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Zierfische, Familie Chacidae

Froschmaulwels

Chaca bankanensis

Chaca bankanensis, der Froschmaulwels, gehört zur Familie Chacidae und ist ein kompakt gebauter, flachrückiger Wels mit breitem Kopf und sehr großem Maul. Die Grundfärbung reicht von rostbraun bis schokoladenbraun und dient als exzellente Tarnung am Boden. Vereinzelt treten helle, fast weiße Augen auf, die möglicherweise auf Geschlechtsreife hindeuten. Die Art erreicht bis zu 20 cm TL.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Einzelgänger
  • Territorial
  • Kupferempfindlich
Froschmaulwels (Chaca bankanensis)
Quelle: Aquarium Glaser
  • bis 20 cm TLEndgröße

  • bis 12 JahreLebenserwartung

  • 22-26 °CTemperatur

  • 6-8pH-Wert

  • 3-10 dGHGesamthärte

  • ab 300 lBeckengröße

Beschreibung

Chaca bankanensis setzt seine Barteln aktiv als Köder ein, um Beutefische anzulocken (Angelfisch-Verhalten). Sobald sich ein Beutefisch nähert, schnappt der Wels blitzschnell zu und kann Beute fast in eigener Körpergröße verschlucken. Die Art besitzt einen kurzen, aber schmerzhaften Rückenflossenstachel. Im Aquarium extrem ruhig und regungslos; tagsüber kaum Bewegung. In der Dämmerung und nachts aktives Jagdverhalten. Nur für erfahrene Aquarianer geeignet.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: 22-26 °C, pH 6,0-8,0, GH 3-10 dGH. Beckengröße: Mindestens 120 cm Kantenlänge (ca. 300 Liter). Feiner Sand als Substrat, dicke Schicht Falllaub, Torf und zahlreiche Verstecke durch Wurzeln und Höhlen. Dunkle Einrichtung mit viel organischem Material. Strömung gering. Gedämpftes Licht. Chaca bankanensis kann den pH-Wert senken – regelmäßige Wasserwechsel daher besonders wichtig. Lauerjäger mit hohem Lebendfutterbedarf. Lebendfutter (Fische, Regenwürmer, Garnelen) regelmäßig anbieten. Umstellung auf Frostfutter gelingt nicht zuverlässig. Abdeckung empfohlen.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Chaca bankanensis ist ein Einzelgänger mit territorialem Verhalten. Einzelhaltung ist die einzig empfehlenswerte Haltungsform. Die Art duldet keine Artgenossen im gleichen Becken. Tagsüber extrem ruhig; nachtaktiver Lauerjäger. Kann sehr große Beute überwältigen. Gegenüber deutlich größeren Fischen, die nicht als Beute in Frage kommen, friedlich. Zwerggarnelen und kleine Krebse werden gefressen; auch Zierschnecken werden erbeutet. Beifische aus Südostasien (Malaysia, Indonesien): Rasboras, Danios oder Botia-Schmerlen. Corydoras sind südamerikanisch und ungeeignet. Afrikanische Buntbarsche ungeeignet. Alle Beifische müssen deutlich größer als die mögliche Beutegröße sein.

Ernährung

Fleischfresser und Lauerjäger. Natürliche Nahrung: lebende kleinere Fische (verschluckt Beute fast in eigener Körpergröße), Garnelen, Krebse und Regenwürmer. Lebendfutter ist die bevorzugte Fütterungsmethode. Manche Jungtiere akzeptieren Frostfutter (Muschelfleisch, Mysis), dies ist individuell sehr unterschiedlich.

Zucht

Nicht in Gefangenschaft dokumentiert. Keine bestätigten Zuchterfolge im Aquarium. Wer Zuchtversuche unternehmen möchte: weiches, leicht saures Wasser, ausreichend Höhlen und Spalten als potenzielle Laichstätten.

Natürlicher Lebensraum

Chaca bankanensis stammt aus Südostasien: Malaysia, Indonesien, Borneo und Sumatra. Trübe, organisch reiche Flachwasserbereiche in Sumpfwäldern und langsam fließenden Bächen mit weichem Bodengrund, Laubstreu und Wurzelwerk. Feiner Sand mit Laub- und Detritusschichten.

Geschlechtsunterschiede

Keine sicher bekannten äußerlichen Geschlechtsmerkmale. Weibchen bei Fortpflanzungsbereitschaft möglicherweise mit fülligerem Bauch. Weiß gefärbte Augen deuten möglicherweise auf Geschlechtsreife hin (nicht wissenschaftlich belegt).

