Chlamydogobius eremius gehört zur Familie der Gobiidae (Unterfamilie Gobionellinae) und ist in den ariden Regionen Zentralaustraliens um den Lake Eyre beheimatet. Die Wüstengrundel misst im Schnitt etwa 4 bis 6 cm und zeigt eine graubraune Grundfärbung. Männchen weisen zur Balzzeit eine intensivere Färbung mit blauer Rückenflosse und gräulich-gelbem Muster auf, während Weibchen schlichter gefärbt bleiben. Die Art lebt in extremen Lebensräumen wie artesischen Quellen, temporären Tümpeln und kleinen Bächen mit stark schwankenden Bedingungen. Sie toleriert Temperaturen von 5 bis 41 °C, pH-Werte von 6,5 bis 11,0, Salzgehalte von 1 bis 37,5 ppt und extrem niedrige Sauerstoffwerte bis 0,8 ppm. Diese außergewöhnliche Anpassungsfähigkeit macht sie zu einer der robustesten Aquarienfischarten. Männchen zeigen ausgeprägtes Revierverhalten und sind Höhlenbrüter mit männlicher Brutpflege. Im Aquarium benötigt Chlamydogobius eremius hartes, alkalisches Wasser mit pH-Werten über 7,0 sowie zahlreiche Verstecke und Höhlen. Die Informationen stammen von my-fish.org, SeriouslyFish und weiteren Fachquellen.
Chlamydogobius eremius beeindruckt mit ihrer außergewöhnlichen Anpassungsfähigkeit an extreme Lebensbedingungen und toleriert Temperaturschwankungen von 5 bis 41 °C sowie pH-Werte von 6,5 bis 11,0. Männchen zeigen intensive Balzfärbung mit blauer Rückenflosse und sind ausgeprägte Höhlenbrüter, die ihre Eier aktiv bewachen. Die Art benötigt hartes, alkalisches Wasser mit pH über 7,0 und verträgt leichte Salzzusätze. Als eine der robustesten Aquarienfischarten eignet sie sich gut für Aquarianer, die mit speziellen Wasserwerten arbeiten möchten.
Chlamydogobius eremius sollte als Paar oder in einem Harem mit einem Männchen und mehreren Weibchen (4–6 Tiere) gehalten werden, da Männchen untereinander stark territorial sind und sich gegenseitig nicht dulden. Eine Vergesellschaftung mit anderen Arten ist möglich, jedoch eignet sich die Wüstengrundel am besten für ein Artenbecken, da sie spezielle Wasserwerte (hartes, alkalisches Wasser mit pH über 7,0 und gelegentlichem Salzzusatz) benötigt. Als Beckenpartner eignen sich robuste, friedliche Fische wie Guppys, Platys oder kleinere Regenbogenfische (z. B. Pseudomugil-Arten), die ähnliche Wasserwerte vertragen. Ungeeignet sind sehr kleine Jungfische und Garnelen, da diese als Nahrung betrachtet werden, sowie aggressive oder sehr hektische Arten, die die ruhigen Grundeln stressen könnten.
Männchen weisen während der Brunftphase oft intensivere, leuchtendere Farbtöne sowie verlängerte Flossenpartien – vor allem an Rücken- und Afterflosse – auf, während Weibchen insgesamt kompakter gebaut sind, eine dezentere Färbung zeigen und auf ausgeprägte Flossenverlängerungen verzichten.
Chlamydogobius eremius, der Wüstengrundel, benötigt eine naturnahe Aquariengestaltung mit sandigem oder feinkörnigem Bodengrund, der durch Steine, Höhlen und Wurzeln ergänzt wird, um ausreichend Rückzugs- und Laichplätze zu bieten. Ein Aquariumvolumen von mindestens 60 Litern fördert eine artgerechte Haltung, wobei regelmäßige Wasserwechsel (ca. 25 % des Volumens wöchentlich) bei Temperaturen zwischen 22 und 26 °C sowie ein pH-Wert von 7,0 bis 8,5 und eine mittlere bis hohe Wasserhärte über 10 °dGH essenziell sind. Ein gelegentlicher Salzzusatz von 1 bis 5 g/l wird empfohlen, um die natürlichen Bedingungen der Art zu simulieren. Die Fütterung sollte abwechslungsreich erfolgen, indem neben hochwertigem Flocken- und Granulatfutter auch Lebend- oder Frostfutter wie Artemia, Mückenlarven und kleine Krebstiere angeboten wird, um den Nährstoffbedarf optimal zu decken. Die regelmäßige Reinigung des Beckens, insbesondere das Absaugen des Bodens und die Reinigung der Filteranlage, trägt dazu bei, organische Rückstände zu minimieren und optimale Wasserqualitäten zu erhalten. Zudem ist es wichtig, das Sozialverhalten und das natürliche Aktivitätsmuster zu beobachten sowie Stress durch Überbesetzung und störende Aquarienbewohner zu vermeiden, um eine langfristig gesunde Haltung des Wüstengrundels sicherzustellen.
