Channa bleheri, im Volksmund als Regenbogen-Schlangenkopf bekannt, gehört zur Familie der Schlangenkopffische (Channidae). Der Fisch erreicht im Schnitt etwa 17–20 cm Länge. Sein langgestreckter, muskulöser Körper zeigt lebhafte Farben, die je nach Alter variieren: Jungtiere präsentieren einen intensiv kanariengelben Körper mit markantem orangefarbenem Längsstreifen und dunklem Balken vom Maul durchs Auge zum Kiemendeckel, während adulte Tiere eine grünlich-braune Grundfarbe mit großen, unregelmäßigen roten bis orangefarbenen Flecken und irisierenden Bändern sowie blauen Akzenten auf den Flossen entwickeln. Er stammt aus den temporär überfluteten Gebieten (Floodplains), Beels und Sümpfen des Brahmaputra-Beckens in Nordostindien, in denen das Wasser langsam fließt bis steht und pflanzenreich ist. Während der Trockenzeit gräbt die Art Erdröhren nahe Baumstümpfen, die während der Monsunzeit überflutet werden. Der Fisch zeigt ein zielgerichtetes, räuberisches Jagdverhalten, das auf schnellen Reflexen basiert, und ist ein obligater Luftatmer. In der Natur herrschen saisonale Wassertemperaturen von 14–28 °C (Winter: 14–20 °C, Sommer: 22–28 °C) und ein pH-Wert um 6.0–8.0 vor. Im Aquarium muss man diese saisonalen Zyklen nachbilden, damit der Fisch gesund bleibt und fortpflanzungsfähig wird.
Channa bleheri, auch bekannt als Regenbogen-Schlangenkopf, besticht durch lebhaft schillernde Farben mit spektakulärer Farbveränderung zwischen juveniler und adulter Phase, einen schlanken, muskulösen Körperbau und markante Musterungen. Er zeigt ein aktives, territorial ausgeprägtes Verhalten und einen wachsamen Jagdtrieb. Besonders bemerkenswert ist seine extreme Sprungfreudigkeit – eine dicht schließende Abdeckung ist absolut Pflicht, da die Art als obligater Luftatmer regelmäßig an die Wasseroberfläche kommt und Zugang zu feuchter Luft benötigt. Die Art ist ein biparentaler Freilaicher (unter Zwergschlangenkopffischen einzigartig): Eier schwimmen als Floß an der Oberfläche und werden von beiden Eltern intensiv bewacht. Eine winterliche Ruhephase bei reduzierten Temperaturen (14–18 °C) über 2–3 Monate ist obligatorisch für Gesundheit und erfolgreiche Fortpflanzung.
Channa bleheri ist ein einzelgängerisch bis paarweise lebender Schlangenkopffisch, der außerhalb der Fortpflanzungszeit keine enge Bindung zu Artgenossen sucht und in der Natur ausgeprägtes territoriales Verhalten zeigt; daher empfiehlt sich im Aquarium die Einzelhaltung oder, bei ausreichend großem Becken (mindestens 120 cm Kantenlänge, 150–250 Liter) und strukturreicher Einrichtung, die Haltung eines harmonierenden Paares, um Stress und innerartliche Aggressionen zu vermeiden. Regenbogen-Schlangenkopffische können mit robusten, ruhigen und größeren Fischen vergesellschaftet werden, sofern diese nicht ins Beuteschema passen (alles unter 8–10 cm wird potenziell gefressen) und ähnliche Wasseransprüche haben. Ungeeignet sind alle Wirbellosen (Garnelen, Schnecken werden sofort gefressen), sehr kleine Schwarmfische wie Neonsalmler oder Guppys, sowie aggressive oder hektische Arten, die den Channa stressen könnten. Während der Brutpflege werden Paare extrem aggressiv – ein separates Zuchtbecken ist dann zwingend erforderlich.
Weibchen werden größer und weisen einen fülliger, tiefleibiger Körperbau auf – besonders wenn sie laichbereit (gravid) sind –, sowie eine runde/ovale Genitalöffnung, während Männchen einen schlankeren Körperbau mit intensiveren, leuchtenderen Farbakzenten, schnellerem Wachstum und einen markanten dunklen Fleck auf der Dorsalflosse bei Geschlechtsreife besitzen sowie eine längliche Genitalöffnung aufweisen.
Channa bleheri, auch bekannt als Regenbogen-Schlangenkopf, benötigt ein großzügig dimensioniertes Aquarium mit abwechslungsreicher Bepflanzung (besonders überhängende Strukturen und Schwimmpflanzen zur Abschattung), um ausreichend Versteckmöglichkeiten zu bieten und natürlichen Bewegungsdrang zu fördern; ein Bodengrund aus feinem Kies oder dunklem Sand in Kombination mit Wurzeln, Senkholz und Steinen schafft zusätzlich Struktur und Orientierung. Essenziell ist die konsequente Wasserpflege mit obligatorischen saisonalen Temperaturschwankungen: Winterperiode bei 14–20 °C (optimal 16–18 °C) über 2–3 Monate, gefolgt von langsamer Erwärmung auf Sommertemperaturen von 22–28 °C – konstante Temperaturen führen zu vorzeitigem Altern und verminderter Fortpflanzungsbereitschaft. Ein stabiler pH-Wert (6.0–8.0) und moderate Wasserhärte (5–20 °dGH) sichern das Wohlergehen des Fisches, wobei regelmäßige Wasserwechsel (ca. 30–50% pro Woche) sowie ein leistungsfähiger Filter unverzichtbar sind. Wichtig: Strömung muss minimal gehalten werden, da die Art als Oberflächenlaicher ruhige Wasserbewegung benötigt. Eine extrem sichere, dicht schließende Abdeckung ist absolut Pflicht – der Fisch ist hochgradig sprungfreudig und benötigt Zugang zu feuchter Luftschicht (Luftatmung). Die Ernährung sollte abwechslungsreich gestaltet werden und hochwertige fleischhaltige Nahrung umfassen: Lebendfutter (Mückenlarven, kleine Garnelen, Wasserflöhe), Frostfutter (Blutwürmer, Mysis, Fischfleisch) sowie ergänzend hochwertiges Pelletfutter, um alle notwendigen Nährstoffe bereitzustellen. Zur Reinigung des Aquariums sind nicht nur der Bodengrund, sondern auch die Dekoration regelmäßig von organischen Rückständen zu befreien. Die artgerechte Pflege dieses anspruchsvollen Zierfisches umfasst zudem die passende Auswahl von Aquarienbewohnern, die dessen territoriales Verhalten respektieren und nicht als Beute in Frage kommen.