Gut zu wissen

  • Nachtaktiver Lauerjäger mit exzellenter Tarnung
  • Setzt Barteln aktiv als Köder ein (Angelfisch-Verhalten)
  • Kann Beute fast in eigener Körpergröße verschlucken
  • Rückenflossenstachel kann schmerzhafte Wunden verursachen
  • Gräbt sich teilweise in den Bodengrund ein
  • Kann beim Herausnehmen Grunzlaute erzeugen
  • Nur für erfahrene Aquarianer; spezialisierter Futterbedarf
  • Kupferempfindlich: Schuppenlose Welse nehmen Kupfer besonders rasch über die Haut auf – kupferhaltige Medikamente und Dünger sind zu vermeiden.

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Froschmaulwels?

22-26 °C, pH 6,0-8,0, GH 3-10 dGH.

Kann man den Froschmaulwels vergesellschaften?

Nur mit südostasiatischen Arten (Rasboras, Danios, Botia-Schmerlen), die deutlich größer als die mögliche Beutegröße sind. Corydoras (südamerikanisch) und afrikanische Buntbarsche sind ungeeignet.

Kann man den Froschmaulwels im Aquarium züchten?

Nicht in Gefangenschaft dokumentiert. Keine bestätigten Zuchterfolge.

Was frisst der Froschmaulwels?

Fleischfresser und Lauerjäger. Überwiegend Lebendfutter: kleine Fische, Garnelen, Krebse und Regenwürmer. Umstellung auf Frostfutter gelingt nicht immer.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

Obwohl wir von my-fish.org uns bemühen, die bereitgestellten Informationen sorgfältig zu sammeln und aktuell zu halten, können wir keine Garantie für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit geben. Unsere Daten stammen von Experten, Züchtern und Partnern aus dem Zierfischgroßhandel und basieren auf deren Beiträgen. Bei Abweichungen oder fehlenden Informationen bitten wir um Verständnis. Wir freuen uns über Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge von der Community, um die Qualität unseres Angebots kontinuierlich zu steigern. Bitte nutzen Sie unser Formular für Ihre Rückmeldungen und Anregungen.

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Fragen und Erfahrungen

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Passt ins Becken dazu

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Gepunkteter Fadenfisch

Labyrinthfische

Gepunkteter Fadenfisch

Trichopodus trichopterus

  • Endgröße: bis 15 cm
  • Becken: ab 160 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 5,5-8,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Einfach

Aus Südostasien, Wasserwerte passen

Rotköpfige Süßwassernadel

Süßwassernadeln

Rotköpfige Süßwassernadel

Microphis leiaspis

  • Endgröße: 19 cm (SL)
  • Becken: ab 240 l
  • Temperatur: 22-27 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Aus Südostasien, Wasserwerte passen

Channa panaw

Schlangenköpfe

Panaw-Schlangenkopffisch

Channa panaw

  • Endgröße: 17 cm (SL)
  • Becken: ab 240 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 5,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südostasien, Wasserwerte passen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Rhizompflanzen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Echinodorus bleheri

  • Wuchshöhe: 20-60 cm
  • Licht: mittel bis viel
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Platz im Becken: Hintergrundpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Echinodorus

Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Welse, ähnlich groß.

Alle Zierfische
Großmaulwels

Welse

Großmaulwels

Chaca chaca

  • Endgröße: bis 20 cm TL
  • Becken: ab 300 l
  • Temperatur: 22-25 °C
  • pH-Wert: pH 6-8
  • Wasserhärte: weich bis sehr hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Einzelgänger, territorial

Schmuckflossen-Fiederbartwels

Welse

Schmuckflossen-Fiederbartwels

Synodontis eupterus

  • Endgröße: bis 20 cm
  • Becken: ab 450 l
  • Temperatur: 24-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Einfach

Einzelgänger, friedlich

Weißbauch-Antennenwels

Welse

Weißbauch-Antennenwels

Exallodontus aguanai

  • Endgröße: 20 cm (SL)
  • Becken: ab 300 l
  • Temperatur: 24-28 °C
  • pH-Wert: pH 5,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Einzelgänger, friedlich

Peru-Delphinwels

Welse

Peru-Delphinwels

Tympanopleura atronasus

  • Endgröße: 18 cm
  • Becken: ab 300 l
  • Temperatur: 24-26 °C
  • pH-Wert: pH 5,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

Paarweise halten, friedlich

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