Notropis chrosomus
Beschreibung
Die Regenbogenelritze (Notropis chrosomus) erreicht bis zu 8,1 cm TL und ist eine schlanke, farbenprächtige Schwarmelritze aus dem Südosten der USA. Im Ruhekleid zeigt sie einen rötlichen Grundton mit irisierenden Blau-Funken auf Körper und Flossen sowie ein dunkles Längsband. Während der Laichzeit entwickeln Männchen intensive lila-blaue Töne an Kopf, Rücken und Flossenbasen mit einem silbrigen Längsband. Beide Geschlechter bilden Laichausschläge (Tuberokel).
Im Aquarium ist die Art sehr aktiv und schwimmt in synchronen Schwarmformationen in der mittleren bis oberen Wasserschicht. Als Kaltwasserfisch benötigt sie keine Heizung und verträgt Raumtemperatur gut, sollte aber über 24 °C hinaus nicht dauerhaft gehalten werden.
Besonderheiten
- Spektakuläre Laichfärbung der Männchen in Lila-Blau
- Kühle Überwinterung bei 4–10 °C ist für die Zucht essenziell
- Kaltwasserfisch: kein Heizstab nötig, Dauertemperaturen über 24 °C verkürzen die Lebenserwartung
- Laicht in der Natur bevorzugt in Nestern größerer Fischarten
- Beide Geschlechter bilden Laichausschläge (Tuberokel)
- Strömungsbetontes Becken mit sauerstoffreichem Wasser bevorzugt
- Garnelenlarven gefährdet, adulte Garnelen und Schnecken verträglich
Vergesellschaftungshinweise
Schwarmbildend, gesellig und friedlich. Haltung in Gruppen von mindestens 8–10 Tieren. Gegenüber Wirbellosen meist verträglich; sehr kleine Garnelenlarven können gefressen werden, adulte Zwerggarnelen und Schnecken werden toleriert.
Die Art lässt sich gut mit anderen friedlichen Schwarmfischen aus dem Südosten der USA vergesellschaften. Geeignet sind weitere Notropis-Arten oder vergleichbare ruhige Kaltwasserfische. Räuberische oder extrem territoriale Arten vermeiden.
Geschlechtsdimorphismus
Männchen zeigen während der Laichzeit deutlich intensivere, leuchtende Farben mit lila-blauen Tönen an Kopf, Rücken und Flossenbasen und eine schlankere Körperform. Weibchen wirken blasser und fülliger, wenn sie Laichansatz tragen. Beide Geschlechter bilden Laichausschläge, die bei Männchen ausgeprägter sein können.
Haltungstipps / Pflege
Wasserwerte: 10–24 °C, pH 6,5–7,5, GH 6–15 dGH. Die Art verträgt saisonal kühlere Temperaturen und profitiert von einer Winterabsenkung. Ein Heizstab ist in den meisten Wohnräumen nicht nötig. Dauerhafte Temperaturen über 24 °C reduzieren die Lebenserwartung.
Empfohlen wird ein Becken ab 100 cm Kantenlänge (120 Liter) für eine Gruppe von 8–10 Tieren. Offene Schwimmzonen in der mittleren bis oberen Wasserschicht, vereinzelte Rückzugsplätze aus Steinen oder Wurzelholz, sparsame Bepflanzung. Feiner Sand bis Kies als Substrat mit Bereichen aus grobem Kies für Laichplätze. Strömungsreiche Zonen und starke Filterung sichern klares, sauerstoffreiches Wasser.
Saisonale Empfehlung: Eine Überwinterung bei 4–10 °C über mehrere Wochen ist für die Gonadenreifung und Laichbereitschaft nötig. Eine bloße Absenkung auf 15 °C reicht nicht aus.
Zucht und Fortpflanzung
Fortpflanzungstyp: Freilaicher. Schwierigkeit: mittel.
Zuchtwasserwerte: 22–25 °C, pH 6,5–7,0, GH bis 12 dGH. Auslöser: Eine kühle Überwinterung bei 4–10 °C über mehrere Wochen ist für die Gonadenreifung nötig. Danach langsame Temperaturerhöhung und reichliche Fütterung mit Lebendfutter.
Eine Schale mit grobem Kies in starker Strömung stimuliert das Ablaichen. In der Natur laichen diese Fische bevorzugt in den Nestern größerer Arten; im Aquarium eignen sich Kiesschalen als Ersatz. Das Ablaichen erfolgt als Laichrausch über grobem Kies. Eltern zeigen keine Brutpflege und fressen Eier und Larven, daher Eier separieren.
Larven schlüpfen nach 3–7 Tagen und nehmen zunächst Paramecium oder feinstes Staubfutter an.
Ernährung/Futterbedarf
Die Regenbogenelritze ist ein Allesfresser mit deutlicher Neigung zu tierischer Kost. Basis sind hochwertiges Flocken- und Granulatfutter, ergänzt durch Artemia-Nauplien, Mückenlarven, Daphnien und Tubifex sowie pflanzliche Zusätze wie Spirulina.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
N. chrosomus bewohnt im Südosten der USA klare, schnell fließende Bäche und Flussabschnitte des Mobile-River-Einzugsgebiets (Coosa, Cahaba, Alabama und oberer Black Warrior River) mit sandig-kiesigem Grund. Typisch sind mäßige bis starke Strömung, spärliche Vegetation und freie Schwimmzonen. Laichplätze befinden sich zwischen Kieseln und Steinen.
Wilde Wasserwerte können lokal variieren.
Hallo,
immer wieder schön, die Nachkommen von unserem Stamm auf Bildern zu sehen.
Der Notropis chrosomus stammt aus Nordamerika ( Tennessee, Alabama, Geogia )
er ist problemlos haltbar bei Temperaturen von 4°C – 26°C, sollte aber nicht dauerhaft bei hohen Temperaturen gehalten werden.
Eine ganzjährige Haltung in sauberen sauerstoffreichen Gartenteichen mit einer Strömung kommt einer natürlichen Haltung am nächsten.
Einige unserer Notropis leben schon 4 Jahre in der Aussenanlage.
Es ist ein robustes Tier, stellt keine besonderen Ansprüche an Wasserwerte und ist im Teich vergleichbar mit einem Goldfisch.
Bilder Notropis chrosomus Zuchttiere aus Selektionszucht:
http://www.flickr.com/photos/57481381@N08/
Gruß Werner
Hallo Werner,
gerne darfst du auch einen Zuchtbericht bei uns einstellen. Wir erweitern auch gern diese Beschreibung um deine Worte und Bilder!