Bunte Pracht im Becken: Krebse

Genau wie Garnelen sind auch Krebse immer beliebter bei Aquarianern. Hier stellen wir dir die bekanntesten Krebsarten für das Aquarium vor. Für alle Tiere gilt: Sie sind besonders gerne am Grund des Aquariums unterwegs, oder halten sich gerne an Gegenständen wie Wurzeln, Höhlen oder Steinen auf. Das solltest du unbedingt bei der Einrichtung beachten.

Ideal fürs Pflanzenaquarium: Zwergflusskrebse

Dieser kleine Krebs wird dir vor allem unter dem wissenschaftlichen Namen „Cambarellus“ begegnen – es ist die bekannteste  Gattung der Zwergflusskrebse. Ursprünglich kommen die Tiere, die zwischen anderthalb und zwei Jahren alt werden, aus Südamerika. Die kleinsten Zwergflusskrebse erreichen gerade einmal eine Größe von drei Zentimetern. Doch auch die größten unter den Kleinen werden nur viereinhalb Zentimeter groß.

Zwergflusskrebse lassen sich gut in bepflanzten Aquarien halten. Da Pflanzen nicht auf dem Speiseplan stehen, lassen die Krebse sie in Ruhe. Nicht in Ruhe lassen würde ein Cambarellus allerdings eine Zwerggarnele – die würde er sofort angreifen und, wenn er sie zu packen bekommt, vertilgen. Deswegen solltest du diese beiden Wasserbewohner nicht gemeinsam in einem Aquarium halten. Mit friedlichen Fischen, die also keine anderen Fische jagen, klappt das Zusammenleben hingegen gut. Dabei solltest du nur darauf achten, dass die Fische auf einer anderen Etage in deinem Aquarium leben, also im oberen oder mittleren Teil des Beckens.

Bei der Nahrung musst du darauf achten, dass die Zwergflusskrebse nicht zu viel tierisches Eiweiß bekommen. Das kann – wie bei Garnelen – zu schlimmen Häutungsproblemen führen. Was bei der Häutung passiert und warum tierisches Eiweiß zu Problemen führt, liest du hier.

Haben Pflanzen zum Fressen gerne: Flusskrebse

Besonders beliebt ist unter den größeren Flusskrebsen die Gattung „Procambarus“, die in den USA und Südamerika verbreitet ist. Diese Krebse beeindrucken vor allem durch ihre Farben: Du findest sie beispielsweise in rot, orange, weiß und blau.

Im Gegensatz zu den Zwergflusskrebsen haben die größere Flusskrebse (z.B. die Procambarus-Arten) Pflanzen zum Fressen gerne –sie werden also keine Rücksicht auf die schöne Bepflanzung nehmen, sondern sie genüsslich verspeisen. Das musst du beim Füttern berücksichtigen und entsprechend Nahrung mit reichlich pflanzlichen Zutaten füttern. Das vertragen die Tiere auch am besten. Auch die Flusskrebse sollten kaum tierisches Eiweiß bekommen.

Unbeholfen und friedlich: Cherax

Zu den mittel- bis großen Flusskrebsen zählt die Gattung Cherax-Art. Ursprünglich kommt dieser Flusskrebs aus Australien oder Papua-Neuguinea. Durch ihre großen Scheren sind die bunten Wasserbewohner sehr unbeholfen und  deswegen auch ganz friedlich. Da sie keinen Streit mögen und ihre Mitbewohner in Ruhe lassen, können sie sich sogar mit Fischen ein Aquarium teilen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass auch die Fische die Flusskrebse in Frieden lassen.

Das solltest du unbedingt bei der Haltung von Flusskrebsen wissen: Die Tierchen lieben Verstecke – und die Möglichkeit dazu solltest du ihnen mit Kokosnuss-Schalen, Steinplatten oder Tonröhren auch bieten.

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