Aphyosemion bivittatum
Beschreibung
Aphyosemion bivittatum ist ein kompakt gebauter Prachtkärpfling mit ausgeprägtem Sexualdimorphismus. Männchen zeigen goldbraunen Rücken, bläuliche Flanken, goldfarbenen Bauch, zwei dunkle Längsbänder aus roten Punkten und stark verlängerte, farbige Flossen; Weibchen sind deutlich schlichter in bräunlichen Tönen mit zwei dunklen Längsstreifen. Die Schwanzflosse der Männchen kann leierförmig ausgeprägt sein und verleiht der Art ein dekoratives Erscheinungsbild. Im Aquarium bleiben die Tiere meist oberflächennah, scheu und bevorzugen dichte Vegetation und Verstecke.
Besonderheiten
- Die Schwanzflosse der Männchen kann leierförmig ausgeprägt sein und verleiht der Art ein dekoratives Erscheinungsbild
- Im Aquarium bleiben die Tiere meist oberflächennah, scheu und bevorzugen dichte Vegetation und Verstecke
- Während der Brutzeit territorial
- Zwerggarnelen sind als Beifische nicht geeignet
Vergesellschaftungshinweise
gesellig, territorial, zurückhaltend-friedlich. Haltung: Gruppenhalter. Verträglichkeit mit Wirbellosen: Garnelen gefährdet.
Aphyosemion bivittatum lässt sich am besten in Artenbecken oder mit sehr ruhigen, kleinen westafrikanischen Prachtkärpflingen vergesellschaften. Geeignete Partner sind andere westafrikanische Prachtkärpflinge, beispielsweise Aphyosemion- oder Aphyosemion-Arten, sowie kleine, ruhige Oberflächenbewohner aus ähnlicher Bioregion. Zwerggarnelen sind riskant, da Jungtiere gefressen werden können, Schnecken werden meist toleriert; aggressiv oder große Arten meiden.
Geschlechtsdimorphismus
Die Geschlechter sind klar unterscheidbar: Männchen sind farbenprächtig mit verlängerten Rücken-, After- und oft leierförmiger Schwanzflosse, Weibchen sind schlichter bräunlich mit abgerundeten Flossen. Diese Unterschiede erleichtern die Geschlechtsbestimmung auch für Einsteiger.
Haltungstipps / Pflege
Für die Haltung benötigt Aphyosemion bivittatum ein dicht bepflanztes, ruhiges Aquarium mit stabilen Wasserwerten (22–26 °C, pH 6–7, GH 1–6 °dGH). Das Becken sollte eine moderate bis sehr geringe Strömung haben, einen dunklen Bodengrund sowie Laub- oder Torfschichten und reichlich Versteckmöglichkeiten bieten. Männchen können kleine Reviere verteidigen, daher reduziert ein Besatz mit mehreren Weibchen pro Männchen Konkurrenz. Eine gut sitzende Abdeckung ist unbedingt erforderlich, da die Art als sehrer Springer bekannt ist; offene Becken sind nicht geeignet. Regelmäßige, moderate Wasserwechsel erhalten die Wasserqualität.
Die Lebenserwartung liegt bei ca. 2–3 Jahre.
Zucht und Fortpflanzung
Die Art ist ein Haftlaicher und die Zucht gilt als mittel anspruchsvoll. Fortpflanzungstyp: Haftlaicher
Zuchtschwierigkeit: Mittel
Zuchtwasser: pH 6–6,5, GH bis 6 °dGH, 22–24 °C. Auslöser: Zuchtansatz im Verhältnis 1M:2–3W in einem kleinen Zuchtbecken mit Fasertorf oder Laichmopps. Die Eier werden auf feinen Pflanzen oder Laichmopps abgelegt und können im Wasser belassen oder auf feuchtem Torf für 14–20 Tage inkubiert werden. Aphyosemion bivittatum ist ein Nicht-Jahreskärpfling (non-annual): Die Eier benötigen keine Trockenphase und schlüpfen unter Wasserhaltung innerhalb weniger Wochen. Elterntiere können eigene Eier fressen; regelmäßiges Absammeln der Eier erhöht den Bruterfolg.
Ernährung/Futterbedarf
Aphyosemion bivittatum ist vorwiegend karnivor und bevorzugt kleines Lebend- und Frostfutter wie weiße Mückenlarven, Artemia-Nauplien, Tubifex und Mikrowürmer. Ergänzend werden mikrokörnige Trockenfutterformen akzeptiert; abwechslungsreiche, proteinreiche Fütterung fördert Kondition und Zuchtbereitschaft.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Die Futtermenge am Fressverhalten ausrichten und nicht gefressene Reste rechtzeitig entfernen.
Natürlicher Lebensraum
Südöstliches Nigeria und südwestliches Kamerun. FishBase beschreibt die Art als auf Bäche im Küstenregenwald mit calciumhaltigem Untergrund beschränkt und ausdrücklich als nicht-saisonalen Killifisch. Die bisherige pauschale Beschreibung torfiger, dunkler, langsam fließender Gewässer wird deshalb nicht als allgemeingültige Naturangabe beibehalten.