Channa brunnea

Deutscher Name: Flammen-Zwergschlangenkopf

Quelle: aqua-global - Dr. Jander & Co. OHG
Herkunft:
Indien
Farben:
gelb, orange, rot
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Channa brunnea
Gattung: Channa
Familie: Channidae

Beschreibung

Der Flammen-Zwergschlangenkopf (Channa aff. bleheri „Flame Fin/Chocolate“) wird bis zu 15 cm groß und ist ein kompakter Schlangenkopffisch mit intensiven Brustflossenfärbungen. Der Körper ist überwiegend dunkelbraun bis schokoladenfarben. Die Brustflossen zeigen intensive Rot-Orange- bis Quittengelb-Töne mit mehreren breiten, schwarzen Bändern, die einen starken Kontrast zur dunklen Grundfarbe bilden. Diese Art wurde lange als Farbvariante von Channa bleheri gehandelt und ist im Handel als „Chocolate Bleheri“ bekannt. Seit 2019 wird sie als eigenständige Art Channa brunnea geführt (Zootaxa 4624). Wie alle Channidae besitzt die Art ein suprabranchiales Organ und ist ein obligater Luftatmer. (früher als Channa aff. bleheri gehandelt, beschrieben als Channa brunnea durch Conte et al. 2019) (früher als Channa aff. bleheri gehandelt, beschrieben als Channa brunnea durch Conte et al. 2019)
Sozialverhalten: Einzelgänger, Paarweise
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: schlecht

Besonderheiten

  • Seit 2019 als eigenständige Art Channa brunnea wissenschaftlich beschrieben (zuvor als Channa aff. bleheri gehandelt)
  • Obligater Luftatmer mit suprabranchialen Organ (Labyrinthfisch)
  • Benötigt zwingend eine mehrwöchige Winterruhe bei 12-15 °C zur Zuchtauslösung
  • Stammt aus sumpfigen Gebieten in Westbengalen, Indien, mit wechselnden Wasserständen
  • Ausgesprochener Karnivore, Verfettungstendenz bei zu reichlicher Fütterung

Vergesellschaftungshinweise

einzeln, ruhig lauernd. Haltung: Einzeln (empfohlen: Einzeln oder Paar (artabhängig)). Verträglichkeit mit Wirbellosen: gering. Vergesellschaftung ist nur mit sehr robusten, nicht zu kleinen und nicht zu aggressiven Fischen zu empfehlen. Vermeiden Sie kleine Salmler, Zwergbuntbarsche und Garnelen, da diese als Beute gelten können. Geeignet erscheinen ruhigere, mittelgroße bis große Arten, die nicht in die territoriale Struktur eingreifen und nicht gefressen werden. Umfangreiche Versteckmöglichkeiten und ein ausreichend großes Becken sind Voraussetzung für eine erfolgreiche Gemeinschaft.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen haben oft einen etwas breiteren Kopf bei Draufsicht und ausladendere unpaare Flossen, während Weibchen in der Laichzeit voller und runder im Bauch erscheinen. Die Unterschiede sind subtil und am zuverlässigsten während der Laichzeit oder im Vergleich mehrerer Tiere zu beobachten.
Größe: ca. 14,4 cm

Haltungstipps / Pflege

Die Haltung erfordert ein gut strukturiertes Aquarium mit dichter Bepflanzung, vielen Verstecken und freiem Zugang zur Wasseroberfläche. Als Schlangenkopffisch besitzt die Art paarige Suprakiemenhöhlen (Suprakiemenorgan) hinter und über den Kiemen, mit denen sie atmosphärische Luft atmen kann – diese Luftatmung ist obligat und lebensnotwendig. Die Abdeckung muss daher punktuelle Öffnungen besitzen oder einen ausreichenden Luftraum über der Wasseroberfläche lassen; der Luftraum über dem Wasser sollte auf Aquarientemperatur gehalten werden, damit die Tiere sich beim Luftschnäppen nicht erkälten. Achtung: Schlangenkopffische sind ausgezeichnete Springer – ein eng schließender, lückenloser Deckel ist zwingend erforderlich! Achten Sie auf konstante Wasserwerte innerhalb der vorgegebenen Grenzen und vermeiden Sie starke Strömungen, da ruhige Zonen bevorzugt werden. Fütterung sollte überwiegend fleischlich erfolgen, kontrolliert und gut portioniert, um Verfettung zu vermeiden. Für Zuchtabsichten ist eine saisonale Ruhephase (Winterruhe) mit reduzierter Fütterung und abgesenkter Temperatur erforderlich. Saisonale Empfehlung:Diese Art ist ein Halbkältwasserfisch aus dem Himalaya-Vorland. Eine mehrwöchige Winterruhe bei 12–15°C ist für die Langzeitgesundheit und Zuchtbereitschaft zwingend notwendig. Im Sommer genügen Zimmertemperaturen (ca. 18–22°C); kurzfristig sind bis 26°C tolerierbar.
Wasserhärte:
weich bis hart
pH-Wert
6-7,5
Temperatur:
13-26 °C
Beckengröße:
ab 150 cm Kantenlänge und 350 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp: Freilaicher (Oberflächenlaicher mit Elterntierenpflege) Zuchtschwierigkeit: schwer Die Zucht verlangt eine mehrwöchige Winterruhe und gezielte Konditionierung mit hochwertigem Lebendfutter; Zuchtwasser: pH 6–7, GH bis 10 °dGH, Temperatur nach der Aufwärmphase ca. 22–26°C. Auslöser: Zwingend erforderlich ist eine mehrwöchige Winterruhe bei 12–15°C mit stark reduzierter Fütterung. Danach langsame Erhöhung der Temperatur und reichliche Fütterung. Es wird kein Schaumnest gebaut; stattdessen laichen beide Partner frei, die Eier treiben als Laichteppich an der Wasseroberfläche. Beide Elterntiere übernehmen gemeinsam die Gelegebewachung; die Aufzucht erfordert hohe Wasserqualität und spezielle Futterplanung.

Ernährung/Futterbedarf

Die Art ist ein ausgesprochener Karnivore und bevorzugt proteinreiche Kost wie Insekten, Regenwürmer und reichhaltiges Frostfutter. Hochwertige fleischliche Granulate oder Pellets können ergänzend angeboten werden, sollten aber nicht die alleinige Nahrung darstellen. Zur Konditionierung vor der Zucht eignen sich lebende Insekten und Würmer besonders gut; die Fütterungsmenge ist wegen Verfettungstendenz zu kontrollieren.
Ernährungstyp: Fleischfresser (Carnivore)
Alterserwartung
10-12 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Der natürliche Lebensraum sind sumpfige Gebiete mit schlammigen Böden, dichtem Wasserpflanzenwuchs, Wurzeln und umgestürzten Ästen in Westbengalen, Indien. Diese Habitate haben wechselnde Wasserstände und saisonale Trocken- und Regenperioden, die Verhalten und Fortpflanzung beeinflussen. Strömung ist meist still bis langsam, das Substrat besteht überwiegend aus Schlamm, Sand oder feinem Kies mit Laubschicht.

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