Artboard 62
Epalzeorhynchus frenatus – Grüner Fransenlipper

Epalzeorhynchus frenatus – Grüner Fransenlipper

Quelle Manuel Roth

Herkunft

Südostasien; Nordthailand

Lebensraum

Fließgewässer

Beschreibung

Der grüne Fransenlipper, Epalzeorynchos frenatus bzw. Labeo frenatus stammt aus Kambodscha, Thailand, ebenfalls im Fluss Chao Phraya. Die Tiere stammen aus der Familie der Karpfenfische. In der Zoohandlung werden diese Tiere sehr oft zu erschwinglichen Preisen von 3 – 7 Euro angeboten. Diese Tiere sind wunderschön, denn der Hai- ähnliche, schwarze Körper den roten Flossen des grünen Fransenlippers strotzt vor purer Schönheit (beide gibt es auch in albinotischer Form).
Dazu kommt das seichte Schwimmverhalten der Tiere. Oft wird ihnen auch nachgesagt, sie seien hervorragende Algenvertilger. Eigenschaften, die zum Kauf verlocken, gar zum Spontankauf. Doch gerade bei diesen Tieren ist es wichtig sich gut zu überlegen, was man sich dort holt, denn die Ansprüche, gerade in puncto Platzbedarf sind sehr hoch!
Früher war es gang und gebe, diese Tiere einzeln in kleineren Becken zu halten, da sie zu mehren äußerst aggressiv untereinander werden. Später  einigte man sich darauf, dass man sie entweder alleine, oder nur zu maximal 3 Tieren pflegen sollte, da sich hier die Aggression etwas verringern soll. Fast ein guter Anhaltspunkt für die Heutigen Ansichten einer Haltung in großen Gruppen ab 8 Tieren. Denn je mehr in einer Gruppe leben, umso eher bildet sich hier die Rangordnung. Dies gewährleistet ein friedliches (!) zusammenleben ab den Punkt, wo die genaue Rangodnung geregelt ist. Platzmangel und Einzelhaltung sorgt für sehr starke Verhaltensstörungen, die diese eigentlich ruhigen Tiere zu wahren Tyrannen machen kann. Umgekommen ist hierbei noch kein Tier, wenn ihnen der nötige Platz geboten wird. Denn neben der richtigen Gruppenstärke ist dies der wichtigste Punkt – Platz. Die früher geschilderten Aggressionen sind ebenfalls den viel zu kleinen Aquarien zuzuschreiben.
Bei der Größe der grüne Fransenlipper mit maximal 18 cm, sind Becken ab 200 cm f mit (optimaler Weise) 80 – 100 cm tiefe optimal. Die Höhe spielt hier eine eher geringfügige Rolle. Grund für diese Maße ist das Sozialverhalten und die Schwimmfreudigkeit. Diese Tiere verbringen die meiste Zeit damit, auf Futtersuche zu gehen. In der Natur legen sie hier sehr weite Strecken zurück. Beide Tiere können ein Alter von etwa 15 bis maximal 20 Jahren erreichen!
Das Aquarium für diese Tiere sollte sehr gut strukturiert werden. Pflanzen spielen hier bei der Einrichtung nur eine nebensächliche Rolle. Ein feiner Bodengrund aus Sand oder sehr feinem Kies ist zum gründeln wichtig, damit sich die Tiere nicht verletzen können. Als Einrichtung eignen sich große, abgerundete Steine sowie viel Holz in Form von Ästen und Wurzeln. Dies dient nicht nur als Unterschlupf, sondern auch als Nahrungsquelle, da hier Kleinstorganismen abgeweidet werden. Die Beleuchtung sollte nicht zu hell gewählt werden. Als Pflanzen eignen sich daher sehr gut Vallisneria, Anubais, Farne und einige Echinodorus sowie Cryptocorynen.
Neben der richtigen Einrichtung tut man diesen Tieren einen besonders großen Gefallen, wenn man eine gute Strömung einbringt. Ein ordentlicher Filter sorgt nicht nur für eine nötige Wasserpflege, sondern auch für eine gesunde Strömung. Eine separate Strömungspumpe verhilft hier ebenso zu einer guten Strömung. Man kann den Tieren dabei zusehen, wie sie diese aufsuchen und sich in diese legen. Hierbei ist es egal, ob man mit einem hamburger Mattenfilter arbeitet, oder mit einen Innenfilter usw.
An den Wasserwerten stellen beide keine all zu hohen Ansprüche. Ein pH von 6,5 – 7,2, dGh° bis 18 und eine Temperatur von 22 – 27 Grad ist hier ideal. Kurze Winterphasen vertragen die Tiere sehr gut und bilden in der „Sommerzeit“ einen schönen Laichansatz.
Auch in Sachen Futter sind diese Tiere nicht wählerisch, sollten aber dennoch hochwertig versorgt werden. Sie nehmen problemlos Trockenfutter in Form von Flocken, Granulat und Tabs. Doch Frost- und Lebendfutter sollte hier ebenfalls gefüttert werden. Daphnien, Mückenlarven, Krill usw. wird dankend angenommen. Eine ausgewogene Ernährung mit Grünfutter (reich an Kelb) und Frost- bzw. Lebendfutter fördert das Wachstum und dessen Gesundheit erheblich!
Optimal lassen sich beide mit Tieren vergesellschaften, die ähnliche bzw. gleiche Ansprüche haben und in strömungsreichen Gewässern leben. Prachtschmerlen, diverse Barben wie Dawkinisa usw. eignen sich hervorragend! Ostafrikanische Buntbarsche oder Diskusbecken sind hingegen keine gute Wahl.
Alles in allem sind es wunderschöne, charakterstarke Tiere, die wenn man dessen Bedürfnisse beachtet, alles andere als aggressiv sind und definitiv nicht für kleine Becken geeignet sind. Wer die Möglichkeit hat diese Tiere aufnehmen zu können, sollte sich privat umschauen und Tieren in Not ein schönes Zuhause bieten.

Temperatur: 22 – 27°C
pH: 6,5 -7,2
KH: 
GH: bis 18 °dGH
Leitwert:
 
BesonderheitenAllesfresser, aber auch sehr guter Algenfresser.

Ernährung

O; LF, TF, Pflanzenkost, Algen und Tablettenfutter

Quelle: Jessica Stanzel 

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Jessica Stanzel

Hier mal mein Bericht für diese schönheit, die sich mit dem der E. bicolor die hand reichen kann 😉 Epalzeorhynchos frenatum – grüner Fransenlipper Der grüne Fransenlipper, Epalzeorynchos frenatus bzw. Labeo frenatus stammt aus Kambodscha, Thailand, ebenfalls im Fluss Chao Phraya. Die Tiere stammen aus der Familie der Karpfenfische. In der Zoohandlung werden diese Tiere sehr oft zu erschwinglichen Preisen von 3 – 7 Euro angeboten. Diese Tiere sind wunderschön, denn der Hai- ähnliche, schwarze Körper den roten Flossen des grünen Fransenlippers strotzt vor purer Schönheit (beide gibt es auch in albinotischer Form). Dazu kommt das seichte Schwimmverhalten der Tiere.… Weiterlesen »

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