Atyoida pilipes
Beschreibung
Die Fächergarnele Atyoida pilipes stammt aus schnell fließenden Bächern und Flüssen des indopazifischen Raums, darunter Südostasien, Philippinen, Indonesien und verschiedene Pazifikinseln. Sie gehört zur Familie der Süßwassergarnelen (Atyidae) und wird etwa 5 bis 6 cm groß.
Wie alle Fächergarnelen besitzt sie keine Scheren. Die ersten beiden Beinpaare sind zu feinen Fächern mit Borsten umgebildet, die sie in die Strömung hält, um Plankton und Schwebstoffe herauszufiltern. Dafür braucht sie im Aquarium vor allem kräftige Strömung und erhöhte Sitzplätze aus Holz oder Steinen.
Die Färbung reicht von Hellbraun über Grün bis leicht transparent. Die Tiere sind überwiegend nachtaktiv und verstecken sich tagsüber. In Gruppen von mindestens 4 bis 5 Tieren Fühlen sie sich am wohlsten.
Die Nachzucht im Aquarium gelingt nicht, da die Larven Brack- oder Meerwasser für ihre Entwicklung benötigen. Im Handel angebotene Tiere sind Wildfänge. Bei guter Haltung leben sie 2 bis 5 Jahre.
Besonderheiten
- Kleine Fächergarnele aus dem indopazifischen Raum (Südostasien, Pazifikinseln)
- Filtrierer mit umgebildeten Fächerbeinen, keine Scheren
- Braucht starke Strömung und erhöhte Sitzplätze zum Nahrungsfang
- Amphidrom: Larven entwickeln sich im Brack- oder Meerwasser
- Nachzucht im Aquarium praktisch nicht möglich
- Sehr empfindlich gegenüber Kupfer und Pestiziden
- Friedlich, gut in Gruppen haltbar
- Nachtaktiv, versteckt sich tagsüber
Vergesellschaftungshinweise
Friedliche Garnele, die sich gut mit kleinen, ruhigen Fischen und anderen friedlichen Wirbellosen vergesellschaften lässt. Gut geeignet sind kleine Salmler, Guppys und Schnecken. Aggressive oder räberische Fische meiden. Gruppenhaltung ab 4 bis 5 Tieren wird empfohlen, da die Tiere gesellig sind.
Erscheinungsbild
Schlanker, langgestreckter Körper mit leicht gewölbtem Panzer. Die Färbung variiert zwischen Hellbraun, Grün und leicht transparent. Auffälligstes Merkmal sind die zu Fächern umgebildeten ersten beiden Beinpaare mit feinen Borsten zum Filtern von Nahrungspartikeln. Das Rostrum (Stirnfortsatz) ist kurz und nach unten gebogen, meist glatt ohne Dornen. Weibchen sind etwas größer und fülliger als Männchen.
Zucht und Fortpflanzung
Die Fortpflanzung erfolgt durch Eiablage. Die Weibchen tragen befruchtete Eier an ihren Schwimmbeinen (Pleopoden). Die geschlüpften Larven benötigen Brack- oder Meerwasser für ihre Entwicklung und durchlaufen mehrere Larvenstadien. Die Jungtiere kehren nach der Verwandlung ins Süßwasser zurück. Dieser amphidrome Lebenszyklus macht die Nachzucht in Gefangenschaft äußerst schwierig. Wie alle Krebstiere häutet sich die Garnele regelmäßig. Während der Häutung ist sie besonders empfindlich und braucht Verstecke sowie stabile Wasserwerte.
Ernährung/Futterbedarf
Filtrierer, die Schwebstoffe aus der Strömung fangen. Im Aquarium mit feinem Staubfutter, Spirulina-Pulver, Phytoplankton oder zerriebenen Flocken füttern. Das Futter direkt in die Strömung geben. Anders als größere Fächergarnelen sucht Atyoida pilipes auch regelmäßig am Boden und auf Oberflächen nach Nahrung, das ist normales Verhalten. Größere Futterstücke wie Gemüse können nicht gefressen werden.