Corydoras schwartzi

Deutscher Name: Schwartzi-Panzerwels

Herkunft:
Brasilien
Farben:
braun, schwarz, weiß
Schwierigkeit:
Einfach (Fortgeschrittene Anfänger)
Art: Corydoras schwartzi
Gattung: Corydoras
Familie: Callichthyidae

Beschreibung

Corydoras schwartzi, der Schwartzi-Panzerwels, ist ein kompakt gebauter Bodenbewohner aus der Familie Callichthyidae mit einer Größe von ca. 4-5 cm TL. Die Grundfärbung reicht von silbrig-weiß bis hellbraun, überlagert von markanten schwarzen Zeichnungen: einem deutlichen Augenstrich und dunklen Punkten auf den Flanken, die sich zu horizontalen Längslinien verdichten. Die Flossen sind überwiegend transparent mit feinen Punkt- und Strichmustern. Im Aquarium zeigt sich C. schwartzi als ruhiger Bodenspezialist, der bevorzugt die untere Wasserschicht durchstreift. Als fakultativer Darmatmer steigt er gelegentlich an die Wasseroberfläche zum Luftschnappen. In Gruppen wirkt die Art entspannt und gesellig; Einzeltiere bleiben scheuer. Die Panzerplatten entlang des Körpers schützen vor Fraßfeinden.
Sozialverhalten: Schwarm
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: mittel

Besonderheiten

  • Panzerplatten entlang des Körpers (Callichthyidae)
  • Fakultativer Darmatmer: gelegentliches Luftschnappen an der Oberfläche ist normal
  • Empfindliche Barteln; feiner Sand als Substrat nötig
  • Haftlaicher mit saisonal beeinflusster Fortpflanzungsaktivität
  • Sensibel gegenüber schlechter Wasserqualität
  • Endemisch im Einzugsgebiet des Rio Purus
  • Geringes Sprungrisiko, dennoch Abdeckung empfohlen

Vergesellschaftungshinweise

Corydoras schwartzi ist ein Schwarmfisch. Haltungsform: Gruppe mit mindestens 6 Tieren, empfohlen werden 8 bis 10 Exemplare. In einer solchen Gruppe zeigen die Tiere gemeinsames Ruhen, koordinierte Futtersuche und ein geringes Stressniveau. Temperament: Sehr friedlich. Aggressive Interaktionen sind kaum dokumentiert. Geeignet für naturnahe Gesellschaftsbecken mit südamerikanischen Salmlern, anderen Panzerwelsen und kleinen Buntbarschen. Ostafrikanische Hartwasser-Buntbarsche sind nicht kompatibel. Verträglichkeit mit Wirbellosen: Schnecken sind unproblematisch. Adulte Garnelen werden toleriert; sehr kleine Junggarnelen können gelegentlich gefressen werden.

Geschlechtsdimorphismus

Weibchen werden größer und fülliger, besonders im Bauchbereich. Männchen wirken schlanker und besitzen oft kräftigere, leicht verlängerte Brustflossenstacheln.
Größe: ca. 4-5 cm TL

Haltungstipps / Pflege

Wasserwerte: Temperatur 22-24 °C, pH 6,0-7,5, GH 2-15 dGH. Beckengröße: Mindestens 80 cm Kantenlänge (ca. 112 Liter) für eine Gruppe von 8 bis 10 Tieren. Einrichtung: Feiner Sand als Substrat. Versteckmöglichkeiten aus Wurzeln, Moospolstern und Laubstreu. Strömung: sanft bis mäßig. Da die Art ein fakultativer Darmatmer ist, muss die Wasseroberfläche zugänglich bleiben. Regelmäßige, moderate Wasserwechsel.
Wasserhärte:
weich bis hart
pH-Wert
6,0-7,5
Temperatur:
22-24 °C
Beckengröße:
ab 80 cm, 112 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp: Haftlaicher. Zuchtschwierigkeit: Mittel. Gut dokumentiert, aber Laichauslösung gilt als schwierig. Zucht-Wasserwerte: Temperatur 22-24 °C, pH 6,0-6,5, GH maximal 8 dGH. Konditionierung durch Lebend- und Frostfutter (Mückenlarven, Tubifex, Enchyträen, Artemia). Auslöser: Wasserwechsel (50-70 %) mit kühlerem Wasser. Gelegegröße: ca. 100 Eier (1-4 Eier pro Ablageposition). Inkubation: 3-5 Tage bei 24-26 °C. Erstfutter: Infusorien und Staubfutter, danach Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen.

Ernährung/Futterbedarf

Corydoras schwartzi ist ein Allesfresser mit Fleischbetonung. Sinkende Welstabletten und Granulate als Basis. Ergänzend Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Cyclops, Daphnien, Mückenlarven, Tubifex und Enchyträen. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
5-10 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Corydoras schwartzi ist endemisch im Einzugsgebiet des Rio Purus in Brasilien. Das natürliche Habitat umfasst kleine Nebenflüsse, Bäche und Sandbänke mit klarem bis leicht teefarbenem Wasser und feinem Sandsubstrat, bedeckt von Falllaub und Totholz.

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