Centromochlus schultzi

Deutscher Name: Leopard-Trugdornwels

Bild: Enrico Richter
Herkunft:
Brasilien
Farben:
braun, schwarz
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Centromochlus schultzi
Gattung: Centromochlus
Familie: Asterophysidae

Beschreibung

Der Leopard-Trugdornwels (Centromochlus schultzi) ist ein kompakt gebauter, nachtaktiver Wels der Familie Auchenipteridae mit einer Größe von bis zu 10 cm SL (ca. 13 cm TL). Die Grundfarbe ist dunkelbraun bis schwärzlich; darüber liegt ein individuell variables Muster aus hellen Punkten und Flecken, das an ein Leopardenmuster erinnert. Die Kopfpartie ist abgeflacht, die Augen sitzen seitlich und nach unten gerichtet, überzogen von einer durchsichtigen Schutzhaut. Im Aquarium zeigt C. schultzi ein zurückhaltendes, scheues Verhalten. Tagsüber verweilt die Art in dunklen Verstecken wie Wurzelhöhlen und Holzspalten. Aktiv wird sie in der Dämmerung und nachts, schwimmt dabei mitunter knapp unter der Wasseroberfläche, um treibende Insekten aufzunehmen. Die Art praktiziert innere Befruchtung.
Sozialverhalten: Gruppenhaltung
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: gut

Besonderheiten

  • Innere Befruchtung: umgebildete Analflosse als Begattungsorgan
  • Höhlenbrüter: Eier als Gelee-Masse in Spalten und unter Holz
  • Nacht- und dämmerungsaktiv; tagsüber stark zurückgezogen
  • Oberflächenjäger: nimmt Insekten von der Wasseroberfläche
  • Augen mit Schutzhaut, erscheinen oft leicht trüb
  • Taxonomisch wechselreich: Tatia schultzi (1974), Balroglanis schultzi (2019), seit 2021 wieder Centromochlus

Vergesellschaftungshinweise

Centromochlus schultzi kann in kleinen Gruppen gehalten werden. In Gesellschaft artgleicher Individuen wirken die Tiere sicherer und aktiver. Außerhalb der Fortpflanzungszeit keine innerartlichen Aggressionen. Friedlich gegenüber gleichgroßen Fischen. Als Beifische eignen sich südamerikanische Salmler, Panzerwelse und friedliche Bodenbewohner. Ostafrikanische Hartwassercichliden sind ungeeignet. Adulte Garnelen werden meist toleriert, Garnelenjungtiere können nachts als Beute enden.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen besitzen eine zu einem Begattungsorgan umgebaute Analflosse – das deutlichste äußere Unterscheidungsmerkmal. Weibchen sind allgemein fülliger, vor allem bei Trächtigkeit deutlich erkennbar.
Größe: bis 10 cm SL (ca. 13 cm TL)

Haltungstipps / Pflege

Wasserwerte: 22-26 °C, pH 6,0-7,0, GH 2-10 dGH. Beckengröße: Mindestens 100 cm Kantenlänge (ca. 200 Liter) für eine Gruppe. Zahlreiche Verstecke aus großen Wurzelstücken, hohlen Hölzern und Felsspalten. Feiner Sand- oder Kiesgrund. Strömung: strömungsarm bis mäßig. Beleuchtung gedämpft, dunkle Rückzugsbereiche sicherstellen. Der pH-Wert sollte nicht über 7,0 steigen. Fütterung abends/nachts. Abdeckung empfohlen.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
pH-Wert
6,0-7,0
Temperatur:
22-26 °C
Beckengröße:
ab 100 cm, 200 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp: Innere Befruchtung. Höhlenlaicher. Das Weibchen legt ca. 200 Eier als gelatinöse Masse unter Holz oder in Spalten ab. Zucht-Werte: 24-26 °C, pH 5,5-6,5, GH max. 3 dGH. Große Wasserwechsel mit Osmose-/Regenwasser als Regenzeit-Simulation. Reichliche Gabe von Lebendfutter (Fruchtfliegen, Mückenlarven). Inkubation ca. 5-6 Tage, weitere 5-6 Tage bis zum freien Schwimmen. Aufzucht mit Staubfutter, Mikrowürmern und Artemia-Nauplien. Zuchtschwierigkeit: Mittelschwer.

Ernährung/Futterbedarf

Überwiegend insektivor. In der Natur: Ameisen, Käfer, Eintagsfliegen und Anflugnahrung von der Wasseroberfläche. Im Aquarium: weiße Mückenlarven, Artemia-Nauplien, Daphnien, Blutwürmer, Weißwürmer sowie Wels-Tabletten mit hohem Fleischanteil. Fütterung abends/nachts. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Fleischfresser (Carnivore)
Alterserwartung
5-10 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Centromochlus schultzi stammt aus Südamerika, aus den Einzugsgebieten des oberen Rio Xingu und des Rio Tocantins in Brasilien. Strömungsarme bis mäßig fließende Flussabschnitte mit großen Ansammlungen von Totholz, Wurzeln und Felsspalten. Substrat: Sand oder feiner Kies.

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