Corydoras sp. Souza
Beschreibung
Corydoras sp. Souza (C124) ist ein langschnauziger, bodenbewohnender Panzerwels von etwa 6,5 cm Länge mit silbrig-weißer Grundfarbe und variabler, individuell unterschiedlicher dunkler Fleckenzeichnung. Kein Tier gleicht dem anderen. Männchen sind tendenziell kontrastreicher und dunkler gezeichnet als Weibchen. Die Flossen sind weitgehend transparent, gelegentlich mit dunkleren Rändern. Wie alle Panzerwelse der Familie Callichthyidae ist die Art ein obligater Darmatmer: Sie steigt regelmäßig an die Wasseroberfläche, um atmosphärische Luft zu schlucken. Freier Zugang zur Oberfläche ist daher notwendig. In Gruppen zeigt die Art synchronisierte Bodenaktivität und ein ruhiges, lebhaftes Sozialverhalten.
Besonderheiten
- Langschnauzig, jedes Tier individuell gezeichnet
- Obligater Darmatmer, freier Zugang zur Wasseroberfläche notwendig
- Kupferempfindlich wie alle Callichthyidae
- Sand als Substrat obligatorisch
- Männchen untereinander aktiver als bei anderen Corydoras
- Möglicherweise Farbform von C. stenocephalus
- Herkunft: Region Iquitos, Peru (Ucayali-Einzugsgebiet)
Vergesellschaftungshinweise
Corydoras sp. Souza ist schwarmorientiert und friedlich, wobei Männchen untereinander lebhaft-aktiv sein können mit gelegentlicher Rivalität. Die Haltung erfolgt in Gruppen ab 6 Tieren, empfohlen sind 8 bis 10 Tiere. Die Art ist gut mit ruhigen, nicht räuberischen Arten vergesellschaftbar und eignet sich für Amazonasaquarien mit schwarmbildenden Fischen. Amano-Garnelen sowie Neocaridina- und Caridina-Garnelen sind bewährte Beckengenossen. Große räuberische oder sehr aggressive Fische sind zu vermeiden.
Geschlechtsdimorphismus
Weibchen sind deutlich fülliger und runder als Männchen, besonders im Bauchbereich während der Laichbereitschaft. Männchen bleiben schlanker und sind in der Regel kontrastreicher gezeichnet.
Haltungstipps / Pflege
Corydoras sp. Souza benötigt feinen Sand als Bodengrund, da scharfkantiger Kies die empfindlichen Barteln dauerhaft schädigt. Die Art profitiert von Laubstreu, Wurzeln und dichten Rückzugsmöglichkeiten sowie einer ruhigen bis schwachen Strömung. Eine gute biologische Filterung und sanfte Oberflächenbewegung sichern die Sauerstoffversorgung; ein unbehinderter Weg an die Wasseroberfläche ist wegen der Darmatmung unverzichtbar. Regelmäßige, schonende Wasserwechsel und stabile Wasserwerte fördern das Wohlbefinden; auf starke Temperaturschwankungen reagieren die Tiere empfindlich. Kupferhaltige Medikamente und Dünger sind zu vermeiden.
Die empfohlenen Wasserwerte liegen bei 22 bis 26 °C, pH 6,0 bis 7,2 und einer Gesamthärte von 2 bis 12 °dGH. Kurzfristige Absenkung auf 22 °C kann natürliches Verhalten und Laichbereitschaft fördern.
Zucht und Fortpflanzung
Corydoras sp. Souza ist ein Haftlaicher. Die Fortpflanzung wird durch Regenzeit-Simulation ausgelöst: ein großer, kühler Wasserwechsel (Temperaturabsenkung um 2 bis 4 °C), weiches Wasser und reichliche Fütterung mit Lebend- und Frostfutter. Die Paarung erfolgt in der für Corydoras typischen T-Position; die klebrigen Eier werden an Oberflächen (Glas, Pflanzenblätter) abgelegt. Zuchtwasser: pH 6,0 bis 6,5, GH bis 5 °dGH, 22 bis 24 °C. Gelegegröße ca. 50 bis 150 Eier; Elterntiere kümmern sich nicht um den Nachwuchs. Die Aufzucht erfordert sauberes, gut belüftetes Wasser und feine Aufzuchtnahrung (Mikrowürmer, Artemia-Nauplien).
Ernährung/Futterbedarf
Corydoras sp. Souza ist ein Allesfresser und nimmt bevorzugt feines Lebend- und Frostfutter sowie sinkende Tabletten und Granulate an. Artemia, Tubifex, Mückenlarven und Cyclops werden gut akzeptiert. Ergänzende hochwertige Sinktabletten sichern die Versorgung am Boden. Das Angebot sollte variiert werden, Fütterung in kleinen Portionen, damit Bodenbewohner ausreichend erreichen.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Corydoras sp. Souza kommt aus dem nördlichen Peru (Region Iquitos, Ucayali-Einzugsgebiet) und bewohnt langsam fließende bis stehende Gewässer mit sandigem bis schlammigem Untergrund. Diese Habitate enthalten häufig Laubstreu, Totholz und dichte Vegetation am Ufer sowie reichlich organisches Detritus als Nahrungsgrundlage.