Apistogramma macmasteri
Beschreibung
Apistogramma macmasteri ist ein gedrungener, bodenorientierter Zwergbuntbarsch mit kontrastreicher Färbung, der bis ca. 7 cm TL (Männchen) erreicht. Die Männchen zeigen leuchtende Orange-, Blau- und Rottöne, verlängerte Rücken- und Afterflossen mit rotem Saum und eine markante, dunkle Kehle, die der Art ihren deutschen Trivialnamen eingebracht hat. Weibchen sind schlichter gefärbt, meist beige bis blassgelb, können jedoch während der Brutzeit intensives Gelb und schwarze Markierungen ausbilden. Im Handel sind mehrere Zuchtformen verbreitet (Rot, Doppelrot, Gold, Gold-Rotmaske), die alle von der Wildform abstammen.
Im Aquarium zeigt Apistogramma macmasteri ein zurückhaltendes, bodennahes Schwimmverhalten. Die Tiere bewegen sich bevorzugt in Bodennähe, erkunden Sandbereiche sowie Spalten zwischen Wurzeln und Höhlen. Innerhalb ihres Reviers zeigen besonders Männchen lebhafte Körperfärbungen und Flossenpräsentationen.
Besonderheiten
- Höhlenbrüter / Haftlaicher mit intensiver weiblicher Brutpflege
- Haremshaltung: 1 Männchen mit 2 bis 3 Weibchen empfohlen
- Markante dunkle Kehle als namensgebendes Merkmal
- Mehrere Zuchtformen im Handel (Rot, Doppelrot, Gold, Gold-Rotmaske)
- Springverhalten: Die Art kann springen, gut schließender Deckel notwendig
- Bevorzugt tanninreiches, abgedunkeltes Wasser und dichte Laubauflagen
- Feiner Sand als Substrat erforderlich (Siebverhalten)
- Junggarnelen werden als Beute betrachtet; adulte Garnelen und Schnecken meist unproblematisch
Vergesellschaftungshinweise
Apistogramma macmasteri ist ein Haremhalter; empfohlen wird 1 Männchen mit 2 bis 3 Weibchen. Das Temperament ist friedlich bis zurückhaltend. In der Brutzeit werden Weibchen sehr territorial und verteidigen ihre Höhle und den Nachwuchs aggressiv. In kleineren Becken empfiehlt sich die Entnahme des Männchens nach dem Laichen, da das Weibchen es verdrängen kann.
Geeignete Beifische sind ruhige südamerikanische Salmler (Nannostomus), Panzerwelse (Corydoras) und Beilbauchfische. Zwerggarnelen werden als Beute betrachtet; adulte Garnelen (Amano) und Schnecken werden meist toleriert. Wildgefangene Exemplare bevorzugt allein oder nur mit kleinen Beifischen halten.
Geschlechtsdimorphismus
Männchen erreichen bis ca. 7 cm TL und tragen verlängerte Rücken- und Afterflossen sowie eine dunkel gefärbte Kehle. Die Färbung der Männchen umfasst leuchtende Orange-, Blau- und Rottöne. Weibchen bleiben bei etwa 4 bis 5 cm TL, sind gedrungener gebaut und schlichter gefärbt. Während der Brutzeit intensivieren Weibchen ihre Gelb- und Schwarzfärbung deutlich.
Haltungstipps / Pflege
Wasserwerte: Temperatur 24 bis 28 °C, pH 5,5 bis 6,5, GH 2 bis 4 dGH.
Mindestens 80 cm Beckenlänge (ca. 112 Liter) für eine Haremgruppe. Für ein einzelnes Paar kann ein kleineres Becken (ab 80 Liter) ausreichen. Feiner Sand als Bodengrund, großzügige Laubschicht (Seemandelbaumblätter), Wurzeln, Steine, Tonröhren oder Kokosnussschalen als Höhlen. Schwimmende Pflanzen für gedämpftes Licht. Schwache bis mäßige Strömung.
Die Art reagiert empfindlich auf erhöhte Nitratwerte und starke Parameterschwankungen. Regelmäßige, moderate Wasserwechsel. Die Art kann springen; ein gut schließender Deckel ist notwendig.
Zucht und Fortpflanzung
Gut dokumentiert, mittlere bis anspruchsvolle Schwierigkeit. Zuchtwasserwerte: 26 bis 27 °C, pH 5,5 bis 6,0, GH maximal 2 bis 3 dGH.
Höhlenbrüter / Haftlaicher. Eier werden in engen Spalten, kleinen Höhlen oder an der Decke von Verstecken abgelegt. Das Weibchen übernimmt die Brutpflege und bewacht Eier sowie Larven intensiv. Auslöser: Regenzeit-Simulation durch großzügigen Wasserwechsel mit weicherem, leicht kühlerem Wasser. Konditionierung mit schwarzen Mückenlarven und Artemia. Gelegegröße ca. 60 bis 120 Eier. Inkubation 2 bis 4 Tage bei 26 bis 27 °C. Jungfische nach ca. 5 bis 7 Tagen freischwimmend. Erstfutter: Infusorien, Pantoffeltierchen und Artemia-Nauplien. In kleineren Zuchtbecken Männchen nach dem Ablaichen entnehmen.
Ernährung/Futterbedarf
Karnivor. Bevorzugt lebende und gefrostete Tiernahrung: schwarze und weiße Mückenlarven, Artemia (Nauplien und adult), Cyclops, Daphnien. Hochwertiges Granulat oder Mikropellets zur Ergänzung. Mehrere kleine Rationen am Tag bevorzugt. Lebend- und Frostfutter ist besonders zur Konditionierung vor und während der Zucht empfehlenswert.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Apistogramma macmasteri stammt aus dem Einzugsgebiet des oberen Rio Meta in Kolumbien, insbesondere aus dem Rio Guaytiquía und Rio Metica nahe Villavicencio. Die Art besiedelt flache Uferzonen mit langsam fließendem bis fast stehendem Wasser, weichem Sandboden, reichlich Totholz und einer dicken Schicht aus Falllaub. Die Gewässer sind humin- und tanninreich mit sehr geringer Leitfähigkeit und extrem weichem Wasser. Pflanzenwuchs ist spärlich; stattdessen dominieren Laubablagerungen und strukturierte Unterwasserlandschaften.
Am 16.08.2013 fanden 1 Männchen und 3 Weibchen Einzug in ein 135 L Becken. Gestern war das erste Weibchen in seiner Höhle am Brüten. Jungtierfutter, Cyclops- und Wasserflohnachwuchs, werden gezüchtet. Ich denke, es ist alles vorbereitet zur erfolgreichen Nachzucht.
Wasser: PH 7, NItrit, Nitrat 0, kh 3, GH 8, Temperatur 26°, dicht bepflanzt
Das hört sich sehr gut an. Legt doch mal ein Zuchtprojekt dazu bei uns an!
Mach ich doch glatt – hab schon Handy Videos