Die Gattung Chlamydogobius umfasst anspruchsvolle Zierfischarten, die spezielle Haltungs- und Zuchtbedingungen benötigen. Beim Wüstengrundel, der später namentlich genannt wird, ist ein bepflanztes Aquarium mit sandigem Bodengrund und zahlreichen Versteckmöglichkeiten von Vorteil, um Stress abzubauen und das natürliche Verhalten zu fördern. Für eine erfolgreiche Zucht sollten Wassertemperaturen zwischen 22 und 26 °C, ein stabiler pH-Wert und regelmäßige Wasserwechsel eingehalten werden, um optimale Wasserqualität zu gewährleisten. Das Paarungsverhalten dieser Art ist von balzartigen Annäherungen geprägt, bei denen oftmals ein harmonisches Paarungsspiel zu beobachten ist, und es kommt zur abwechselnden Brutpflege, wobei meistens ein Elternteil die abgelegten, an Stein- oder Pflanzsubstraten fixierten Eier bewacht. Nach dem Schlüpfen der Jungtiere ist eine behutsame Aufzucht mit feinem Futter, beispielsweise Artemia-Nauplien, unabdingbar, da die Larven zunächst kleine Nahrungsbestandteile benötigen. Besonderheiten der Fortpflanzung liegen in der intensiven elterlichen Betreuung und der oft monogamen Paarbildung, was den Wüstengrundel zu einem interessanten Beispiel für die Herausforderungen und Erfolge in der Zucht von Zierfischen macht.
Diese Art ist ein opportunistischer Omnivor, der sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung benötigt, da eine reine Pflanzenkost zu Mangelerscheinungen und eine ausschließliche Fleischkost zu Verdauungsproblemen führen kann; in ihrem natürlichen Lebensraum ernährt sie sich unter anderem von kleinen Krebstieren wie Daphnien und Insektenlarven, nimmt aber auch Algen auf. Im Aquarium sollte hochwertiges Flocken- oder Granulatfutter etwa 70–80 % der täglichen Ration ausmachen, ergänzt durch abwechslungsreiche Gaben von Lebend- oder Frostfutter wie Artemia und Mückenlarven sowie gelegentlich blanchiertes Gemüse wie Zucchini oder Spinat, wobei diese Ergänzungen idealerweise 2- bis 3-mal pro Woche angeboten werden. Die Fütterung erfolgt optimal 2- bis 3-mal täglich in Portionen, die innerhalb von 3 Minuten vollständig aufgenommen werden, wobei Futterreste stets zeitnah zu entfernen sind, da diese Art zu Überfressen neigt und daher kontrollierte Portionierung unerlässlich ist.
Chlamydogobius eremius – Wüstengrundel bewohnt in der Natur vorwiegend flache, temporär bestehende Gewässer in ariden und halbtrockenen Regionen, wie sie in einigen Küsten- und Binnenbereichen Australiens vorkommen. In diesen Habitaten, die häufig als Kalk- oder Salzwasserpfützen, Bäche oder kleine Tümpel auftreten, finden sich oft warmes, leicht alkalisches Wasser mit variablen Salinitätswerten und einer moderaten Wasserhärte, wobei die Temperaturen saisonal stark schwanken können. Die Umgebung zeichnet sich durch trockene, oft felsige Landschaften mit spärlicher, aber angepasster Vegetation aus, die nicht nur als Verstecke, sondern auch als Nahrungsquelle dienen. Diese ökologischen Nischen, die bei temporären Regenfällen zusätzlich aufgefüllt werden, erlauben es dem Wüstengrundel, sich an wechselnde Umweltbedingungen anzupassen und somit in seinen spezialisierten Lebensräumen erfolgreich zu überleben.
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