Die Angehörigen der Gattung Channa zeichnen sich in der Aquaristik durch besondere Haltungs- und Zuchtansprüche aus, wobei bei diesem Exemplar, Channa bleheri – dem Regenbogen-Schlangenkopf – auf stabile Wasserwerte, eine obligatorische winterliche Ruhephase bei 14–18 °C über 2–3 Monate sowie einen reich strukturierten, großzügigen Beckenraum geachtet werden muss. Nach der Winterruhe wird die Temperatur langsam auf 26–28 °C angehoben, was die Fortpflanzung stimuliert. Unter optimalen Bedingungen zeigt die Art ein einzigartiges Brutverhalten als biparentaler Freilaicher: Das Weibchen legt Eier ab, die als zusammenhängendes Floß an der Wasseroberfläche schwimmen – beide Eltern bewachen und verteidigen das Gelege intensiv gegen jegliche Eindringlinge. Die Eier schlüpfen nach etwa 30 Stunden bei 26–28 °C. Für die erfolgreiche Aufzucht der Jungtiere ist ein separates Aufzuchtbecken mit fein abgestimmtem Futter (z. B. Artemia, Infusorien) und schrittweiser Einführung auf gröberes Futter zu empfehlen, da die Larven zunächst sehr empfindlich sind. Besonders zu beachten sind das extrem aggressive Verhalten und das ausgeprägte Revierverhalten der Elterntiere während der Brutphase, wodurch eine räumliche Trennung von anderen Fischen im Zuchtbecken unerlässlich ist.
Diese Art ist ein strikter Karnivor (obligater Fleischfresser), da sie sich in ihrem natürlichen Lebensraum ausschließlich von tierischer Nahrung wie kleinen Fischen, Insekten, Insektenlarven und Wirbellosen ernährt; eine reine Pflanzenkost würde zu schweren Mangelerscheinungen und Tod führen. Im Aquarium sollte als Hauptfutter hochwertiges, fleischhaltiges Lebend- und Frostfutter etwa 70–80% der täglichen Ration ausmachen: Mückenlarven (rote und schwarze), Mysis, kleine Garnelen, Wasserflöhe, Tubifex und Fischfleischstreifen sind ideal. Ergänzend können hochwertige fleischhaltige Pellets angeboten werden, sollten aber nicht das Grundfutter darstellen. Die Fütterung sollte idealerweise 1- bis 2-mal täglich in kontrollierten Portionen erfolgen, die innerhalb von 3–5 Minuten vollständig aufgenommen werden, wobei Futterreste stets zeitnah zu entfernen sind, um Wasserbelastung zu vermeiden. Wichtig ist Abwechslung in der Futterzusammensetzung, um alle notwendigen Nährstoffe bereitzustellen und Mangelerscheinungen vorzubeugen.
Channa bleheri – Regenbogen-Schlangenkopf bewohnt in seinem natürlichen Lebensraum im Brahmaputra-Flussbecken (Assam, Arunachal Pradesh, nordöstliches Indien) überwiegend temporär überflutete Gebiete (Floodplains), Beels (Altarme), Sümpfe und langsam fließende bis stehende Gewässer in bewaldeten, feuchten Tieflagen. Die Art gräbt während der Trockenzeit Erdröhren nahe Baumstümpfen, in denen sie bei reduzierten Wasserständen überwintert; während der Monsunzeit werden diese Habitate überflutet, und die Fische verlassen ihre Burrows zum Jagen und zur Fortpflanzung. Die Temperaturen schwanken dabei saisonal zwischen 14 °C (Winter/Trockenzeit) und 28 °C (Sommer/Monsun), während der pH-Wert oft leicht sauer bis neutral (6.0–8.0) ist. Üppige Vegetation, dichte Uferbepflanzung sowie reich strukturiertes, sedimentreiches Gewässer mit langsamer bis fehlender Strömung bieten dem Tier nicht nur optimalen Schutz, sondern auch reichhaltige Nahrungsquellen (kleine Fische, Insekten, Wirbellose) und Rückzugsmöglichkeiten. Dieser Lebensraum mit sauerstoffarmen bis mäßig sauerstoffreichen Wasserbereichen (daher die obligate Luftatmung) spiegelt die natürlichen Bedingungen wider, die Channa bleheri zu einer erfolgreichen, aber hochspezialisierten Art in seinem Ökosystem machen.
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