Corydoras amapaensis, der Langschnäuzer-Panzerwels, wird bis zu 7 cm (SL) groß und gehört zur Familie Callichthyidae. Der schlank gebaute Panzerwels zeigt eine helle Grundfärbung mit einem markanten, dunklen Längsband entlang der Körpermitte. Der leicht verlängerte, feine Kopf gibt der Art ihren deutschen Trivialnamen. Die feinen Barteln dienen der Tast- und Nahrungsaufnahme im Sandsubstrat.
Im Aquarium präsentiert sich C. amapaensis als sozialer Bodenbewohner, der in Gruppen den Bodengrund nach Fressbarem durchsucht. Bei ruhigen Wasserbedingungen zeigen die Fische typisches Schwarmverhalten. Die Art ist sehr friedlich und nimmt sinkende Futtertabletten sowie Lebendfutter gerne an.
C. amapaensis ist ein Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 6, besser 8-10 Tieren gehalten werden. Das Temperament ist ruhig und sehr friedlich. Während der Fortpflanzungszeit werden Männchen aktiver, ohne aggressiv zu werden.
Verträglichkeit mit Wirbellosen: Schnecken werden toleriert. Junggarnelen können versehentlich aufgenommen werden, adulte Garnelen werden meist toleriert. Vergesellschaftung mit anderen südamerikanischen Arten, Panzerwelsen und friedlichen Salmlern. Hartwasserbewohnende ostafrikanische Buntbarsche sind nicht geeignet.
Weibchen sind in der Draufsicht deutlich fülliger, vor allem wenn sie laichbereit sind. Männchen sind schlanker, zeigen während der Balz ein aktiveres Schwimmverhalten und besitzen verdickte, borstige Brustflossenstacheln. Die Art erreicht allgemein bis zu 7 cm SL.
Wasserwerte: 22-26 °C, pH 6,0-7,5, GH 2-15 dGH. C. amapaensis ist eine anpassungsfähige Art. Für eine Gruppe ab 8-10 Tieren wird ein Aquarium mit mindestens 100 cm Kantenlänge (ca. 200 Liter) benötigt. Fein gerundeter Sand ist erforderlich zum Schutz der empfindlichen Barteln. Reichlich Versteckmöglichkeiten durch Totholz, Wurzeln und Laub. Mäßige Strömung, moderate Beleuchtung.
C. amapaensis eignet sich als friedlicher Schwarmfisch für Gemeinschaftsaquarien mit südamerikanischen Kleinfischen. Die Einhaltung der Aquariumwerte und weicher Sand sind Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche Pflege.
Fortpflanzungstyp: Haftlaicher. Die Zucht ist mittelschwer. Zuchtwerte: 20-22 °C, pH 6,0-7,0, GH max. 10 dGH. Kühle Wasserwechsel als Regenzeitauslöser, Konditionierung mit proteinreichem Lebendfutter. Eier werden einzeln oder in kleinen Gruppen an Blättern oder Glas abgelegt. Gelegegröße bis ca. 150 Eier. Inkubation ca. 4-5 Tage bei 24 °C. Erstfutter: Infusorien, dann Artemia-Nauplien. Geschlechtsreife mit ca. 12 Monaten.
Allesfresser mit Vorliebe für proteinreiche Kost. Sinkendes Trockenfutter und Futtertabletten als Grundversorgung. Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Mückenlarven, Tubifex und Mikrowürmchen zur Ergänzung. Kleinere Teilmengen mehrmals täglich, Futter muss den Boden erreichen.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Corydoras amapaensis stammt aus Nordost-Südamerika, aus den Einzugsgebieten des Rio Oyapock und Rio Amapari in Brasilien (Bundesstaat Amapá) sowie aus Teilen Französisch-Guayanas. Die Art besiedelt kleine Bachläufe mit fließendem Wasser und sandigem Boden, oberhalb der ersten Stromschnellen. Habitate sind häufig mit Laub und Totholz durchsetzt, mit mäßiger Strömung. C. amapaensis kommt sympatrisch mit Corydoras solox vor.
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