Rhinogobius rubromaculatus

Deutscher Name: Rotfleck-Bachgrundel

Bild: Enrico Richter
Herkunft:
China
Farben:
braun, grau, rot
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Rhinogobius rubromaculatus
Gattung: Rhinogobius
Familie: Gobiidae

Beschreibung

Die Rotfleck-Bachgrundel (Rhinogobius rubromaculatus) erreicht eine Länge von 5 bis 5,5 cm und ist in Taiwan endemisch. Der kompakte Körper zeigt eine graubraune Grundfärbung mit namensgebenden roten Flecken an Wangen und Kiemendeckeln. Die Art tritt in zwei Farbmorphen auf.
Sozialverhalten: Gruppenhaltung
Temperament: territorial
Verträglichkeit mit Wirbellosen: schlecht

Besonderheiten

  • Endemisch in Taiwan, dort in schnell fließenden Bergbächen
  • Zwei Farbmorphen bekannt
  • Handelsname ‚Chrysanthemum‘ bezeichnet eine ANDERE unbeschriebene Art
  • Gut dokumentierte Zucht ohne pelagische Larvalphase
  • 20 bis 100 Eier pro Gelege, Inkubation 9 bis 11 Tage
  • Benötigt starke Strömung und hohen Sauerstoffgehalt
  • Alle Garnelen werden als Beute betrachtet

Vergesellschaftungshinweise

Rhinogobius rubromaculatus var. “gelb” – im Handel als Gelber Chrisanthemum-Grundel bekannt – zeigt im natürlichen Verhalten eine ausgeprägte Territorialität und lebt meist einzeln oder in lockeren Paaren, wobei Männchen besonders revierbildend sind und Artgenossen außerhalb der Paarungszeit eher meiden; für die Aquarienhaltung empfiehlt sich daher die Einzel- oder Paarhaltung, wobei bei mehreren Tieren ausreichend strukturierte Rückzugsorte und Sichtbarrieren im Aquarium vorhanden sein müssen, um Stress und Revierkämpfe zu minimieren. Als Beckenpartner eignen sich ruhige, friedliche Schwarmfische ähnlicher Größe wie kleine Bärblinge oder Salmler sowie unaufdringliche Bodenfische wie kleine Panzerwelse, die nicht in direkte Konkurrenz um Reviere oder Nahrung treten. Zu vermeiden sind sehr kleine Beutefische wie Jungfische oder Zwerggarnelen, da diese als Nahrung betrachtet werden können, ebenso wie aggressive oder hyperaktive Arten, die die Grundel stressen oder verdrängen könnten, sowie langflossige Fische, da es gelegentlich zu Flossenzupfen oder Konkurrenzverhalten kommen kann.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen zeigen in Laichstimmung intensivere rote Flecken an Wangen und Kiemendeckeln. Der Kopf ist breiter und kräftiger gebaut. Weibchen sind schlanker und zeigen eine dezentere Färbung, bei Laichreife ist der rundlichere Bauch erkennbar.

Größe: Männchen: bis zu 7 cm, Weibchen: 4-6 cm

Haltungstipps / Pflege

Rhinogobius rubromaculatus benötigt ein gut durchströmtes Becken mit mindestens 112 Litern bei 80 cm Kantenlänge. Die Wasserwerte sollten bei 18 bis 24 °C, pH 6,0 bis 8,0 und GH 5 bis 12 °dGH liegen. Starke Strömung und eine hohe Sauerstoffsättigung sind Pflicht. Als Bodengrund eignet sich grober Kies mit zahlreichen flachen Steinen und Höhlen. Die Steine dienen als Reviermarkierungen und Laichplätze. Regelmäßige Wasserwechsel mit frischem, kühlem Wasser fördern Wohlbefinden und Laichbereitschaft.

Wasserhärte:
weich bis mittelhart
pH-Wert
6-8
Temperatur:
Kaltwasserfisch/Kühlwasser
Beckengröße:
ab 80 cm, 112 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Rhinogobius rubromaculatus ist ein Höhlenbrüter mit väterlicher Brutpflege. Die Art zeichnet sich durch das Fehlen einer pelagischen Larvalphase aus, was die Zucht im Vergleich zu amphidromen Rhinogobius-Arten deutlich erleichtert. Das Weibchen legt 20 bis 100 Eier an die Decke einer Höhle, das Männchen bewacht und befächelt das Gelege. Die Inkubation dauert 9 bis 11 Tage bei 20 bis 22 °C. Die Jungfische sind nach dem Schlupf relativ groß und können sofort mit Artemia-Nauplien gefüttert werden.

Ernährung/Futterbedarf

Diese Art ist ein ausgeprägter Karnivor, da sie sich in ihrem natürlichen Lebensraum überwiegend von tierischer Nahrung wie kleinen Krebstieren und Insektenlarven ernährt; eine reine Pflanzenkost würde zu Mangelerscheinungen führen, während eine ausschließliche Fleischkost ohne gelegentliche pflanzliche Ballaststoffe die Verdauung belasten kann. Als Hauptfutter empfiehlt sich ein hochwertiges, fleischhaltiges Trockenfutter, das etwa 70–80 % der täglichen Ration ausmacht. Zur abwechslungsreichen Ergänzung eignen sich 2- bis 3-mal pro Woche Lebend- oder Frostfutter wie Artemia und rote Mückenlarven sowie, falls akzeptiert, kleine Mengen blanchierter Zucchini oder Spinat, um die Ernährung zu bereichern. Die Fütterung sollte idealerweise 2- bis 3-mal täglich in Portionen erfolgen, die innerhalb von 3 Minuten vollständig aufgenommen werden, wobei Futterreste stets zeitnah zu entfernen sind. Da diese Fische zu Überfressen neigen, ist auf kontrollierte Portionierung besonders zu achten, um Übergewicht und Wasserbelastung zu vermeiden.
Ernährungstyp: Fleischfresser (Carnivore)
Alterserwartung
ca. 3-5 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Rhinogobius rubromaculatus ist in Taiwan endemisch und kommt dort in schnell fließenden Bergbächen vor. Die Habitate zeichnen sich durch klares, kühles, sauerstoffreiches Wasser über steinigem Grund mit kräftiger Strömung aus.

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Die Tiere auf den oberen Fotos sind keine Rhinogobius rubromaculatus var. „grau“, die als Rotpunktgrundeln bezeichnet werden, sondern Rhinogobius rubromaculatus var. „gelb“, die als „chrisanthemum“ bezeichnet werden.

Danke für die Hinweise. Ist eingebaut.

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