Trachelyichthys exilis
Beschreibung
Der Leopard-Trugdornwels (Trachelyichthys exilis) erreicht eine Größe von etwa 8 cm SL und gehört zur Familie der Auchenipteridae (Trugdornwelse). Der schlanke Körper ist cremefarbig bis gelblich-braun mit großen, unregelmäßigen dunkelbraunen bis schwarzen Flecken – daher der Name „Leopard“.
Die Art stammt aus dem Nanay-Flusssystem im oberen Amazonas-Becken in Peru. Im Aquarium ist Trachelyichthys exilis überwiegend nachtaktiv, zeigt aber bei gedämpftem Licht auch tagsüber Aktivität – deutlich tagaktiver als viele andere Trugdornwelse.
Eine Besonderheit der Auchenipteridae ist die innere Befruchtung: Das Männchen besitzt eine stark modifizierte Afterflosse, die funktional einem Gonopodium ähnelt.
Besonderheiten
- Innere Befruchtung – Männchen mit modifizierter Afterflosse (Gonopodium-ähnlich)
- Leoparden-Musterung namensgebend
- Tagaktiver als die meisten Auchenipteriden
- Scheu – gedämpftes Licht und Verstecke nötig
- Weibchen legen nach einmaliger Befruchtung über Wochen Eier ab
Vergesellschaftungshinweise
Trachelyichthys exilis ist vollständig friedlich gegenüber Artgenossen und profitiert von Gruppenhaltung ab 3 Tieren. Die Tiere sind eher scheu und suchen tagsüber Deckung.
Geeignete Mitbewohner sind kleinere Salmler, Zwergbuntbarsche und andere friedliche Bodenfische. Sehr kleine Fische (Nachwuchs, Nanoarten) sollten gemieden werden. Garnelen-Nachwuchs kann gelegentlich erbeutet werden.
Geschlechtsdimorphismus
Männchen sind an der stark modifizierten Afterflosse erkennbar, die zur inneren Befruchtung dient. Trächtige Weibchen wirken merklich rundlicher.
Haltungstipps / Pflege
Trachelyichthys exilis benötigt ein dicht bepflanztes Becken ab 80 Litern (mindestens 60 cm Kantenlänge) für eine Gruppe von 3 Tieren. Gedämpfte Beleuchtung durch Schwimmpflanzen und Verstecke aus Wurzeln und Röhren sind wichtig.
Die Wassertemperatur liegt bei 22–25 °C, der pH-Wert bei 6,5–7,0 und die Gesamthärte bei 8–15 °dGH.
Die Haltung ist mittelschwer. Die Art stellt keine extremen Anforderungen, braucht aber eine ruhige Umgebung mit gedämpftem Licht.
Zucht und Fortpflanzung
Die Zucht im Aquarium ist bisher nicht dokumentiert. Wie alle Auchenipteriden vollzieht Trachelyichthys exilis eine innere Befruchtung. Weibchen können nach der Befruchtung über einen längeren Zeitraum Eier ablegen, ohne erneuten Kontakt zum Männchen.
Ernährung/Futterbedarf
Trachelyichthys exilis ist ein Allesfresser mit Vorliebe für tierisches Futter. Bevorzugt werden Lebendfutter und Frostfutter: Rote Mückenlarven, Enchyträen, Artemia und Regenwürmer. Nach der Eingewöhnung werden auch absinkende Granulat-Pellets akzeptiert.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Trachelyichthys exilis ist im Nanay-Flusssystem im oberen Amazonas-Becken in Peru beheimatet. Die Art bewohnt ruhige, stark bepflanzte Gewässer mit weichem bis mittelhartem Wasser. Die Gewässer sind leicht sauer bis neutral.