Astronotus ocellatus
Beschreibung
Astronotus ocellatus, der Pfauenaugenbuntbarsch, ist ein imposanter, massiv gebauter Cichlide mit gedrungenem, seitlich abgeflachtem Körper. Im Aquarium werden typischerweise 25–35 cm erreicht; Wildexemplare können bis zu 45 cm TL und über 1,5 kg schwer werden. Die Wildform zeigt ein dunkles Olivgrün bis schokoladenbraunes Grundkleid mit unregelmäßigen rot-orangen Flecken. Namensgebend ist der markante Ocellus an der Schwanzwurzel: ein schwarzer Fleck mit orangefarbener Umrandung. Zuchtformen wie „Tiger“, „Red“, „Albino“ oder „Lutino“ weichen stark im Farbspiel ab.
Im Aquarium zeigt A. ocellatus ein sehr neugieriges, intelligentes Verhalten; viele Exemplare erkennen ihre Pfleger und gewöhnen sich an Handfütterung. Jungtiere sind gesellig und bilden lose Gruppen, während erwachsene Tiere monogame Paare bilden und das Revier gemeinsam verteidigen. Als ausgeprägter Beutegreifer verschlingt die Art alles, was ins Maul passt.
A. ocellatus stammt aus dem Amazonasbecken sowie weiteren großen Flusssystemen Südamerikas (Orinoco, Oyapock), mit Verbreitung in Brasilien, Peru, Kolumbien und Französisch-Guayana.
Besonderheiten
- Markanter, orangeumrandeter Augenfleck (Ocellus) an der Schwanzwurzel
- Sehr intelligente Art, zeigt lernfähiges Verhalten und Gewöhnung an Pfleger
- Monogame Paarbildung bei adulten Tieren; ausgeprägte biparentale Brutpflege
- Substratlaicher mit intensiver Revierverteidigung während der Brutzeit
- Fressen alle Zwerggarnelen und viele Schnecken
- Geringe Sprungneigung
- Wanderung in überschwemmte Wälder (Igapo) während der Regenzeit zur Fortpflanzung
- Viele Zuchtformen (Tiger, Red, Albino, Lutino) im Aquarium vorhanden
- Bekannte Wühler; benötigen leistungsstarke Filterung und großzügige Wasserwechsel
Vergesellschaftungshinweise
Astronotus ocellatus wird als Jungtier bevorzugt in Gruppen gepflegt, aus denen sich im Erwachsenenalter monogame Paare herauskristallisieren. Während der Ruhe- und Fütterungszeit zeigt die Art ein vergleichsweise ruhiges, neugieriges Verhalten. Zur Brutzeit werden Eltern sehr aggressiv und hochgradig territorial und verteidigen Gelege und Jungfische mit großer Vehemenz.
Pfauenaugenbuntbarsche fressen ausnahmslos alle Zwerggarnelen und Amanogarnelen sowie viele Schneckenarten. Sehr kleine oder junge Schnecken werden gefressen, adulte Schnecken werden zumeist toleriert.
Vergesellschaftung nur mit gleich großen, robusten Arten. Kleine Bodenbewohner wie Corydoras oder andere Panzerwelse sind als Beifische NICHT geeignet, da sie als Beute betrachtet werden.
Geschlechtsdimorphismus
Astronotus ocellatus ist äußerlich überwiegend monomorph: Es gibt keinen verlässlichen sichtbaren Geschlechtsdimorphismus anhand von Färbung oder Körperform. Eine sichere Unterscheidung der Geschlechter erfolgt über die Genitalpapille bei geschlechtsreifen Tieren: beim Männchen spitz und kleiner, beim Weibchen stumpf und breiter.
Haltungstipps / Pflege
Wasserwerte: Temperatur 22–28 °C, pH 6,0–7,5, GH 5–20 °dGH.
Beckengröße: Mindestens 150 cm Kantenlänge (ca. 600 Liter) für ein Paar.
Einrichtung: Sand oder feingranuliertes Substrat. Reichlich Unterstände aus Ästen, Wurzeln und Baumstämmen als Ruhe- und Laichplätze. Freie Schwimmzonen für das natürliche Erkundungsverhalten. Langsame Strömung. Pflanzen werden häufig verschoben und beschädigt. Sehr gute mechanische und biologische Filterung (4–5-faches Beckenvolumen pro Stunde). Wöchentliche Wasserwechsel von 30–50 %. Heizstäbe gegen Beschädigungen sichern.
Astronotus ocellatus ist eine Art für Aquarianer mit mittlerer Erfahrung.
Zucht und Fortpflanzung
Fortpflanzungstyp: Substratlaicher mit biparentaler Brutpflege. Die Zucht ist gut dokumentiert und gilt als mittel schwierig.
Zuchtwerte: Temperatur 26–28 °C, pH 6,5–7,5, GH max. 15 °dGH. Die Simulation der Regenzeit (größere, leicht kühlere Wasserwechsel mit reichlicher Fütterung) gilt als effektiver Laich-Trigger.
Paare legen große Gelege mit bis zu 2.000 Eiern auf gereinigtem, flachem Substrat ab. Inkubationszeit 3–4 Tage bei 26–28 °C. Die Eltern zeigen intensive biparentale Fürsorge. Erstfutter: Artemia-Nauplien und Mikrowürmer. Geschlechtsreife ab ca. 12 cm Körperlänge.
Ernährung/Futterbedarf
Astronotus ocellatus ist ein ausgeprägter Raubfisch mit omnivorer Grundtendenz. In der Natur werden vor allem Fische, Krebstiere, Würmer und Insektenlarven erbeutet. Im Aquarium: hochwertige, große Cichliden-Pellets oder Sticks als Grundfutter, ergänzt durch Regenwürmer, Insekten (Grillen, Heuschrecken), Muschelfleisch, Garnelen und Krebstiere. Auf Säugetier- und Geflügelfleisch sowie Futterfische verzichten. Gelegentlich pflanzliche Kost (z. B. gekochte Erbsen) anbieten.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Der Pfauenaugenbuntbarsch stammt aus dem Amazonasbecken sowie weiteren großen Flusssystemen Südamerikas, darunter Orinoco und Oyapock. In der Natur bewohnt A. ocellatus bevorzugt Uferzonen mit schlammigem oder sandigem Untergrund mit langsamer Strömung. Während der Regenzeit wandern viele Populationen in die überschwemmten Wälder (Igapo), um dort von reichem Nahrungsangebot und geeigneten Laichplätzen zu profitieren.
Hallo,bin auf der suche nach Oskars .Wo gibt es welche zu kaufen Mit Versand nach Graz? Danke Frau Gollner
Hallo Manuela,
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Hallo meine Oskars haben Eier gelegt … wielange dauert die Brut ? Und was muss ich beachten ??
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