geringes Sprungrisiko

Vergesellschaftungshinweise

Lepidiolamprologus hecqui ist territorial und während der Brutphase besonders aggressiv. Empfohlen wird ein Harem (1 Männchen, 2–4 Weibchen) mit mindestens 2–3 Schneckenhäusern pro Tier. Außerhalb der Brutzeit sind Gruppen untereinander erträglich. Schnecken werden toleriert. Bei Garnelen besteht Risiko für Jungtiere. Geeignete Mitbewohner sind andere Tanganjika-Cichliden: Altolamprologus-Arten in Felsenbereichen und Cyprichromis-Arten als Freiwasserschwimmer. Südamerikanische Weichwasserarten, asiatische Arten und Malawi-Cichliden sind ungeeignet.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen werden mit 7–8 cm erheblich größer als Weibchen (4–5 cm). Männchen haben längere, zugespitzte Flossen und zeigen intensiveres Revierverhalten. Weibchen wirken kompakter und rundlicher, besonders wenn sie Eier tragen. Sichere Geschlechtsbestimmung erst im Adultstadium anhand der Körpergröße.
Größe: M: ca. 8 cm, W: ca. 4–5 cm

Haltungstipps / Pflege

Wasserwerte: Temperatur 23–27 °C, pH 7,8–8,6, GH 10–20 °dGH. Hartes, alkalisches Tanganjika-Wasser ist nicht verhandelbar. Beckengröße: Ab 80 cm Kantenlänge, 112 Liter für ein Paar; empfohlen 200+ Liter für einen Harem. Einrichtung: Feiner heller Sand (Aragonit oder Korallensand, 5–7 cm tief) ist Pflicht. Pro Tier 2–3 Schneckenhäuser (Neothauma-Größe oder Escargot-Gehäuse mit 4–5 cm Öffnung). Steine oder Felsen für Reviermarkierung und Sichtblenden, stabil befestigt. Wasserqualität: Regelmäßige Wasserwechsel (25–30 % wöchentlich), effektive Filterung und gute Sauerstoffversorgung. Stehende oder schwach fließende Beckenbereiche werden bevorzugt. Lepidiolamprologus hecqui ist für erfahrene Aquarianer, die Erfahrung mit Tanganjika-Cichliden haben. Die intensive Territorialität erfordert ein sorgfältig strukturiertes Becken.
Wasserhärte:
mittel bis hart
pH-Wert
7,8-8,6
Temperatur:
23-27 °C
Beckengröße:
ab 80 cm, 112 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp: Schalenbrüter (Höhlenbrüter in Schneckengehäusen). Zuchtschwierigkeit: mittel. Das Weibchen legt klebrige Eier tief im Inneren eines Schneckenhauses ab. Das Männchen bewacht das gesamte Revier. Bei 25–26 °C schlüpfen die Eier nach ca. 3 Tagen; die Larven werden im Schneckenhaus gehütet und werden nach 3–7 Tagen freischwimmend. Haltungswasserwerte (pH 7,8–8,6, GH 10–20) gelten auch für die Zucht. Erstfutter: feinste Staubnahrung, Artemia-Nauplien.

Ernährung/Futterbedarf

Lepidiolamprologus hecqui ist ein Fleischfresser. Geeignet sind gefrorene oder lebende Artemia, Cyclops, Daphnien, Mückenlarven und kleine Tubifex. Hochwertige fleischbetonte Cichliden-Granulate als Grundfutter. Pflanzliche Kost ist nicht erforderlich. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Fleischfresser (Carnivore)
Alterserwartung
ca. 5-8 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Lepidiolamprologus hecqui ist ein endemischer Bewohner des Tanganjikasees in Ostafrika. Die Art lebt in flacheren Küstenbereichen an Übergängen zwischen felsigen Uferpartien und sandigen Flächen. Charakteristisch sind dichte Ansammlungen von Schneckenhäusern (Neothauma), die als Nischen und Brutplätze dienen. Das Wasser ist klar, mineralreich und alkalisch.

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