Apistogramma trifasciata

Deutscher Name: Dreistreifen-Zwergbuntbarsch

Herkunft:
Argentinien, Paraguay
Farben:
blau, gelb, rot, schwarz
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Apistogramma trifasciata
Gattung: Apistogramma
Familie: Cichlidae

Beschreibung

Apistogramma trifasciata ist ein farbenfroher, subtropischer Zwergbuntbarsch aus dem südlichen Südamerika, der 5,5 cm SL (Männchen) erreicht. Männchen zeigen eine leuchtend blau-gelbe Grundfärbung mit drei namensgebenden dunklen Längsstreifen, verlängerten Rücken- und Afterflossen sowie einem roten Saum an der Schwanzflosse. Weibchen bleiben mit 3,5 bis 4 cm SL deutlich kleiner und kompakter; in Brutstimmung verfärben sie sich leuchtend gelb mit kontrastierender schwarzer Zeichnung. Die Art ist eine der wenigen subtropischen Apistogramma-Arten und bewohnt saisonale Gewässer im Einzugsgebiet des Rio Guapore, Rio Paraguay und Rio Parana. Im Aquarium hält sich Apistogramma trifasciata bevorzugt bodennah auf und nutzt Laubschichten, Wurzeln und Höhlen als Rückzugsorte. Dank ihrer vergleichsweise guten Anpassungsfähigkeit eignet sich die Art als Einstiegsart in die Apistogramma-Haltung.
Sozialverhalten: Harem
Temperament: territorial
Verträglichkeit mit Wirbellosen: mittel

Besonderheiten

  • Höhlenbrüter mit intensiver weiblicher Brutpflege
  • Subtropische Art: verträgt kühlere Temperaturen als die meisten Apistogramma
  • Drei namensgebende dunkle Längsstreifen
  • Gute Einstiegsart für die Apistogramma-Haltung
  • Saisonales Habitat mit schwankenden Wasserständen
  • Sprungneigung gering, dennoch Abdeckung empfohlen
  • Verschiedene Farbvarianten je nach Herkunftspopulation

Vergesellschaftungshinweise

Apistogramma trifasciata lebt in einer Haremsstruktur; empfohlen wird 1 Männchen mit 2 bis 3 Weibchen. Gegenüber artfremden, friedlichen Fischen ist die Art weitgehend verträglich. Innerartlich zeigen die Tiere Revierverhalten; zur Brutzeit steigert sich die Territorialität deutlich, insbesondere beim Weibchen, das die Bruthöhle vehement verteidigt. Geeignete Beifische sind kleine südamerikanische Salmler, Panzerwelse und Beilbauchfische. Zwerggarnelen werden als Beute betrachtet; Schnecken werden toleriert.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen erreichen 5,5 cm SL und zeichnen sich durch verlängerte Rücken- und Afterflossen, eine leuchtend blau-gelbe Färbung und die drei dunklen Längsstreifen aus. Weibchen bleiben bei 3,5 bis 4 cm SL, sind kompakter gebaut und zeigen eine schlichtere gelblich-braune Grundfärbung. In Brutstimmung verfärben sich Weibchen leuchtend gelb mit kontrastierender schwarzer Zeichnung.
Größe: M: ca. 5,5 cm SL, W: ca. 3,5-4 cm SL

Haltungstipps / Pflege

Wasserwerte: Temperatur 22 bis 26 °C, pH 5,0 bis 7,0, GH 1 bis 10 dGH. Mindestens 80 cm Beckenlänge (ca. 100 Liter) für eine Haremgruppe (1M + 2 bis 3W). Feiner Sand als Substrat. Laubschicht (Seemandelbaumblätter, Eichen- oder Buchenlaub), Wurzeln, Totholz und zahlreiche Höhlen (Tonröhren, Kokosnussschalen) als Reviere und Nistplätze. Moderate Bepflanzung; die Fische bevorzugen Bereiche mit reduzierter Beleuchtung. Strömung gering bis mäßig. Huminstoffe durch Laub und Erlenzapfen sind empfehlenswert. Regelmäßige, moderate Wasserwechsel.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
pH-Wert
5,0-7,0
Temperatur:
22-26 °C
Beckengröße:
ab 80 cm, 100 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Gut dokumentiert, mittlere Schwierigkeit. Zuchtwasserwerte: 26 bis 28 °C, pH 5,0 bis 6,0, GH maximal 4 dGH. Höhlenbrüter. Das Weibchen legt bis zu 100 Eier an der Decke einer Höhle ab und übernimmt die alleinige Brutpflege. Auslöser: Temperaturerhöhung in den Zuchtbereich, kombiniert mit großem Wasserwechsel mit weicherem, saurem Wasser. Konditionierung mit Lebendfutter (Artemia, schwarze und weiße Mückenlarven). Inkubation bei 26 bis 28 °C ca. 48 bis 96 Stunden. Jungfische nach weiteren 4 bis 6 Tagen freischwimmend. Erstfutter: Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen. In kleinen Becken das Männchen nach dem Ablaichen entnehmen.

Ernährung/Futterbedarf

Karnivor (Mikropredator). Bevorzugt Lebend- und Frostfutter: schwarze und weiße Mückenlarven, Artemia, Daphnien, Cyclops. Hochwertiges Granulat wird nach Eingewöhnung akzeptiert. Abwechslungsreiche, proteinreiche Ernährung fördert Farbentwicklung und Zuchtbereitschaft. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Fleischfresser (Carnivore)
Alterserwartung
3-5 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Apistogramma trifasciata stammt aus dem südlichen Südamerika und kommt in Brasilien, Paraguay und Argentinien vor. Die Art besiedelt das Einzugsgebiet des Rio Guapore, Rio Paraguay und Rio Parana. Das natürliche Habitat sind flache, langsam fließende oder stehende Gewässerabschnitte mit feinem Sandsubstrat, dichter Laubschicht und Totholz. Als subtropische Art ist Apistogramma trifasciata an saisonale Temperaturschwankungen angepasst; die Wassertemperaturen können jahreszeitlich deutlich variieren.

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