Tometes makue

Deutscher Name: Tometes

Herkunft:
Brasilien, Venezuela
Farben:
grau, silber
Schwierigkeit:
Schwierig (Sehr erfahrene Aquarianer)
Art: Tometes makue
Gattung: Tometes
Familie: Serrasalmidae

Beschreibung

Der Tometes (Tometes makue) gehört zu den scheibenförmigen Großsalmlern der Familie Serrasalmidae und erreicht bis zu 38 cm Standardlänge. Der Körper ist hochoval und stark seitlich komprimiert – typisch für rheophile Stromschnellen-Bewohner. Die Grundfärbung ist silbrig bis grausilbern mit dunklem metallischem Glanz. Das Maul ist horizontal ausgerichtet und bei lebenden Tieren oft rötlich gefärbt. Tometes makue ist im Rio-Negro-Becken in Brasilien und im Orinoco-Becken in Venezuela beheimatet – beides Gebiete mit extrem weichem Schwarzwasser. Die Art ist ein hochspezialisierter Pflanzenfresser und im Freiland auf Podostemaceae angewiesen, kleine Blütenpflanzen, die auf Felsen in Stromschnellen wachsen. Die Haltung ist nur für sehr erfahrene Aquarianer mit entsprechend großen Becken (ab 2.000 Liter) und einer Osmoseanlage realisierbar. Einzeltiere zeigen erhöhte Aggressivität gegenüber Mitbewohnern – die Gruppenhaltung (6–8 Tiere) ist deutlich friedlicher.
Sozialverhalten: Gruppenhaltung
Temperament: territorial
Verträglichkeit mit Wirbellosen: mittel

Besonderheiten

  • Rheophiler Stromschnellen-Bewohner – braucht sehr starke Strömung
  • Echtes Schwarzwasser zwingend: pH 4,5–6,5, GH nahe 0, Osmoseanlage Pflicht
  • Obligater Pflanzenfresser (Herbivor) – im Freiland auf Podostemaceae spezialisiert
  • Mindestens 2.000 Liter für ein Einzeltier, Gruppe braucht deutlich mehr
  • Einzelhaltung führt zu gesteigerter Aggressivität
  • IUCN: Least Concern

Vergesellschaftungshinweise

Tometes makue ist ein pelagischer, aktiver Schwimmer, der an starke Strömung angepasst ist. Einzeltiere zeigen erhöhte Aggressivität gegenüber anderen Aquarienbewohnern. In der Gruppe (6–8 Tiere) wird das Sozialverhalten deutlich friedlicher. Geeignete Mitbewohner sind andere robuste Großfische aus Schwarzwasserbiotopen. Kleine Fische sind nicht geeignet. Pflanzen werden gefressen – keine empfindlichen Gewächse einsetzen.

Geschlechtsdimorphismus

Zur äußeren Geschlechtsunterscheidung liegen keine gesicherten Angaben vor.
Größe: ca. 38 cm SL, im Aquarium 25-35 cm

Haltungstipps / Pflege

Tometes makue stellt extreme Anforderungen an die Haltung. Ein Einzeltier benötigt mindestens 2.000 Liter, eine Gruppe (6–8 Tiere) entsprechend mehr. Sehr starke Strömung ist Pflicht – deutlich stärker als bei normalen Tropenfischen. Die Einrichtung besteht aus felsigen Strukturen; feiner Sand entspricht nicht dem natürlichen Biotop. Die Wassertemperatur liegt bei 24–28 °C, der pH-Wert bei 4,5–6,5 und die Gesamthärte bei 0–4 °dGH. Echtes weiches, saures Schwarzwasser ist zwingend – eine Osmoseanlage oder vergleichbare Wasseraufbereitung ist unbedingt erforderlich. Härteres Wasser wird langfristig nicht toleriert. Keine empfindlichen Pflanzen einsetzen – die Art frisst alle Weichpflanzen.
Wasserhärte:
weich
pH-Wert
4,5-6,5
Temperatur:
24-28 °C
Beckengröße:
ab 200cm, 800 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Im Aquarium bisher nicht gelungen. Als rheophile Art ist Tometes makue vermutlich auf natürliche Auslösereize angewiesen (Strömungsintensität, Regenzeitensimulation). Für Serrasalmidae ist Freilaichen biologisch plausibel, für diese Art aber nicht dokumentiert.

Ernährung/Futterbedarf

Tometes makue ist ein hochspezialisierter Pflanzenfresser. Im Freiland ernährt er sich primär von Podostemaceae. Im Aquarium akzeptiert die Art Spirulina-Flocken und -Pellets, überbrühten Spinat, Zucchini, Salatblätter und pflanzliche Spezial-Pellets. Jungtiere fressen gelegentlich auch Wirbellose. Die in der Datenbank hinterlegte Angabe „Allesfresser“ ist falsch – die Art ist ein obligater Herbivor. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Pflanzenfresser (Herbivore)
Alterserwartung
ca. 10-15 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Tometes makue ist im Rio-Negro-Becken in Brasilien und im Orinoco-Becken in Venezuela verbreitet. Beide Systeme sind für ihr extrem weiches Schwarzwasser bekannt. Die Art bewohnt Stromschnellen und stark durchströmte Felsenbereiche. Der IUCN-Status ist Least Concern.

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