Pangio pangia
Beschreibung
Das Zimtfarbene Dornauge (Pangio pangia) ist eine zierliche, schlanke Schmerle mit wurmförmigem Körperbau, die etwa 6 cm erreicht. Die Grundfärbung ist ein gleichmäßiges Zimtbraun bis Rötlich-Braun – daher der treffende deutsche Name. Die Seitenpartien sind einfarbig gehalten, die Unterseite kann gegen das Schwanzende hin leicht gelblich schimmern. Im Gegensatz zu verwandten Arten fehlt eine Streifenzeichnung; gelegentlich zeigt sich ein violetter Schimmer auf den Kiemendeckeln.
Im Aquarium ist Pangio pangia dämmerungs- bis nachtaktiv. Tagsüber zieht sich die Art in Verstecke zurück oder buddelt sich teilweise in feines Substrat ein. Bei Dunkelheit werden die Tiere aktiver und durchstreifen in Gruppen den Bodengrund.
Pangio pangia ist ein Gruppenfisch und darf nie einzeln gehalten werden. Feiner Sand als Bodengrund ist Pflicht, da die empfindlichen Barteln durch grobes Substrat verletzt werden.
Besonderheiten
- Dämmerungs- und nachtaktiv, tagsüber sehr zurückgezogen
- Feiner Sand als Bodengrund Pflicht – grober Kies verletzt die empfindlichen Barteln
- Gruppenhaltung ab 6 Tieren Pflicht
- Ideal für naturnahe Aquarien mit viel Laub, Wurzeln und Verstecken
- Springrisiko vorhanden – dicht schließende Abdeckung Pflicht
- Kupferempfindlich – kupferhaltige Medikamente können tödlich sein
Vergesellschaftungshinweise
Pangio pangia ist ein Gruppenfisch und sollte in Gruppen ab 6 Tieren gehalten werden. Innerhalb der Gruppe zeigen die Tiere eine ruhige Sozialstruktur mit kaum sichtbaren Dominanzkämpfen. Das Verhalten ist insgesamt sehr friedlich und scheu.
Adulte Garnelen gelten als sicher, sehr kleine Junggarnelen können gelegentlich gefressen werden. Schnecken werden toleriert.
Zur Vergesellschaftung eignen sich friedliche Rasboras, andere Pangio-Arten und ruhige asiatische Bodenfische aus Süd- und Südostasien. Ostafrikanische Buntbarsche und südamerikanische Arten wie Corydoras sind ungeeignet.
Geschlechtsdimorphismus
Schwach ausgeprägt. Weibchen sind in der Regel fülliger gebaut und wirken runder, besonders mit Laichansatz. Männchen bleiben schlanker. Keine dokumentierten Farbunterschiede.
Haltungstipps / Pflege
Pangio pangia benötigt ein Becken ab 80 cm Kantenlänge (ca. 112 Liter) mit Temperaturen von 24–26 °C, einem pH-Wert von 6–7 und einer Gesamthärte bis 12 °dGH.
Feiner Sand als Bodengrund ist Pflicht – grober Kies verletzt die empfindlichen Barteln. Zahlreiche Verstecke aus Wurzelholz, flachen Steinen und dichter Bepflanzung. Laubmulm oder Seemandelbaumblätter schaffen naturnahe Verhältnisse. Schwimmpflanzen zur Schattierung. Langsame bis mäßige Strömung. Gedämpfte Beleuchtung.
Kupferempfindlich: Kupferhaltige Medikamente können für Schmerlen tödlich sein – unbedingt vermeiden. Das Becken muss dicht abgedeckt sein, da Springrisiko besteht.
Zucht und Fortpflanzung
Im Hobby sind bislang keine gesicherten Nachzuchterfolge dokumentiert. Pangio pangia wird als Pflanzenlaicher eingestuft, die Zuordnung ist für diese Art im Hobby nicht reproduzierbar belegt.
Orientierungswerte für experimentelle Versuche: 25–27 °C, pH 6,5–7, GH max. 10 °dGH. Konditionierung mit hochwertigem Lebend- und Frostfutter. Die Zucht gilt als sehr schwierig.
Ernährung/Futterbedarf
Pangio pangia ist ein Allesfresser. Bevorzugt werden kleine lebende und gefrorene Nahrung: Artemia, Cyclops, Tubifex, rote und weiße Mückenlarven. Ergänzend sinkendes Granulat, Futtertabletten und Bodenpellets. Abwechslungsreiche Ernährung ist wichtig für Kondition und Langlebigkeit.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Pangio pangia stammt aus Süd- und Südostasien mit Vorkommen in Indien, Bangladesch und Myanmar. Die Art besiedelt Gewässer mit weichem, feinem Sand- oder Schlammboden, die reich an Versteckmöglichkeiten durch Wurzeln, Steine und dichte Ufervegetation sind. Typisch sind lichtgedämpfte Habitate mit langsamer bis mäßiger Strömung.