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Fischnachwuchs aufziehen im Aufzuchtbecken oder Ablaichkasten

Du hast Nachwuchs von deinen Aquarienbewohnern? Jetzt stellst du dir sicher die Frage, was alles zu beachten ist. Das erklären wir dir hier.

Bei lebensgebärenden Fischen, wie Guppys, Mollys und Platys, ist es ratsam die neu geborenen Fische getrennt von den Elterntieren aufzuziehen, weil die auch eine Gefahr für ihren Nachwuchs darstellen können. Bei einigen Brutbarschen, die eine echte Brutpflege betreiben und ihre Kinder viele Wochen eng bei sich herumschleppen, ist das natürlich nicht notwendig.

Ein extra Bereich für den Nachwuchs

Kids Nachwuchs FischeWer den kleinen Nachwuchs aufziehen möchte, kann sich ein extra Aufzuchtaquarium einrichten. Ein kleines etwa 30 bis 40 Liter fassendes Aquarium, sparsam mit Schwimmpflanzen und etwas Moos eingerichtet, reicht hierzu aus. Das Becken solltest du mit dem Aquarienwasser aus dem Elternaquarium füllen. Somit stellst du sicher, dass das Wasser 1:1 identisch ist. Aufgrund des kleinen Wasserinhalts und der häufigeren Fütterung der Jungfische solltest du hier noch etwas häufiger ein Wasserwechsel machen. Mr. Fishy rät dazu jeden Tag 30 bis 50 Prozent des Wassers zu wechseln.

Möchtest du kein extra Becken anschaffen oder hast keinen Platz dafür, kannst du auch sogenannte Breedingboxen (Aufzuchtboxen), Laichkästen bzw. Aufzuchtkästen verwenden. Diese sind aus durchsichtigem Kunststoff oder einem Netz und kommen in das bestehende Becken oder werden von außen befestigt. So werden sie ständig mit Frischwasser aus dem eigentlichen Aquarium versorgt.

So ziehen die kleinen Fische zur Aufzucht um

Kids Nachwuchs FischeAuch bei eierlegenden Fischen ist die  separate Aufzucht in einem Laichkasten (Brutkasten) möglich. Du musst nicht warten, bis sie geschlüpft sind. Überführe die Eier vorsichtig in das neue Quartier. Kleben sie an der Scheibe, musst du deine Eltern bitten diese sehr vorsichtig – am besten mit einem dünnen Messer oder Metallplättchen – herunterzutrennen. Das solltest du in keinem Fall selbst vornehmen, zumal es sowieso besser ist, diese Arbeit zu zweit zu machen.

Sind die Eier an Pflanzen oder Steinen befestigt, ist es oft einfacher diese gleich komplett mit in den Aufzuchtbehälter umzuziehen. Die Eier und die Jungfische sollten möglichst nicht mit Luft in Berührung kommen. Verwende daher am besten einen mit Aquarienwasser gefüllten Behälter.

Lebendgebärende im Ablaichkasten

Willst du Lebendgebärende in einem Ablaichkasten aufziehen, musst du bedenken, dass auch die Mutter die Kleinen zum Fressen gern hat. Deswegen haben Ablaichkästen aus Kunststoff meist ein Trenngitter, hinter das die Kleinen flüchten können, um aus der Reichweite der Mutter zu gelangen. Bis die Larven das Licht der Welt erblicken, muss die Mutter nämlich ebenfalls im Ablaichkasten bleiben. Danach sollte sie so schnell wie möglich wieder in das große Aquarium umziehen. Bei Ablaichkästen aus Netz empfiehlt es sich feine Pflanzen wie Hornkraut mit hineinzugeben, damit die Jungtiere sich verstecken können. Bitte bedenke, dass es Stress für den Fisch bedeutet, in diesen kleinen Kästen gefangen zu sein, daher solltest du die Mutter wirklich nur ganz kurze Zeit in die Boxen setzen. Je mehr Erfahrung du hast, desto besser kannst du sehen, wann es so weit ist.

Kids Nachwuchs FischeJunge Lebendgebärende sind in der Regel schon so groß, dass sie zerriebenes Flockenfutter problemlos fressen können. Frisch geschlüpfte Fische sind meistens um einiges kleiner. Für sie gibt es spezielles Aufzuchtfutter in Form von Staubfutter oder Flüssigfutter, auch hier gilt: Lieber häufig etwas füttern, als zu viel auf einmal, da zu viel Futter das Wasser enorm verschlechtern kann.

 

Wohin mit dem Nachwuchs?

Das ist eine Frage, die sich viele irgendwann stellen, wenn viele Jungtiere hochkommen.  Vielleicht finden sich in deinem Freundeskreis, in der Schule oder über Aquaristikseiten andere Aquarianer in deiner Nähe. Du kannst auch im Zoogeschäft nachfragen, manche nehmen gerne Jungfische an und tauschen vielleicht gegen etwas, was du benötigst.