Rasbora borapetensis
Beschreibung
Der Brillant-Rotschwanzbärbling (Rasbora borapetensis) ist ein schlanker Bärbling aus der Familie Danionidae mit einer Endgröße von etwa 5 cm SL. Entlang der Körperflanke verläuft ein dunkelbrauner bis schwärzlicher Längsstreifen vom Kiemendeckel bis zur Schwanzflossenbasis. Das namensgebende Merkmal ist die intensive rote bis orangerote Färbung an der Basis der Schwanzflosse.
Im Aquarium zeigt die Art ausgeprägtes Schwarmverhalten bevorzugt in der mittleren Wasserzone.
Besonderheiten
- Artdiagnostischer dunkelbrauner Längsstreifen mit roter Schwanzflossenbasis
- Unvollständige Seitenlinie (10-15 perforierte Schuppen)
- Mikropredator: ungeeignet für die gemeinsame Haltung mit Garnelen
- Robust und pflegeleicht, geeignet für Einsteiger
- Geringes Sprungrisiko
Vergesellschaftungshinweise
Rasbora borapetensis ist ein ausgeprägter Schwarmfisch, der in der Natur in größeren Gruppen lebt und ein ausgeprägtes Sozialverhalten zeigt; für die Aquarienhaltung des Brillant-Rotschwanzbärblings empfiehlt sich daher eine Mindestgruppengröße von 8–10 Tieren, um Stress und Scheu zu vermeiden. Als friedlicher, lebhafter Oberflächen- und Freiwasserbewohner eignet er sich gut zur Vergesellschaftung mit anderen ruhigen, nicht zu großen Schwarmfischen wie Keilfleckbärblingen, Glühlichtsalmlern oder kleinen Panzerwelsen, die den unteren Bereich des Beckens bewohnen. Zu vermeiden sind sehr kleine Beutefische wie Jungfische oder Zwerggarnelen, da sie als Nahrung angesehen werden könnten, sowie aggressive oder sehr lebhafte Arten wie Buntbarsche, Barben oder größere Salmler, die den Brillant-Rotschwanzbärbling stressen oder verdrängen könnten; auch langflossige Fische wie Guppys oder Kampffische sind ungeeignet, da gelegentliches Flossenzupfen auftreten kann.
Geschlechtsdimorphismus
Männchen des Brillant-Rotschwanzbärblings sind tendenziell schlanker und zeichnen sich durch einen ausgeprägteren, leuchtend rötlichen Schwanzstreifen aus, während Weibchen einen rundlicheren Körperbau aufweisen, der vor allem in der Laichzeit durch einen deutlich pralleren Bauch erkennbar wird.
Haltungstipps / Pflege
Im Aquarium zeigt die Art ausgeprägtes Schwarmverhalten bevorzugt in der mittleren Wasserzone. Die Haltung erfolgt in Gruppen von mindestens 8 bis 10 Tieren bei 22-26 °C, pH 6-7,5 und GH 2-12 °dGH in einem Becken ab 80 Litern mit mindestens 60 cm Kantenlänge.
Zucht und Fortpflanzung
Rasbora borapetensis ist ein Freilaicher ohne Brutpflege. Die Zucht gilt als einfach und ist gut dokumentiert. Pro Laichvorgang werden etwa 30-50 Eier abgegeben. Die Inkubationszeit beträgt 18-48 Stunden. Zuchtbedingungen: 25-26 °C, weiches Wasser. Eltern nach dem Ablaichen entfernen, da sie die Eier fressen.
Ernährung/Futterbedarf
Rasbora borapetensis ist ein Mikropredator, der in der Natur kleine Insekten, Würmer und Zooplankton aufnimmt. Im Aquarium eignen sich hochwertige Flocken und Granulat als Basis. Regelmäßig ergänzen mit Daphnien, Artemia-Nauplien, Cyclops und Mückenlarven. Mehrere kleine Portionen täglich sind sinnvoll.
Natürlicher Lebensraum
Rasbora borapetensis ist in Südostasien verbreitet: Mekong- und Chao-Phraya-Einzugsgebiet in Thailand sowie Kambodscha, Laos und die nördliche Malaiische Halbinsel. Die Art besiedelt ein breites Spektrum langsam fließender bis stehender Gewässer wie Tümpel, Sümpfe, Gräben und ruhige Randbereiche kleiner Fließgewässer.