Pseudotropheus sp. "perspicax orange cap"

Deutscher Name: Red Top Ndumbi

Herkunft:
Malawi
Farben:
orange, rot, violett
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Pseudotropheus sp. "perspicax orange cap"
Gattung: Pseudotropheus
Familie: Cichlidae

Beschreibung

Der Red Top Ndumbi (Pseudotropheus sp. „perspicax orange cap“) ist ein Mbuna-Cichlid aus dem Malawisee mit einer Größe von bis zu 10 cm. Der Handelsname „Ndumbi“ bezieht sich auf den Fundort am Ndumbi Reef und ist kein gültiger Artname. Männchen zeigen einen hellblau bis violett-blauen Körper mit einer markanten roten bis orangen Blesse, die von den Lippen über den Kopf bis in die Rückenflosse reicht. Weibchen sind deutlich schlichter braun-grau gefärbt. Die Art zeigt innerartlich extreme Aggressivität und ist ein spezialisierter Aufwuchsfresser.
Sozialverhalten: Harem
Temperament: aggressiv
Verträglichkeit mit Wirbellosen: schlecht

Besonderheiten

  • Handelsname bezieht sich auf den Fundort Ndumbi Reef, kein gültiger Artname (korrekt: Pseudotropheus sp. „perspicax orange cap“)
  • Endemisch im Malawisee, ausschließlich an den Felsriffen Ndumbi Reef und Pombo Rocks in 2-7 m Tiefe
  • Zeigt extreme innerartliche Aggressivität, Haremshaltung zwingend empfohlen
  • Mütterlicher Maulbrüter mit 16-22 Tagen Inkubationszeit und 15-35 Jungfischen pro Gelege
  • Spezialisierter Aufwuchsfresser, fleischreiches Futter kann Malawi-Bloat verursachen

Vergesellschaftungshinweise

Harem, aggressiv territorial. Haltung: 1 Männchen mit 3-4 Weibchen. Verträglichkeit mit Wirbellosen: Garnelen gefährdet. Pseudotropheus sp. „perspicax orange cap“ zeigt besonders innerartlich extreme Aggressivität. Die Art lässt sich am besten mit anderen Mbuna ähnlicher Aggressivität und Größe vergesellschaften. Ruhige, friedliche Arten und sehr kleine Wirbellose wie Zwerggarnelen sind als Beifische ungeeignet, da Garnelen gefressen werden. Dichte Steinaufbauten mit vielen Sichtbarrieren und Rückzugsräumen helfen, das Aggressionsniveau zu senken. In ausreichend großen Becken (ab 150 cm Kantenlänge) ist eine Haltung mit mehreren Männchen und entsprechend vielen Weibchen (z. B. 3 Männchen mit 7 Weibchen) möglich.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen und Weibchen unterscheiden sich deutlich in Farbe und Größe. Männchen werden bis ca. 10 cm lang und sind intensiv blau-violett gefärbt mit der namensgebenden orangen Kopfblesse. Weibchen bleiben mit 6-7 cm deutlich kleiner und sind schlicht braun-grau gefärbt.
Größe: ca. bis 10 cm (Männchen), Weibchen bis 7 cm

Haltungstipps / Pflege

Pseudotropheus sp. „perspicax orange cap“ benötigt ein stark strukturiertes Mbuna-Becken ab 120 cm Kantenlänge und mindestens 350 Litern. Wasserwerte: 24-28 °C, pH 7,5-8,5, GH 10-20 °dGH. Zahlreiche Spalten, Höhlen und flache Felsplatten als Einrichtung. Feiner Sand (1-2 mm Körnung) als Substrat. Kräftige Strömung, da die Art in wellenexponierten Felsufern lebt. Leistungsfähige mechanische und biologische Filterung ist Pflicht. Fütterung überwiegend pflanzlich (Spirulina, Algenpellets). Fleischreiches Futter vermeiden wegen Malawi-Bloat-Risiko.
Wasserhärte:
mittel bis hart
pH-Wert
7,5-8,5
Temperatur:
24-28 °C
Beckengröße:
ab 120 cm, 350 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp: Mütterlicher Maulbrüter Zuchtschwierigkeit: vergleichsweise unkompliziert Die Zucht erfolgt als mütterliche Maulbrut. Das Männchen balzt intensiv und lockt das Weibchen zu flachen Steinen oder in seine Höhle. Das Weibchen nimmt die Eier nach der Befruchtung ins Maul auf. Die Inkubationszeit beträgt 16-22 Tage. Pro Gelege werden 15-35 Jungfische entlassen. Die Jungtiere sind bei der Entlassung ca. 5 mm groß und nehmen sofort feines Flockenfutter und Artemia-Nauplien an. Zuchtwasser: pH 7,8-8,5, GH 10-20 °dGH, 26-28 °C. Ein spezieller Zuchtauslöser ist nicht nötig; gute Wasserqualität, regelmäßige Wasserwechsel und hochwertige Fütterung reichen aus.

Ernährung/Futterbedarf

Pseudotropheus sp. „perspicax orange cap“ ist überwiegend herbivor und auf Aufwuchs (Algenrasen auf Felsen) spezialisiert. Spirulina-Flocken, Algenpellets und pflanzenbetonte Cichlidenflocken als Grundnahrung. Gelegentlich sehr sparsam Cyclops oder Mysis als Ergänzung. Fleischreiche Futtersorten strikt vermeiden, da sie bei limnivoren Mbuna schwere Verdauungsstörungen verursachen können. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Aufwuchsfresser (Limnivore)
Alterserwartung
nicht dokumentiert

Natürlicher Lebensraum

Diese Art ist endemisch im Malawisee und kommt ausschließlich an den Felsriffen Ndumbi Reef, Ndumbi Point und Pombo Rocks vor. Das Habitat besteht aus sedimentfreien, felsigen Uferzonen mit starker Wellenexposition und dichtem Algenaufwuchs auf harten Felsen, in Tiefen von 2-7 Metern.

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