Rhinogobius flumineus

Deutscher Name: Japanische Bachgrundel

Quelle: aqua-global - Dr. Jander & Co. OHG
Herkunft:
Japan
Farben:
braun, grau
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Rhinogobius flumineus
Gattung: Rhinogobius
Familie: Gobiidae

Beschreibung

Die Japanische Bachgrundel (Rhinogobius flumineus) erreicht eine Gesamtlänge von etwa 6 cm und gehört zur Familie der Gobiidae. Der Körper ist kompakt, leicht zylindrisch und zeigt eine sandbraune bis olivfarbene Grundfärbung mit unregelmäßigen dunklen Flecken und Streifen entlang der Flanken. Im Aquarium zeigt R. flumineus ein bodengebundenes Verhalten mit kurzen, schnellen Sprints zwischen Verstecken.
Sozialverhalten: Gruppenhaltung
Temperament: territorial
Verträglichkeit mit Wirbellosen: schlecht

Besonderheiten

  • Kühlwasserart aus Japan, benötigt Temperaturen von 15 bis 25 °C
  • Männchen entwickeln in Laichstimmung rötliche Wangen und Flossenränder
  • Substratlaicher: Männchen bewacht Gelege unter flachen Steinen
  • Rheophil, benötigt starke Strömung und hohen Sauerstoffgehalt
  • Kupfer-unempfindlich, aber empfindlich gegenüber hohen Temperaturen über 26 °C
  • Endemisch in Japan, dort in schnell fließenden Bächen und Flüssen verbreitet

Vergesellschaftungshinweise

Rhinogobius flumineus ist territorial und zeigt eine ausgeprägte hierarchische Sozialstruktur unter Männchen. Männchen sind gegenüber anderen Männchen hochaggressiv, besonders während der Fortpflanzungszeit von Juni bis August. Dieses ausgeprägte Revierverhalten erfordert eine Einrichtung mit vielen Rückzugsräumen und optischen Trennungen, damit rangniedrigere Tiere Ausweichmöglichkeiten finden. Das Temperament lässt sich als aktiv und gegenüber Artgenossen ruppig zusammenfassen; gegenüber anderen Arten sind die Tiere in der Regel friedlich, sofern diese keine direkte Konkurrenz um dasselbe Mikrohabitat darstellen. Während der Brutzeit steigt die Aggressivität der Männchen deutlich an. Empfohlen wird eine Haltung mit einem Männchen auf zwei bis mehrere Weibchen, um Konflikte zu reduzieren. Verträglichkeit mit Wirbellosen: Schnecken werden toleriert. Garnelen sind für adulte Tiere meist sicher; sehr kleine Junggarnelen können jedoch als Beute angesehen werden. Geeignete Beifische stammen aus derselben Bioregion (Ostasien) und halten sich überwiegend im Mittelwasser auf, ohne in den Bodenbereich der Grundeln einzudringen. Friedliche, robuste Schwarmfische mittelgroßer Größe sind geeignete Begleiter, solange sie mit kühleren Wassertemperaturen (ab ca. 15 °C) zurechtkommen. Arten, die dauerhaft wärmere Temperaturen benötigen, sind ungeeignet. Auf ausreichend Struktur und eine sinnvolle Besatzdichte ist zu achten.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen sind kräftiger gebaut und zeigen in Laichstimmung rötliche Wangen und intensivere Flossenfarben. Der Kopf ist breiter und die Kiemendeckel können einen metallischen Glanz aufweisen. Weibchen bleiben etwas kleiner, schlanker und zeigen eine dezenteren Färbung.

Größe: ca. bis ca. 6 cm SL (ca. 7 cm TL)

Haltungstipps / Pflege

Rhinogobius flumineus benötigt ein Strömungsbecken mit kühlem, sauerstoffreichem Wasser bei 15 bis 25 °C, pH 7,0 bis 8,0 und GH 2 bis 15 °dGH. Das Becken sollte mindestens 112 Liter bei 80 cm Kantenlänge umfassen. Als Bodengrund eignet sich grober Sand bis feiner Kies mit zahlreichen flachen Steinen, die als Reviermarkierungen und Laichplätze dienen. Eine starke Filterung mit hoher Strömungsleistung ist Pflicht, da die Art aus schnell fließenden Bächen stammt. Regelmäßige Wasserwechsel halten die Wasserqualität hoch. Eine Abdeckung ist empfehlenswert, da Grundeln gelegentlich springen.

Wasserhärte:
weich bis hart
pH-Wert
7-8
Temperatur:
Kaltwasserfisch/Kühlwasser
Beckengröße:
ab 80 cm, 112 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Rhinogobius flumineus ist ein Substratlaicher. Das Männchen reinigt die Unterseite eines flachen Steins und lockt ein laichbereites Weibchen an. Die Eier werden in einer einzelnen Schicht an die Steinunterseite geheftet und ausschließlich vom Männchen bewacht und befächelt. Die Larven schlüpfen nach etwa 7 bis 10 Tagen und benötigen als Erstfutter Infusorien oder feinste Artemia-Nauplien. In Japan durchlaufen einige Populationen eine amphidrome Larvalphase im Meer, was die Nachzucht im Aquarium erschweren kann.

Ernährung/Futterbedarf

Ernährungstyp: Fleischfresser (Karnivore). Die Art ernährt sich primär von kleinen Bodentieren und nimmt eine breite Palette an tierischer Kost an. Als Hauptfutter empfehlen sich lebende oder tiefgekühlte Kleintiere: Artemia, Cyclops, Daphnien, Mückenlarven, Chironomiden-Larven (Rote Mückenlarven), Mysis sowie kleine Tubifex. Hochwertige, sinkende Pellets oder Tabs für Bodenfische können nach Eingewöhnung als Ergänzung akzeptiert werden, sollten jedoch nicht als alleinige Nahrungsgrundlage dienen. Pflanzliche Futterkomponenten sind nicht notwendig. Eine abwechslungsreiche Ernährung fördert Kondition, Farbpracht und Zuchtbereitschaft.
Ernährungstyp: Fleischfresser (Carnivore)
Alterserwartung
ca. 3-5 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Rhinogobius flumineus ist in Japan endemisch, wo die Art in klaren, schnell fließenden Bächen und Flüssen mit kiesigem bis steinigem Untergrund vorkommt. Die natürlichen Habitate zeichnen sich durch kühle Temperaturen, hohe Sauerstoffsättigung und starke Strömung aus. Einige Populationen sind amphidrom und verbringen die Larvalphase im Meer.

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